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Die Macher der Branche 2011

2011 – das Jahr der Regulierung

Im Oktober hat der Bundestag den Gesetzentwurf der Bundesregierung zum Finanzanlagenvermittler- und Vermögensanlagenrecht verabschiedet. Die freien Vermittler müssen künftig für die Berufsausübung einen Sachkundenachweis und eine Berufshaftpflichtversicherung vorweisen. Als Aufsicht werden für sie nach dem Vorbild der Aufsicht über Versicherungsvermittler die Gewerbeämter zuständig sein. Bereits im Juli ist die AIFM-Richtlinie in Kraft getreten. Neben strengen Zulassungsvoraussetzungen müssen Anbieter geschlossener Fonds in Zukunft auch umfangreiche Informationspflichten gegenüber Aufsichtsbehörden und Anlegern einhalten. Bis spätestens 2013 muss der deutsche Gesetzgeber die Richtlinie in nationales Recht umsetzen. Bei den Versicherungsgesellschaften ist das Schlagwort Versicherungsvertragsgesetz oder „Solvency II“, beim freien Vertrieb bspw. die Vermittlerrichtlinie.

Wie reagiert die Branche darauf? finanzwelt befragte die Macher der Branche nach ihrer Meinung zum Thema gesetzliche Anforderungen und Regulierungen, wie sich dies auf das Geschäftsjahr 2011 auswirkte und welche Erwartungen sie für 2012 haben.

Dr. Jörg Autschbach, Vorstand DCM AG
Trotz gefestigter Konjunktur musste die Branche in 2011 erleben, dass die Verunsicherung bei Anlegern nach wie vor tief sitzt und demzufolge die Platzierungszahlen den Vorkrisenniveaus noch deutlich hinterherhinkten. Die geplanten gesetzlichen Neuerungen zielen wesentlich darauf ab, das Anlegervertrauen zurückzugewinnen und den geschlossenen Fonds als Kapitalanlage zu stärken. Wir gehen mit diesen Themen proaktiv um, wie dies auch von anderen etablierten Häusern zu erwarten ist. Die DCM erwartet für 2012 aufgrund viel versprechender Produktansätze steigende Platzierungszahlen in ihren Kernsegmenten Transport und Immobilien.

Stephan Schäfer, Vorstand Deutsche S&K Sachwert AG
Wir konnten in diesem Jahr eine deutliche Wachstumssteigerung verzeichnen und erleben förmlich, dass sich unsere Anlagestrategie durchsetzt. Mit hierzu beigetragen hat sicher auch die Transparenzoffensive in Zusammenarbeit mit dem TÜV Süd, der sämtliche unserer Aktivitäten im Immobilienbereich bewertet und unsere positive Performance bestätigt hat. Wir gehen fest davon aus, dass sich diese positive Entwicklung auch im kommenden Jahr fortsetzen wird, zumal die Nachfrage nach deutschen Immobilien sehr groß ist und wir mit unseren Fonds eine besondere Chance bieten, von der Kombination aus Immobiliensicherheit und hoher Rendite zu profitieren. Was die Frage nach möglichen Veränderungen aufgrund von Bestrebungen der Regierung anbelangt, unseren Markt stärker zu regulieren, so kann ich sagen, dass wir dies für den richtigen Schritt halten. Ob es nun tatsächlich Auswirkungen hat oder nicht: Die potenziellen Kunden werden sich bei einem geregelten Produkt sicherer fühlen als bei einem ungeregelten. Also sollten wir als Anbieter doch alles daran setzen, unser Image zu verbessern. Konkrete Veränderungen haben wir jedoch nicht verspürt – zumindest nicht im negativen Sinne.

