Interview mit Heiko Weyand
„Investoren-Service hoch im Kurs“
Heiko WeyandSeit dem 01.07.2011 müssen Berater potenziellen Investoren ein kurzes, leicht verständliches und werbefreies Produktinformationsblatt (PIB) aushändigen. Wesentliche Beurteilungskriterien wie Rendite, Risiko und Kosten der Anlageempfehlung sind darin enthalten. finanzwelt sprach mit Heiko Weyand, Direktor Marketing Retail Products bei HSBC Trinkaus, über Emittentenqualität, dem verbesserten PIB-Service für Intermediäre und den allgemeinen Marktaussichten.
finanzwelt: Glückwunsch! In der Kategorie „Anleger-Service und Emittentenqualität“ wurden Sie Ende November mit dem Zertifikate Award erneut ausgezeichnet. Was hebt Sie von den Wettbewerbern ab?
Weyand: HSBC Trinkaus ist zwar ein Generalist mit einer breiten Angebotspalette an Anlagezertifikaten und Hebelprodukten. Trotz unserer Größe steht aber die Nähe zum Kunden im Vordergrund, in Form von etlichen Seminarabenden, Messebesuchen, intensiven Telefongesprächen oder auch im direkten E-Mail-Kontakt. Hier ist Ehrlichkeit, Verlässlichkeit und Konstanz gefragt. Gerade in diesen Zeiten schätzen Kunden den gesunden Menschenverstand.
finanzwelt: Mit dem neuen Angebot (PIB-Service für Intermediäre) haben Sie Ihre Servicestandards weiter ausgebaut. Worin liegt hier der genaue Vorteil für die Berater und gibt es schon ein Feedback auf diese Neuerung?
Weyand: Wir bekommen viele positive Rückmeldungen und lernen auch neue Intermediäre kennen, die extra wegen der Echtzeit-PIBs an uns herantreten. Alle Kennzahlen zu den Anlagezertifikaten werden in Echtzeit errechnet. Das ist einmalig und vermittelt in verständlicher Sprache ein exaktes Chance-Risiko-Profil von dem vorliegenden Wertpapier. Aber es gibt immer etwas zu verbessern. Deshalb arbeiten wir an weiteren Ausstattungsmerkmalen, die den Beratern in ihrem Alltag weiterhelfen können.
finanzwelt: Nach den jüngsten Daten des DDV (Deutscher Derivate Verband e. V.) beläuft sich das Marktvolumen auf 100 Mrd. Euro – der Markt schrumpft. Welche Investmentthemen sehen Sie kurzfristig vorne und welcher Zertifikatetyp ist dabei besonders geeignet?
Weyand: Jede Form von Wertpapieren ist immer dann besonders gefragt, wenn es an den Märkten aufwärts geht. Das betrifft auch Zertifikate. Allerdings können gerade Discount- und Bonuszertifikate oder Aktienanleihen in volatilen Phasen ihre Stärken zeigen. Zurzeit fragen Anleger nach kurzen Restlaufzeiten von wenigen Monaten und greifen auf Produkte mit einem hohen Sicherheitspuffer und einer begrenzten Zielrendite zurück.
finanzwelt: Breite Produktpalette versus Übersichtlichkeit und Transparenz des Marktes – besteht hier ein Zielkonflikt?
Weyand: Da gibt es keine Zielkonflikte. Im Gegenteil: Die vier Produkttypen Garantie-, Discount- und Bonuszertifikate sowie Aktienanleihen reichen völlig aus, um die Mehrzahl der Anlegerbedürfnisse zu erfüllen. Dazu ETFs und ein paar aktiv gemanagte Fonds. Diese Auswahl an Wertpapieren ist sehr übersichtlich. Die Anzahl der handelbaren Wertpapiere vergrößert ja nur die Auswahl der Möglichkeiten für Anleger. Hier kann jeder für seine persönliche Risikoneigung fündig werden. Und der Einsatz von Echtzeit-PIBs ist ein Beispiel, dass eine transparente und verständliche Darstellung bei den genannten Wertpapierarten auch funktioniert.
(Das Gespräch führte Alexander Heftrich)







