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„Reichlich Potenzial aus dem Osten für geschlossene Immobilienfonds“

Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 98,5 Millionen Euro, von denen 45,15 Millionen Euro Eigenkapital sind, hat die Münchener DCM Deutsche Capital Management AG einen ernst zu nehmenden Immobilienfonds in Budapest aufgelegt. Der Entwicklung des Immobilienmarktes in Osteuropa kommen dabei die vergleichsweise hohen Wachstumsraten dieser Länder entgegen. FINANZWELT sprach hierüber mit dem DCM-Vorstand Yvo Junkers.

FINANZWELT: Lassen Sie uns gleich mit der Tür ins Haus fallen: Warum gerade Ungarn?
Junkers: Unser Haus sucht laufend nach interessanten stabilen Märkten mit hohen Wachstumschancen – auch im Hinblick auf die Doppelbesteuerungsabkommen. Kombiniert man diese Aspekte, kommt man zwangsläufig auf die im Mai 2004 beigetretenen EU-Staaten Polen, Tschechien und Ungarn, von denen bislang einzig Ungarn den gemeinsamen Vertrag parlamentarisch ratifiziert hat.

FINANZWELT: Was spricht noch für Ungarn?
Junkers: Ungarn besitzt unter den neu beigetretenen Mitgliedsstaaten mit die höchste Stabilität und wird voraussichtlich als Erster die Konvergenzkriterien für den Euro erfüllen. Ungarn bildet zudem den letzten Brückenkopf der EU mit der gleichzeitigen rechtlichen Sicherheit der EU zu den wichtigen Märkten im Osten, insbesondere zur Ukraine und zu Rumänien – Länder, die nach Auffassung von Experten in den kommenden Jahren ihre derzeit positive wirtschaftliche Entwicklung mit Ausrichtung auf Europa noch deutlich verstärken werden.

FINANZWELT: Wie sichern Sie denn die notwendige Kompetenz vor Ort?
Junkers: Da sprechen Sie einen wichtigen Punkt an. Für uns war entscheidend, dass wir mit der ebenfalls in München ansässigen Terrafinanz einen Partner gewinnen konnten, der bereits seit den 90er Jahren in Ungarn und hier besonders in Budapest Erfahrungen sammeln konnte und mittlerweile über 100.000 Quadratmeter Büroflächen vor Ort verwaltet. Dieses Unternehmen spiegelt auch unsere Qualitäts- und Investitionskriterien wider, die Zusammenarbeit läuft Hand in Hand.

FINANZWELT: Unsere Leser wird interessieren, welche Objekte sich genau im DCM GmbH & Co. Europafonds 1 Budapest KG befinden?
Junkers: Wir haben in drei Büroanlagen investiert, die zwischen 2001 und 2003 fertig gestellt wurden. Die von uns erworbene multifunktionale Büroimmobilie „Margit Palace“ wurde im Herzen Budapests, westlich der Margit-Insel und der Margit-Brücke errichtet. Das ist eine der repräsentativsten Zentrumslagen in Budapest. Zwei weitere Objekte haben wir am westlichen Stadtrand, im derzeit wahrscheinlichsten größten Einzelhandelszentrum Ungarns, in Budaörs/Budapest erworben. Aufgrund der hohen Objektqualität und einer hochwertigen technischen Ausstattung hat sich ein breiter Mix an nationalen wie internationalen sowie öffentlich rechtlichen Mietern hier niedergelassen.

FINANZWELT: Was kalkulieren Sie denn für den Anleger?
Junkers: Die auffällig hohe Investitionsquote von 88 Prozent bei einem Einkaufsfaktor des 11,53-fachen der Nettomieteinnahmen gibt uns die Möglichkeit, eine Rendite nach IRR im Spitzensteuersatz von 8,5 Prozent auszuweisen. Aufgrund des günstigen Doppelbesteuerungsabkommens unterliegen Investoren nur dem so genannten Progressionsvorbehalt, d.h. für Investoren im Spitzensteuersatz erfolgt in Deutschland keine Besteuerung.



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