„Die Menschen sollten mit Würde alt werden dürfen“
Im Jahre 2050 – zu diesem Ergebnis kommt das DIW Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung – werden in Deutschland annähernd so viele Menschen leben, wie derzeit. Der Anteil der dann 65-Jährigen und älter wird sich dann verdoppelt haben – in Westdeutschland von 28 auf 54 Prozent und in Ostdeutschland von ebenfalls 28 auf 63 Prozent. Deutlich früher, nämlich ab dem Jahre 2010, nimmt die Zahl der über 80-Jährigen systematisch zu. Sind es derzeit 3,12 Mio. Bürger, werden es dann über 4 Millionen sein. Hierhinter steckt eine einfache Logik: Die Menschen werden immer älter, je höher die Altersgrenze steigt, desto mehr Menschen werden pflegebedürftig. Man könnte also meinen, dass das Betreiben einer Seniorenimmobilie in Zukunft sehr lohnend sein wird oder gibt es beim Betrieb von Pflegeheimen noch andere vielleicht wesentlichere Gesichtpunkte?
Hierüber diskutierte FINANZWELT mit Roland R. Martin, dem Vorstand und Michael Schultz, dem Aufsichtsratvorsitzenden der Care Life Services AG, Würzburg.
Martin: Man könnte vereinfacht sagen, dass sich derzeit viele auf das Thema stürzen, da viele Immobilien sich heute nicht mehr als Wohnimmobilie verkaufen lassen. Jedoch muss man sagen, dass eine schlechte Wohnimmobilie noch lange keine gute Seniorenimmobilie sein muss. Das Erbauen einer Seniorenimmobilie spielt sich aufgrund der gemeinnützigen Zwecke auf einer ganz anderen Ebene ab, als der Bau einer Wohnimmobilie und das wird oft unterschätzt.
Schultz: Wir haben seit unserem Beginn der Pflegeheimbetreibung Anfang der 90er den Boom dieser Einrichtungen schon einmal erlebt. Doch die heutige Förderung in diesem Bereich ist so gering, meist kaum über einem Mietzuschuss, dass die zusätzlichen Leistungen eigentlich kaum umzulegen sind. Diejenigen, bei denen die Rechnung damals schon nicht aufging, werden auch in Zukunft nicht viel Erfolg haben.
Martin: Wenn man sich für ein solches Projekt entscheidet, sollte es einem klar sein, dass nicht der Gewinn im Vordergrund steht, sondern das Wohl der Menschen.
FINANZWELT: Welche Gründe sollten Ihrer Meinung nach die Menschen dazu bewegen, sich für Ihr Pflegeheim zu entscheiden, wenn es doch so viele Auswahlmöglichkeiten gibt?
Martin: Die deutschen Pflegeheime sind derzeit darauf spezialisiert, die alten Menschen die letzten Jahre ihres Lebens zu betreuen. Leider ist die Realität so, dass es an mangelnder Betreuung fehlt und sogar, wie jetzt aktuell bekannt wurde, die Menschenrechte verletzt werden. Die Menschen haben keine Freude mehr am Leben, weil ihnen nichts mehr geboten wird.
Unser Pflegeheim ist nach einem amerikanischen Konzept geplant. In Amerika haben die Senioren viel mehr Elan und mehr Unternehmungslust und verbringen somit gerne viel Zeit in unserer Betreuung. Zu unserem Angebot für die Bewohner gehören unter anderem Konzerte, Theatervorführungen, eigenes Fitnessstudio speziell für Senioren, um nur einiges zu nennen.
Des Weiteren ist unser Konzept durchdacht von A – Z, d. h. wir bieten von der Pflege, bis zum betreuten Wohnen, bis zum Essen auf Rädern jegliche Leistung, die man in dieser Branche erbringen sollte.
Wenn ich sage, dass nicht nur der Gewinn im Vordergrund stehen sollte, dann meine ich das auch so. Klar ist natürlich, dass man nicht umsonst arbeitet, jedoch ist für mich nicht das Geld in erster Linie wichtig, sondern dass die Menschen mit Würde alt werden dürfen. Das bedeutet für mich, dass ich mir selbst die Frage stelle, ob ich meine eigenen Eltern hier alt werden lassen würde oder sogar selbst in ferner Zukunft hier sein möchte. Erst wenn ich diese Frage positiv beantworten kann, dann bin ich zufrieden.
FINANZWELT: Ist ein solches Projekt in der heutigen Zeit überhaupt noch finanzierbar?
Martin: Natürlich sind anspruchsvolle Seniorenanlagen finanzierbar, gleich welche Pflegestufe sie abdecken. Wir haben das mehrfach in der Vergangenheit bewiesen. Es klingt äußert werblich, entspricht aber der Realität, dass wir hochwertiger und dennoch günstiger bauen als so mancher karitative Träger. Wir bieten zum einen alle Leistungen aus einer Hand, auch die Zusatzleistungen wie Catering, Pflege und Energieversorgung. Zum anderen arbeiten wir bei der Durchführung des Projektes mit Einzelvergabe, so dass auch die kleinen Firmen im Umkreis einen Nutzen davon haben werden.
FINANZWELT: Die wirtschaftliche Seite Ihres Investitionsangebotes beinhaltet unter anderem die Care Life Fonds, welche Gewinnausschüttungen von 10 Prozent p.a. und ein umfängliches Sicherheitsangebot garantieren.
Martin: Das ist richtig. Wir haben diesen Fonds entwickelt, um zukünftig mehr in den Markt der Pflegeheime investieren zu können. Wir sind der Meinung: Ein Fonds muss sicher sein. Ich spreche hier aus eigener Erfahrung und deshalb haben wir das investierte Kapital durch Bankgarantien diverser Banken oder Versicherungen abgesichert. Neben der Sicherheit von einem seriösen Institut bieten wir zum einen dem Anleger eine Gewinnausschüttung von 10 Prozent p. a. und zum anderen den Senioren die Möglichkeit, den hohen Standard, welchen wir heute zu Tage legen, auch in Zukunft zu genießen.
Schultz: Schließlich möchten wir noch anmerken, dass sich die Anleger keinem Newcomer anvertrauen. Herr Martin und ich schicken jeweils mehr als 20 Jahre Erfahrung ins Rennen, daran werden wir uns auch messen lassen.







