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FINANZWELT-Vertriebstage

25. bis 27. April 2002

Zugestanden: Melle in Westfalen ist nicht der Nabel der Welt. Aber während der FINANZWELT-Vertriebstage vom 25. – 27. April verwandelte sich das „Van-der-Valk-Hotel“ in einen wichtigen „Umschlagplatz“ interessanter Finanzinformationen. Den Auftakt machte das amerikanische Unternehmen Gasco Energy, INC. mit einem ansprechenden Business-Lunch am Donnerstag Abend und einem Vortrag, warum Gassuche in den USA nicht nur ein spannendes Geschäftsfeld ist, sondern auch lukrative Möglichkeiten für Anleger bietet. So waren die Teilnehmer auf den Spuren der Ewings...

Spätestens zur Begrüßung am Freitag Morgen füllte sich die Veranstaltung, so dass Chefredakteur Michael Oehme rund 250 Zuhörern seine Empfehlung für die beiden Tage – aber eigentlich für das ganze Jahr 2002 – mit auf den Weg geben konnte: „Aufmerksam zuhören und beherztes Zupacken, denn Chancen wie derzeit dürften sich in absehbarer Zeit nicht mehr ergeben.“ Im Anschluss hieran machte Axel Steffen, Vorstand bei der Hansa Treuhand AG & Co., deutlich, dass der Markt der Schiffsbeteiligungen zwar komplizierter geworden ist – aber mit der richtigen Auswahlstrategie weiterhin attraktive Chancen für Anleger winken. Sein Credo: „Entscheiden Sie nach der bisherigen Leistungsbilanz des Initiatoren.“

Mit Gewinnchancen von 726,2 % in nur fünf Jahren schlägt der Private Equity Fonds jede Kapitalanlage – dies machte Bernhard Stammler, Vorstand der SVF AG, deut lich. Entscheidend am Erfolg ist allerdings das Management, das die Zielunternehmen/fonds auswählt. Dank der Zusammenarbeit mit Feri Asset Management haben Anlagen in SVF-Fonds hierbei gut Lachen.

Dass selbst das beste Produkt eine professionelle Vermarktung benötigt und wie man sie praxisorientiert umsetzt, zeigte Alexandra Wiedmann, Vertriebsleitung bei 3 + 1 AG. Durch aktive Kundenpflege erzielt sie laufend neue Empfehlungen, ohne dem Kunden „ständig auf die Pelle“ zu rücken.

Vertriebsdirektor Edgar E. Weiss von der Fortissimo Immobilien Handelshaus AG machte im Anschluss deutlich, dass Immobilien – sei es als klassische Eigentumswohnung oder als Immobilienaktie – derzeit voll im Trend liegen, da günstige Einstiegschancen bestehen. „Voraussetzung ist allerdings,“ so Weiss, „dass Ihr Produktpartner in allen Belangen fair ist. Diese Suche erweist sich als Nadel im Heuhaufen.“

Auch Otmar Knoll, Vertriebsdirektor der fairrenta GmbH, bestätigte den günstigen Zeitpunkt. Sein Unternehmen macht allerdings aus der Not vieler Menschen eine Tugend und investiert gezielt in zwangsversteigerte Objekte. „Hierdurch und durch eine gezielte Aktienbeimischung sind mit Immobilien zweistellige Renditen möglich.“

„Medienfonds als interessante Anlageform sind in diesem Jahr, steuerrechtlich betrachtet, bedenkenlos zu verkaufen, zumal dann, wenn es sich um einen Übergangsfonds handelt“, meint Peter Lahr, Vertriebsleiter bei Chorus GmbH. Für Lahr ist es weitaus wichtiger, die harten wirtschaftlichen Faktoren dieser Anlage – wie Konzeption, Vertriebsgarantie und professionelle Filmauswahl – zu betrachten.

Den Vortragsabschluss dieses Tages machte Jörg Laubrinus, Inhaber von MAGMA Consulting, mit einem glänzenden rhetorischen Feuerwerk, bei dem es vorrangig darum ging, dass der Kundenservice in Deutschland „am Boden liegt“. Laubrinus: „Fühlen und handeln Sie wie ein Kunde – aber gestehen Sie dies auch Ihrem Kunden zu. Wer hier überzeugt, wird mit Kundenbindungen und Umsatz entlohnt.“

Die Abendveranstaltung entführte die Teilnehmer ins Mittelalter, wo es darum ging, im fröhlichen Wettstreit unterschiedlichster Disziplinen (Bogenschießen, Bälle werfen, „Donnerbalken reiten“) auszuführen. Dabei kam der eine oder andere schon einmal an den Pranger... Wie bei den vielen gelungenen Veranstaltungen zuvor, endete auch dieser Abend bei fröhlicher Musik, Tanz und Karaoke.

Nach einer „mittelalterlichen“ Begrüßung ging es dann am nächsten Tag mit dem Vortrag von Walter Kessel, Geschäftsführer bei der Bonner Akademie, durch den „Dschungel der Ausbildungsmöglichkeiten“.

Kessel machte deutlich, dass nur wenige Fortbildungen eine offizielle IHK-Anerkennung haben und somit bei einer gesetzlichen Förderung garantiert anerkannt würden. Er machte aber auch deutlich, dass Finanzdienstleister mittelfristig an einer qualifizierten Fortbildung nicht vorbei kämen – hierfür sorgten schon die Kunden.

Thomas Behrens, Leiter Direktion Nord bei HDI Pension Strategy & Management GmbH beschrieb mit Hilfe vieler anschaulicher Beispiel den Königsweg durch die Betriebliche Altersvorsorge.

Er zeigte auch auf, dass HDI als eines der wenigen Unternehmen auf die Forderungen und Alternativen zur Riester-Rente zu finden, mit einer breiten Produktpalette reagiert hat.

Über die Vorteile, attraktive Büro und Gewerbeimmobilien mit ausgewählten Aktien in einem Immobilienfonds zu verbinden, sprach Horst G. Baron, Mitgründer der SHB AG.

Sein Unternehmen bietet dieses Produkt zudem einer breiten Anlegerschicht und erreicht somit die von Fachleuten immer wieder geforderte Gewichtung des Gesamtportfolios in Immobilien und Aktien. „Neue Spielregeln im Verkauf“, dieses Credo stellte der renommierte Managementtrainer und Buchautor Dr. Hans Christian Altmann auf. Altmann: „ Die Gesetzmäßigkeiten im Verkauf greifen nicht mehr, kein noch so gutes Verkaufsgespräch lässt Sie mehr bis zur Kaufentscheidung des Kunden vordringen. Sie müssen Partner des Kunden werden, nur als solcher werden Sie noch akzeptiert.

Was dies unter dem Strich – finanziell – für einen Kunden bedeuten kann, der gerade vorm Ruhestand, einer Betriebsauflösung steht oder eine Abfindung erhalten hat, machte als letzter Referent der Vertriebstage Curt-Rudolf Christof, Vertriebsleiter der DCM AG deutlich.

Christof: „Zeigen Sie Ihrem Kunden, dass Sie in bestimmten Lebenslagen 20 % und mehr herausholen können. Das wird viele Kunden nicht nur überzeugen, sondern Ihnen eine lebenslange Kundenpartnerschaft garantieren“.

Bliebe noch anzumerken, dass nicht nur die Vertriebstage ein Gewinn waren, sondern es auch etwas zu gewinnen gab. So gab es bei der Verlosung wertvolle Preise, vom exklusiven Humidor für den Zigarrenfreund bis hin zum Hightech Handy von Siemens.

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