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FINANZWELT sprach mit Günter Giese und Carsten Möller

„Umfassende Bedingungen bringen Sicherheit für unsere Partner“

Mitte September wurde im Rahmen der FINANZWELT-Vertriebstage der Versicherungs-Award für die besten Unfallversicherungen und die besten Deckungskonzepte der Sparte vergeben. Aspecta hat es als einzige Gesellschaft geschafft, mit zwei unterschiedlichen Deckungskonzepten unter die TOP 3-Anbieter der deutschen Unfallversicherer zu kommen: mit einem zweiten Platz für „ASPECTA Under Protection“ und mit Platz eins bei den Konzeptanbietern mit dem durch maxPool vertriebenen Deckungskonzept „MAX 2000“. FINANZWELT sprach mit Günter Giese, Vorstand der Aspecta Versicherung AG, und Carsten Möller, Geschäftsführer der maxPool Servicegesellschaft für Finanzdienstler mbH.

FINANZWELT: Herr Giese, zum zweiten Mal in Folge Platz 2 für Aspecta, sind Sie damit zufrieden?
Giese: Ja, zum zweiten Mal unter den Top-Anbietern zu sein, ist für uns ein erfreuliches Ergebnis und bestätigt unsere Arbeit. Die Unfallversicherung erfüllt die Anforderungen des Marktes sowie des Verbraucherschutzes gleichermaßen. Seit mehr als fünf Jahren bietet Aspecta Produktkonzepte an, mit denen im Markt Maßstäbe gesetzt werden. Die Unfallversicherung ist für Makler und Mehrfachagenten ein reizvolles Produkt.
Der erneute Gewinn des Awards spricht für unsere Kontinuität und Verlässlichkeit. Unser hohes Niveau an umfassenden Bedingungen wurde erweitert. Die Bedingungsneuheiten gelten für Neuverträge und, das ist das Besondere, auch bestandswirksam für Altverträge. Das Beitragsniveau bleibt unverändert. Viele Versicherer versprechen solch ein Vorgehen in ihren Bedingungen und schaffen dann aber ein weiteres Produkt. Das Versprechen wird also nicht gehalten. Ein derartiges Verhalten bringt die Partner unnötig in Haftung.

FINANZWELT: Wie kam es zur Zusammenarbeit zwischen Aspecta und maxPool mit einem separaten Deckungskonzept?
Möller: Auch maxPool bietet seit über 10 Jahren spezielle Produkte und Dienstleistungen für Versicherungsmakler in Deutschland und mittlerweile auch in Österreich an. Insbesondere Makler mit kleineren Beständen hatten und haben es heute noch schwer, sich gegenüber größeren Versicherern durchzusetzen. Wir handeln mit den jeweiligen Anbietern spezielle Konzepte aus, die der Makler über uns nutzen kann, ohne jedoch seine Unabhängigkeit zu verlieren. Darin unterscheiden wir uns auch von anderen Verbänden, Verbünden und Poolanbietern. Unser Partner bleibt frei in seinen Entscheidungen. Diese Philosophie fanden wir bei Aspecta als Versicherer wieder und entschieden uns 1999 zur Zusammenarbeit.

Giese: Wir stellten seinerzeit fest, dass wir nur geringfügige Überschneidungen bei unseren Vertriebspartnern hatten. Wir entschlossen uns, beide Produkte eigenständig im Markt zu belassen. Beide Tarife gleichen sich im Deckungsumfang. Die Unterschiede liegen in den Feinheiten, was für ein getrenntes Vorgehen sprach.
Möller: Die Feinheiten liegen im Tarif, Bedingungswerk und in der Abwicklung. Es gibt dabei aber kein Besser oder Schlechter, sondern nur ein Anders. Die Angebotsvielfalt für den Versicherungsmakler bleibt durch getrennte Produkte erhalten. Seit jeher zeichnen und verwalten wir die Versicherungsverträge bis hin zur Schadenbearbeitung für Aspecta. Der Makler beziehungsweise sein Kunde haben daher direkte Ansprüche gegen den Versicherer. Die Probleme anderer Deckungskonzeptanbieter aus unechten Gruppenverträgen oder wertlosen Patronatserklärungen kennen wir nicht. Die Auszeichnung als bestes Deckungskonzept unterstreicht die Qualität unserer Tarife und Dienstleistungen für unsere Partner.

FINANZWELT: Wie sehen Sie die Entwicklung, dass in diesem Jahr das erste Mal auch Deckungskonzeptanbieter bewertet wurden?
Möller: Sehr positiv, da Deckungskonzeptanbieter für Versicherungsmakler und Mehrfachagenten heute nicht mehr wegzudenken sind. Es ist deutlich geworden, dass nicht jeder Deckungskonzeptanbieter auch wirklich ein ausreichend umfängliches Deckungskonzept anbietet.
Giese: Abweichende Bedingungen und ein möglichst günstiger Preis einschließlich einer Gebühr als Zwischenhändler machen noch kein gutes Deckungskonzept aus. Eine Haftungsminimierung durch umfassende Bedingungswerke und ein langfristig kontinuierlicher Beitrag bleiben auf der Strecke.
Möller: In der Vergangenheit wechselten die Versicherer zu solchen Deckungskonzepten häufig. Versicherer erhielten nicht die versprochenen Umsätze und Schadenquoten. Sie trennten sich von dem unlukrativen Geschäft. Die Versicherungsmakler blieben auf den Kosten der Umdeckung sitzen und hatten teilweise keinen Versicherer für den versprochenen Versicherungsschutz. Das führte auch zu Haftungsfällen bei Versicherungsmaklern. Vor solchen Deckungskonzeptanbietern und deren Versicherer können wir nur warnen.

FINANZWELT: Wie sehen Sie die zukünftigen Entwicklungen für Ihre Vertriebspartner?
Giese: Sie spielen auf das Alterseineinkünftegesetz, die EU-Vermittlerrichtlinien, weitere Gesundheitsreformen, ein neues VVG sowie Solvency II an?

FINANZWELT: Ja!
Möller: Zur Zeit werden viele Dinge unnötig überbewertet, um unsere Partner zu verunsichern. Einige Versicherer wollen sogar so unsere Makler und Mehrfachagenten in die Ausschließlichkeit locken. Dabei bieten die neuen Regelungen sehr viele Chancen für die Unabhängigkeit. Das Alterseinkünftegesetz sieht steuerliche Vergünstigungen vor. Die gesetzlichen Dokumentationspflichten führen zu mehr Qualität in der Beratung und so zu mehr und qualitativ höherwertigen Versicherungsverträgen.
Giese: Die zukünftigen Herausforderungen sprechen mehr für die Unabhängigkeit als für eine Ausschließlichkeit.
Möller: Stimmt! maxPool aber auch Aspecta schaffen hier zur richtigen Zeit am richtigen Ort die passenden Lösungen.
Giese: maxPool und Aspecta bleiben für unabhängige Makler und Mehrfachagenten verlässliche Partner. Wir nehmen die neuen gesetzlichen Herausforderungen an und schaffen vernünftige Lösungen!

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