Thomas Oliver Müller, Vorstandsvorsitzender DEUTSCHE FINANCE GROUP
Das Geschäftsjahr 2011 ist für uns sehr positiv verlaufen. Unsere Strategie des institutionellen Investierens für Privatanleger hat sich im Markt etabliert. Wir konnten den Umsatz gegenüber dem Vorjahr steigern und im Asset-Management unser Portfolio auf über 540 Einzelinvestments erweitern. Durch weitere innovative Investitionsstrategien wurde unsere Zielgruppe signifikant verbreitert. Auch im Sinne unserer Anleger minimieren wir hier auf vielfältige Weise das unternehmerische Risiko, legen das Fundament für weiteres Umsatzwachstum und bauen unsere Marktkompetenz erkennbar aus. Grundsätzlich begrüßen wir die neuen Richtlinien. In Bezug auf Beteiligungen besteht unseres Erachtens jedoch Bedarf an Nachbesserungen. Was die AIFM-Richtlinie betrifft, sind wir durch unseren institutionellen Ansatz mit den damit verbundenen hohen Anforderungen bereits heute sehr gut aufgestellt. Dem Geschäftsjahr 2012 sehen wir sehr positiv entgegen. Wir starten mit zwei global investierenden Dachfonds und einem Private Placement mit einer fokussierten Investmentstrategie. Es ist uns gelungen, unser Netzwerk zu institutionellen Produktanbietern weiter auszubauen und verfügen daher über eine interessante Investment-Pipeline.

Dipl.-oec. Jürgen Salamon, geschäftsführender Gesellschafter Dr. Peters Group
Unser Flugzeugfonds konnte in kurzer Zeit platziert werden. In puncto Neuprodukten haben wir uns auf der Einkaufsseite marktbedingt zurückgehalten. Umso mehr freut es uns, dass wir aktuell einen attraktiven und sicherheitsorientierten Flugzeugfonds anbieten können. In der Schifffahrt lagen die Herausforderungen im Management der Bestandsfonds. Wir sind überzeugt, dass sich unsere professionellen Vertriebspartner auch mit den neuen Regularien arrangieren werden. Insofern sind wir mit dem Ergebnis einverstanden. Wir glauben, dass der Gesamtmarkt vorläufig stagnieren wird. Jedoch glauben wir auch, dass Qualitätsfonds, wie z. B. unsere A380-Fonds, für Investoren attraktiv sind und weiterhin gut angenommen werden. Es gilt, solche Produkte zu entwickeln. Daran werden wir arbeiten.

Klaus Ragotzky, Geschäftsführer FIDURA Capital Consult GmbH
Trotz eines für geschlossene Fonds sicher nicht ganz einfachen Marktumfeldes gelang es uns, erneut unser Platzierungsergebnis zu steigern. Wir führen dies u. a. darauf zurück, dass wir mit dem FIDURA Rendite Sicherheit Plus Ethik Fonds 3 dem Normalanleger ein bedarfsgerechtes Produkt anbieten, das hohe Sicherheit mit hohen Renditechancen verbindet. Der Verkauf unserer Beteiligung SensorDynamics mit einer Rendite von 30 % p. a. hat gezeigt, dass auch Normalanleger – sogar in turbulenten Zeiten – hohe Renditen mit Private Equity erzielen können. Prinzipiell ist eine stärkere Regulierung von Produktgebern und Vertrieben zu begrüßen, damit die Angebotsqualität steigt und sich die Wahrnehmung von geschlossenen Fonds verbessert. Mit den beschlossenen Abmilderungen wie der „Alte-Hasen-Regelung“ oder dem Mindestfondsvolumen im Hinblick auf die Anwendung der AIFM-Richtlinie hat der Gesetzgeber das richtige Augenmaß bewiesen. Aufgrund der hervorragenden Entwicklungen unserer Fondsgesellschaften und ihrer Beteiligungsunternehmen erwarten wir auch für das kommende Jahr deutliche Platzierungssteigerungen.

