Studien zur Finanzdienstleistung (Teil 3)
„Besser lesen“ – Studien, die Sie kennen sollten!
© Foto: Kati Molin - Fotolia.com„Finanzberatung 2015. Warum sich die Finanzindustrie jetzt nachhaltig neu erfinden muss.“ Ein Buch, ein Nachschlagewerk über die Zukunft der Branche. Im April wurde es von der QFZ-Initiative herausgebracht. Top-Manager, Spitzenkräfte der Finanzbranche, die bislang im Wettbewerb zueinander standen, haben sich in der Initiative „Qualität formt Zukunft“ (QFZ) zusammengetan. Gemeinsam soll eine neue Qualität in der Finanzdienstleistungsbranche entstehen.
Was QFZ fordert und fördert, ist das eine, was die Branche künftig ausmacht, ist das andere. Die 13 Artikel auf 166 Seiten sind das Beste, was derzeit über Finanzdienstleistung zu lesen ist. Das Editorial schreibt dazu:
Als im Jahr 1986 in Großbritannien der Financial Service Act – ein heutiges Musterbeispiel für kundenzentrierte Finanzberatung – eingeführt wurde, war sich eine ganze Branche sicher, dass die gravierenden gesetzlichen Änderungen keinen Einfluss auf ihr Geschäftsmodell und somit ihre Existenz haben würden. Heute gibt es unter der massiv geschrumpften Zahl zugelassener Berater die klare Erkenntnis, dass nur eine Investition in konsequente Aus- und Weiterbildung sowie die Orientierung am kategorischen Imperativ „Ich berate meinen Kunden, wie ich selbst beraten werden möchte“ funktioniert. Dauerhaftes und damit nachhaltiges Wirtschaften als Interessenvertreter seiner Kunden hat sich dort im „Mindset“ festgesetzt.
MiFID, VVG-Reform, EU-Vermittlerrichtline: Hinter diesen Begriffen, steht eine ganze Branche, teilweise zu Recht, teilweise zu Unrecht, am Pranger des kollektiven Zorns all jener, die durch die Finanzmarktkrise Teile ihres Vermögens eingebüßt oder alles verloren haben. Eine solche Betrachtung greift jedoch zu kurz. Die Qualitätsinitiative des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz setzt heute unter anderem im Bereich der strukturierten Beratung, der standardisierten Produktinformation und der Nachweispflicht der Qualifikation an. Der längerfristige Anspruch muss aber in der gesamtgesellschaftlichen Verpflichtung der Finanzberatung stehen. Eine funktionierende Gesellschaft benötigt ein System und Verantwortungsträger, die den Rückzug des Staates aus der Versorgung seiner Bürger sinnvoll füllen und das dabei entstandene Absicherungsvakuum mit tragfähigen und angemessenen Lösungen schließen – im Sinne des Verbrauchers mit einem hohen ethischen Anspruch.
Ein achtsam agierender Finanzberater verdient daher dieselbe öffentliche und gesellschaftliche Anerkennung und Akzeptanz, wie andere beratende Berufe sie schon seit Jahren genießen. Wir verstehen uns auf dem Weg zur Reformierung des Berufsbildes „Finanzberater“ nicht als Interessenvertretung oder Lobbyverband. Opportunismus ist uns fremd, eigene Meinungen sind dagegen eine Freude. Gleichwohl werden wir weiterhin ein Sparringspartner für die sein, die sich für die besten Lösungen mit anderen streiten und reiben.
(Bezugsquelle: OFZ-Initiative, Mailänderstraße 2, 30539 Hannover)
Soweit der O-Ton dieses Buches. Lesen Sie das Buch. Es wird Sie beeinflussen.
(Dieter E. Jansen)







