Der Weg zu höherer Leistungsfähigkeit
“Fit Forever - Kreativität und Höchstleistung” (Teil I)
Die Fortschritte der Medizin haben bewirkt, dass sich die Lebensspanne des Menschen enorm verlängert hat. Sie hat sich in den letzten hundert Jahren verdoppelt. An der Gesundheitsspanne hat sich nichts verändert – allen medizinischen Fortschritten zum Trotz!!
> Prävention ist alles
Allerdings wird auf die Prävention viel zu wenig Wert gelegt. Kein Wunder, denn weniger als 1 % von allem Geld, das im Gesundheitswesen fließt, wird für die Prävention ausgegeben. Und die Ärzte lernen an der Uni zwar 30.000 verschiedene Krankheiten, aber keine einzige Gesundheit.
Nun ist die Prävention – den Status quo halten – manchen Menschen viel zu wenig. Manche wollen nicht nur nicht krank werden, sondern interessieren sich viel mehr für einen Zuwachs an Leistungsfähigkeit. Gerade im Sport wird dieses Wissen angewandt, und auch ohne Doping kann man die gesunde Leistungsfähigkeit enorm erhöhen. Der Magnesiumspiegel im Blut ist beispielsweise ein Indikator für Leistungsfähigkeit. Schließlich hängt die Anzahl der Mitochondrien in jeder einzelnen Körperzelle direkt vom Magnesiumspiegel ab. Und gerade Magnesium ist Mangelware, seit wir Kunstdünger benutzen, sauren Regen und Stress haben. Und auch der oft gelesene und gern geglaubte Satz “Ein Glas Wein am Abend ist angewandte Prophylaxe gegen Herzinfarkt und Coronarsklerose” ist so nicht ganz richtig. Richtig ist, dass bestimmte Antioxidantien und Phenole im Rotwein vorbeugend wirken, die gleichen Substanzen sind aber - noch viel höher dosiert - im roten Traubensaft enthalten. Und der Traubensaft schwemmt im Gegensatz zu Alkohol keine Mineralsalze aus.
Die Magnesium-Substitution ist in unseren Breiten dringend anzuraten. Aus dem Leistungssport ist sie gar nicht weg zu denken. Am Besten wirkt Magnesium-Citrat - in bester Galenik hergestellt durch die Firma Cadion (www.cadion.de) - ein bis zwei Beutel täglich zeitversetzt nach dem Essen.
Hämoglobin ist ein weiterer Leistungsparameter, um den man sich im Leistungssport sehr intensiv kümmert, sogar bis hin zur unerlaubten Epo-Spritze. Nun ist es aber völlig egal, ob man sein Geld mit den Muskeln oder mit dem Gehirn verdient: Wer zwei Einheiten Hämoglobin mehr hat im Blut, der transportiert automatisch auch mehr O2 ins Gehirn - Sauerstoffdurchflutung bis in die letzte Gehirnzelle. Und wie beeinflusse ich meine Hb-Produktion? 1 % vom Molekül Hämoglobin ist Eisen. Frauen haben oft Eisenmangel, Männer oft eher zu viel Eisen, welches dann die sensiblen Gefäßinnenwände zerstört. Daher gilt die blinde Eisensubstitution als Kunstfehler. Die restlichen 99 % des Hämoglobin machen die vier Haem-Einheiten aus, und die bestehen aus Eiweiß. Darum ist ein ausreichender Eiweißspiegel unerlässlich für die effektive Blutbildung. Ferner brauchen wir B-Vitamine und Folsäure, und wenn das alles noch nichts nützt, so lautet der letzte Rettungsanker vor der Epo-Spritze „Molkequwas“, auch bekannt unter dem Namen Brottrunk. Und den gibt´s beim Bäcker, und... er schmeckt genau so wie er sich anhört, aber er wirkt!
Dritter und wichtigster Leistungsparameter ist der Gesamt-Eiweißspiegel. Eiweiß, oft zu unrecht verteufelt, ist nun einmal die Muttersubstanz allen Lebens. Und zu hohe Eiweißspiegel habe ich, außer auf der Dialysestation, noch nie gemessen. Wohl aber mittlere bis niedrige Eiweißspiegel. Und das Leistungspotential ist direkt abhängig vom Eiweißspiegel im Blut. Darum kann man Sieger bereits am Start erkennen - Verlierer übrigens auch.
Im Sport misst man Eiweiß nicht nur quantitativ, sondern ab einer gewissen Gehaltsklasse (Bundesliga, Formel 1) sogar qualitativ. Alle essentiellen Aminosäuren werden durchgescreent, mit besonderem Augenmerk auf die gehirnaktiven Eiweißbausteine. Bei meinen Patienten mache ich das selbstverständlich auch. Wenn die Konzentration nur einer Aminosäure abgesunken ist, wird sofort reagiert.
Tei II des Beitrags „Fit Forever“ lesen Sie in unserer nächsten Ausgabe.
(Dr. Michael Spitzbart)