Friedrich Wilhelm Patt, Sprecher der Geschäftsführung HANNOVER LEASING GmbH & Co. KG
Das Vorjahresergebnis von rund 190 Mio. Euro werden wir in diesem Jahr nicht erreichen. Damit sind wir natürlich nicht zufrieden. Ein wesentlicher Grund für den Rückgang des Platzierungsvolumens war die geringe Verfügbarkeit geeigneter Investitionsobjekte im ersten Halbjahr und die krisenbedingte Investorenzurückhaltung nach der Sommerpause. Wir begrüßen die Regulierung im Bereich der geschlossenen Fonds, weil sie einen weiteren wichtigen Schritt weg vom Graumarkt-Image darstellt und viel zur Vertrauensbildung beitragen kann. Regulierung sollte aber immer mit Augenmaß geschehen. Die einzelnen Maßnahmen und Regelungen müssen sich in der Praxis bewähren. Was sich als nicht praktikabel oder als zu kompliziert erweist, sollte dann entsprechend korrigiert werden. Viele Dinge, wie umfangreichere Berichtspflichten gegenüber den Anlegern, haben wir intern schon in ähnlicher Weise gegenüber unseren institutionellen Gesellschaftern praktiziert. Insofern sind wir als Unternehmen gut vorbereitet. Unsere Pipeline ist gut gefüllt. Voraussichtlich werden wir im 1. Quartal 2012 einen Flugzeug- und einen Solarfonds sowie einen inländischen Immobilienfonds auf den Markt bringen. Wir gehen davon aus, dass das Interesse der Anleger an Sachwertanlagen auch 2012 ein bestimmendes Thema bleiben wird.

Dr. Mathias Hallweger, Vorstand HMW Emissionshaus AG (MIG Fonds)
Wir werden im Jahr 2011 unsere bereits sehr guten Platzierungszahlen des Jahres 2010 weiter steigern können und deutlich die 100 Mio. Euro Platzierungsgrenze hinter uns lassen. Wir sehen, dass sowohl im Vertrieb als auch bei Anlegern unsere neue Generation an MIG Fonds sehr positiv aufgenommen wird. Noch im Jahr 2011 werden wir deswegen die nächste Generation an MIG Fonds mit MIG 12 und MIG 13 in den Platzierungsstart geben. Ja, für uns ist 2011 ein sehr gutes Jahr. Unsere Gruppe rund um die HMW Emissionshaus AG bereitet sich seit Jahren auf eine breitere Rolle am Kapitalmarkt vor. Insofern sind die Änderungen insbesondere aus dem Vermögensanlagengesetz und der AIFM-Richtlinie für uns nur von sehr untergeordneter Bedeutung: Wir haben dies bereits vor geraumer Zeit ohnehin umgesetzt. Das Geschäftsjahr 2012 wird für unsere Unternehmensgruppe geprägt sein davon, dass wir die 1 Mrd. Euro Schallgrenze in der Platzierung unserer Fonds durchbrechen werden. Zudem sollte es uns möglich sein, mit einigen positiven Nachrichten aus unseren MIG Fonds für erhebliche Schlagzeilen zu sorgen. Wir freuen uns sehr auf ein erfolgreiches Jahr 2012!

Tamer Zincidi, Sprecher der Geschäftsleitung INKA Investment Holding-Group
Wir sind erst im vergangenen Jahr mit unseren börsennotierten Anleihen sowie im Markt der geschlossenen KG-Fonds gestartet und waren uns der Situation durchaus bewusst, dass es ein Beginn in einem umkämpften Marktsegment ist. Ein wenig verwundert waren wir über die Offenheit vieler Vertriebspartner, die offensichtlich in unseren INKA-Fonds und der Möglichkeit, an Wachstumsstrategien von Unternehmen zu partizipieren, eine gute Chance sehen, sich in diesem Marktumfeld zu positionieren. Die Förderung des Mittelstands ist nun einmal ein Kernthema, das viele Menschen bewegt. Neben der KG-Beteiligung haben wir zudem eine börsennotierte Anleihe platziert und derzeit weitere zwei Folgeanleihen in der Endkonzeptionierung bzw. am Start. Die Regulierung für die Emissionshäuser ist aus unserer Sicht überfällig, der hierdurch erzielbare Imagegewinn bringt deutlich mehr, als ein derartiger Schritt an Kosten provoziert. Daher sind wir für regulierte Märkte mit gleichen Chancen für alle Beteiligten. Im kommenden Jahr möchten wir den derzeit im Vertrieb befindlichen Fonds ausplatziert haben, Anschlussfonds auflegen sowie weitere Anleihen innerhalb unseres Netzwerkes mit unseren Partnern über die Börse Berlin launchen. Es besteht enormes Investitionspotenzial in Deutschland – diesen Trend möchten wir sinnvoll nutzen.

