Interview mit Frank Fleschenberg
„Schönheitskur am Dresdner Elbufer“
Frank FleschenbergDie conwert Immobiliengruppe SE, die alt+kelber Immobiliengruppe GmbH und die Deutsche Gesellschaft für Grundbesitz (DGG) initialisieren eine Projektentwicklung am Dresdner Elbufer. DGG-Vertriebsvorstand Frank Fleschenberg über die Hintergründe.
finanzwelt: Sie planen in Dresden die Realisierung eines Großprojektes in Toplage. Worum handelt es sich dabei?
Fleschenberg: Am Käthe-Kollwitz-Ufer in Dresden sollen die letzten grauen Mauern eine Schönheitskur erhalten. Für 30 Mio. Euro ist die Sanierung eines großen Wohnensembles geplant, das derzeit kaum noch Mieter zählt. Die Lage ist phantastisch, mit unverbaubarem Blick auf die Elbe und die Dampfer auf dem Fluss. Die Deutsche Gesellschaft für Grundbesitz AG (DGG) aus Leipzig will als Partner des Eigentümers, der Wiener conwert Immobiliengruppe SE und deren 100%iger Tochtergesellschaft alt+kelber Immobiliengruppe GmbH, die Anlage aus den 30er Jahren denkmalgerecht „herausputzen". Wir schaffen hier 174 Wohnungen mit allem modernen Komfort. Und das direkt am Ufer, nur einen Katzensprung von den Elbterrassen und der historischen Altstadt entfernt.
finanzwelt: Das klingt nach einem Mammut- Projekt. Rechnen Sie mit Schwierigkeiten in der Umsetzung?
Fleschenberg: Nein, die DGG hat in Berlin, Leipzig und Dresden mehrfach bewiesen, dass sie solche Großprojekte stemmen kann. Wir haben weit über 5.000 Wohnungen saniert - vom Auenwaldschlößchen über Stadtvillen bis zu einem der ersten Häuserensembles in Deutschland, das im Art-Deco-Stil entstanden war.
finanzwelt: Um welche Bausubstanz geht es konkret?
Fleschenberg: Am Käthe-Kollwitz-Ufer rücken die Bauleute an den Hausnummern 33 bis 42 an, in der Hertelstraße 39 bis 47 und in der Blumenstraße 91. Diese Viergeschosser bilden einen kleinen Ehrenhof in Richtung Elbe; gemäß des 1908 erstellten Bebauungsplans für die Johannstadt-Nord. Unsere österreichischen Partner - die conwert und deren Tochter alt+kelber - besitzen im Herzen Europas inzwischen Immobilien im Wert von 2,5 Milliarden Euro. Vor zwei Jahren hatten sie auch die Grundstücke am Käthe-Kollwitz-Ufer gekauft. Was kaum einer weiß: Die DGG übernahm die Gartenstadt Hellerau in Dresden und sanierte dort 150 Wohnungen, deshalb sind wir fast Dresdner.
finanzwelt: An wen richtet sich Ihr Angebot „Elbflorenz"?
Fleschenberg: Geplant sind dort Eigentumswohnungen für Selbstnutzer wie Kapitalanleger. Die Wohnungen umfassen 40 bis 120 m². Neben den Steuervorteilen für Denkmalschutzobjekte (Abschreibung auf ca. 80 % des Kaufpreises) können auch die beiden neuen KfW-Förderprogramme für energieeffizientes Sanieren und Bauen genutzt werden.
finanzwelt: Welche Maßnahmen führen Sie konkret durch?
Fleschenberg: Die Sanierung soll schnell starten. Wir legen großen Wert auf die Wiederherstellung der historischen Fassaden. Etliche Sandsteinreliefs, die lebensfrohe Puttenfiguren oder Tiere aus Wald und Fluss zeigen, werden restauriert. Gleiches gilt für die reiche Ornamentik in den Treppenhäusern. Sie erhalten zudem Fahrstühle. In den Wohnungen wird es vom Massivholzparkett bis zu Glasausschnitten in den Flügeltüren an nichts fehlen. Jede Einheit bekommt Balkon oder Loggia. Das Dachgeschoss wird mit dem vierten Stock zu Maisonette- Wohnungen verbunden. Auf Wunsch erfolgt der Einbau eines Kamins. Die Bäder bekommen eine Fußbodenheizung. Das absolute Highlight ist jedoch der freie Blick vom eigenen Apartment auf die Elbe. Das auf den Namen „Elflorenz" umgetaufte Wohnensemble, das von jüdischen Kaufleuten unter dem Namen „Hindenburgufer" erbaut wurde, erhält natürlich auch einen eigenen Spielplatz. Er wird über der gleichfalls geplanten, begrünten Tiefgarage entstehen. Wenn alles gut läuft, ziehen Anfang 2010 die ersten Mieter ein. Bereits zur Auftaktveranstaltung gab es eine sehr große Resonanz.