Tobias König, geschäftsführender Gesellschafter König & Cie. GmbH & Co. KG
Trotz eines schwierigen Marktumfeldes konnten wir zufriedenstellende Ergebnisse erzielen. Mit unserer Umstrukturierung innerhalb des Hauses legten wir das Fundament für ein nachhaltiges Bestehen. Die Regulierung wird von uns grundsätzlich positiv gesehen, artet aber in Teilen in eine Überregulierung aus, die nur negative Effekte haben kann, vor allem auch für den Endkunden. 2012 wird kein einfaches Jahr für die Branche werden. Wir erwarten in verschiedenen Geschäftszweigen noch weitere Erschütterungen, auch ist das weitergehende Finanzumfeld derzeit nahezu nicht kalkulierbar. Wir werden uns 2012 mehr in den Bereichen der kürzeren Laufzeiten und alternativen Platzierungsmöglichkeiten betätigen und hier weitere Absatzkanäle eröffnen. Auf jeden Fall wird es ein spannendes Jahr werden.

Dr. Torsten Teichert, Vorstandsvorsitzender Lloyd Fonds AG
Die aktuellen Branchenzahlen sprechen für sich – die Emissionshäuer haben die Krise noch nicht überwunden. Auch die Platzierungszahlen der Lloyd Fonds AG sind noch nicht auf das Niveau der letzten Jahre zurückgekehrt. Dennoch haben wir trotz anhaltender Investitionszurückhaltung der Anleger im dritten Quartal unsere Platzierungszahlen gegen den Markttrend steigern können. Vor dem Hintergrund, dass geschlossene Fonds nach wie vor zum so genannten „grauen Kapitalmarkt“ gezählt werden, begrüßen wir die aktuellen europäischen und nationalen Gesetzesinitiativen. Allerdings gibt es hinsichtlich einzelner Detailregelungen noch Ungereimtheiten und Änderungs- bzw. Klarstellungsbedarf. Nur diejenigen Emissionshäuser, die es schaffen, ihre Fixkosten durch Treuhanderlöse zu decken und Produkte ohne Platzierungsgarantien zu entwickeln und die sich vollumfänglich von den Altschulden befreien konnten, werden sich langfristig am deutschen KG-Markt behaupten.

Alexander Betz, Produkt- und Vertriebsvorstand MPC Capital AG
Das Jahr 2011 war von etlichen Markterschütterungen geprägt. Reederei-Pleiten, die Katastrophe in Japan und die Euro-Krise haben zu immensen Marktturbulenzen und einer nachhaltigen Verunsicherung privater Kapitalanleger geführt. Vor diesem Hintergrund müssen wir mit den erzielten Platzierungsergebnissen zufrieden sein. Wir begrüßen alle Maßnahmen, die geeignet sind, die Transparenz und Sicherheit für Anleger und Vertriebspartner zu erhöhen. Wir waren auf die Regulierung gut vorbereitet und stellen unseren Vertriebspartnern viele Instrumente zur Verfügung, die ihnen helfen, haftungssicher und erfolgreich platzieren zu können. 2012 wird weiter von einer anhaltenden Unsicherheit geprägt sein. Es gilt vor allem, die laufenden Fonds gut zu managen, um Vertrauen für neue Produkte zu zurückzugewinnen.

Bernd Neitzel, geschäftsführender Gesellschafter Neitzel & Cie. GmbH & Co. KG
Die stete Umsetzung unserer hohen Anlegerorientierung sicherte Neitzel & Cie. einen erfolgreichen Verlauf des Geschäftsjahres 2011. Das erfreuliche Plus von gut 50 % auf knapp 20 Mio. Euro platziertes Eigenkapital im Vergleich zum Jahr 2010 belegt dieses eindrucksvoll. Unserem soliden, nachhaltigen Wachstum und unserer hohen Serviceorientierung wurde auch personell Rechnung getragen: Das Team von Neitzel & Cie. wurde um fünf Mitarbeiter erweitert. Im Grundsatz begrüßen wir die Regulierung im Bereich geschlossene Fonds – ob sich diese Maßnahmen auch in der Praxis bewähren, vor allem den Anliegen der Anleger Rechnung tragen und den geschlossenen Fonds als Kapitalanlage transparenter gestalten, bleibt abzuwarten. Wir werden auch im Jahr 2012 Anleger und Märkte konsequent weiter zusammenführen – denn es gibt immer das richtige Beteiligungsangebot zur richtigen Zeit, vor allem wenn die Wünsche der Anleger und Partner umgesetzt werden. So werden wir im Jahr 2012 unsere erfolgreiche Serie der Solarfonds mit Solarenergie 3 Deutschland fortsetzen und uns auch der Anlageklasse der Immobilien widmen.

Oliver Bechstedt, Aufsichtsratsvorsitzender GGH AG
Eigentlich fragen Sie uns etwas zu früh, denn wir sind erst in diesem Jahr mit einem Partner und einem Fondskonzept gestartet, das zunächst noch etabliert werden muss. Dafür befinden wir uns in einem Segment, dem Fachleute sehr hohe Chancen zurechnen, deutlich bessere zumindest als bei den klassischen Beteiligungsformen wie Schiffe oder Bestandshaltungsimmobilien. Wir investieren seit Jahren in den Bereich leistungsgestörter Kredite, immer grundbuchlich besichert. Wir betreiben dieses Geschäftsfeld sozial verträglich. In Anbetracht eines abgewickelten Volumens von mehr als 900 Mio. Euro können wir wohl von gewissen Erfahrungswerten sprechen. Die Renditen, die hier zu realisieren sind, sind außergewöhnlich. Dies hat uns motiviert, einen Profi als Partner zu suchen, der ein Beteiligungsangebot entwickelt und aufgelegt hat. Wir gehen davon aus, dass sich dieses Fondskonzept schnell durchsetzen wird. Für 2012 erwarten wir jedenfalls die Ausplatzierung des ersten Fonds. Was die Frage zu den geplanten Gesetzen und Richtlinien anbelangt, haben wir uns sehr früh hierauf vorbereitet und namhafte Spezialisten mandatiert. Nach deren Aussagen bestehen keinerlei Gründe, die dem Emissionsgeschäft der NPL-Fonds schaden könnten.

Tjark Goldenstein, Vorstandsvorsitzender ÖKORENTA AG
Nachhaltige Kapitalanlagen bekommen immer mehr Argumente, je schnelllebiger die Situation an den Finanzmärkten wird. Anleger wollen stabile Substanz, reale Sachwerte und langfristigen Werterhalt. Mit unserer Spezialisierung auf das nachhaltige Segment waren wir daher auch 2011 wieder bestens aufgestellt und konnten in der Eigenkapitalplatzierung unserer Energiefonds sogar einen Rekordumsatz erzielen. Die Energiewende verschafft den erneuerbaren Energien in Deutschland so gute Rahmenbedingungen wie nie zuvor. Wind-, Solar- und Bioenergie sind als Anlagethema etabliert und werden auch im kommenden Jahr Erfolg versprechende Assets bleiben. Insofern können wir optimistisch sein, unseren Wachstumskurs auch im Jahr 2012 fortzusetzen. Auf die zunehmenden gesetzlichen Regulierungen und Richtlinien sind wir dabei gut eingerichtet.

Daniel Begher, Prokurist und Vertriebsleiter Premicon AG
Die Flusskreuzfahrt hat die Krise relativ unbeschadet überstanden. Diese Entwicklung hat sich für die Anleger konkret ausgewirkt: Schiffe wurden deutlich über dem prospektierten Erlös verkauft. Dennoch sind die Anleger verunsichert. Die geplanten Regulierungen bedeuten erhebliche Veränderungen für die Initiatoren. Ein positiver Aspekt ist die Etablierung einheitlicher Standards und einer Professionalisierung. Wir hoffen, dass sich das häufig negative Bild der geschlossenen Fonds auch in den Medien dadurch wandelt. Der Großteil geschlossener Fonds ist nachweisbar viel besser als sein Ruf. Die Umsetzung der Vorgaben wird zeigen, welche Verbesserungen sich für die Anleger ergeben. Der Markt wird auch in 2012 von Schuldenkrise, Regulierung und Verunsicherung der Anleger geprägt sein. Mit den daraus resultierenden Herausforderungen werden wir uns intensiv beschäftigen. Die Flusskreuzfahrt wird gemäß seriöser Studien weiter wachsen. In Kombination mit unseren konservativ gerechneten Fonds, basierend auf Sachwerte, sehen wir uns gut aufgestellt.

Wolfgang Dippold, geschäftsführender Gesellschafter PB PROJECT Beteiligungen GmbH
Die PROJECT Fonds Gruppe konnte das Jahr 2011 wie in den Vorjahren mit zweistelligen Steigerungsraten abschließen und sich weiter vom allgemeinen Markttrend entkoppeln. Für Anleger und Berater stehen Sicherheit, Stabilität und ein planbarer Exit an erster Stelle, wodurch wir auch im kommenden Jahr weiteres, kontinuierliches Wachstum erwarten. Das neue Finanzanlagegesetz und die AIFM-Richtlinie begrüßen wir – kritische Punkte für Vermittler wie eine fehlende Althasenregelung wurden korrigiert. Durch die Vermögensschadenshaftpflicht tritt die Qualität der Produkte zwingend in den Vordergrund, durch AIFM die Qualität und Stärke des Initiators. Diese Änderungen bereinigen Schritt für Schritt die Branche.

Slobodan Cvetkovic, Vorstand PROSPERIA AG
Das Jahr 2011 war für uns in jeder Hinsicht spannend. Wir konnten die übernommenen Fonds im Hinblick auf die Asset Strategie optimieren sowie die Performance seit der Übernahme durch Prosperia deutlich verbessern. Dies ist für die Anleger ein großer Erfolg. Zudem konnten wir eine Vielzahl interessanter Assets und Unternehmensbeteiligungen evaluieren bzw. finanzieren, wie z. B. das Game „Schlag den Raab 2“ sowie eine von mehreren Anlagen zur Herstellung von Biodiesel der Green Gallon Solutions Biofuel LLC, Florida/USA – Letzteres in Form eines Private Placement. Im Retailgeschäft haben wir deutschlandweit ein Netzwerk von angebundenen Vertriebspartnern aufgebaut, deren Arbeit wir professionell unterstützen, bspw. in Form von regelmäßigen Online-Präsentationen in Zusammenarbeit mit unseren Asset-Partnern. Hier sehen wir uns für das kommende Jahr sehr gut aufgestellt. Durch die enge Begleitung ausgewählter Fachleute sind wir schon heute auf mögliche gesetzliche Veränderungen eingestellt. Wir halten die Forderungen von Abgeordneten für opportun, das Retailgeschäft im Bereich der geschlossenen Fonds sonstigen überwachten Produkten gleichzustellen. Dies sehen wir als große Chance für die Glaubwürdigkeit unserer Branche.

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