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Ein Platz, über den und an dem gesprochen wird

4. Exklusivforum Geschlossene Fonds

Zum vierten Mal hatte Friedrich A. Wanschka (wmd-brokerchannel) zur Tagung „Initiatoren treffen Journalisten“ ins Dorint Sofitel Royal Golfresort & Spa in Camp de Mar auf Mallorca eingeladen. Der Branchentreff hat bereits Tradition und gilt als Muss für alle, die sich mit geschlossenen Fonds beschäftigen.

Der Ort ist wie geschaffen für das Forum – wegen der wunderbaren Lage und der Nähe zum Golfplatz. „Wir wollten, dass über den Platz gesprochen wird“, meinte einmal Dr. Herbert Ebertz in Anspielung auf die Schwierigkeiten des Kurses (das Hotel samt Golfanlage ist selbst ein geschlossener Fonds von Dr. Ebertz & Partner). Dass auch an diesem Ort gesprochen wird, ist der Verdienst von Wanschka.
Und es wurde durchaus kontrovers diskutiert.

So sah Bert Manke, Geschäftsführer, MPC Capital Vermittlungs GmbH, Anlass zu der Mahnung, die Initiatoren sollten nicht gegenseitig ihre Produkte madig machen, als es Kritik an den US-Policenfonds gab. Manke weiß, wovon er redet: Im Vorjahr musste er den Kühlschiff-Fonds seines Hauses verteidigen. Für die umstrittenen US-Policenfonds brach Franz-Philippe Przybyl, Vorstandsvorsitzender der BAC, eine Lanze. Sein Erfolgsrezept: Vor Ort vertreten sein.
Mäkelte Werner Rohmert, Herausgeber des Immobilienbriefs, noch im letzten Jahr „Immobilien kamen ein wenig zu kurz“, so sorgte er mit seinem Einführungsvortrag dafür, dass dies 2007 nicht geschieht. Engagiert sein Vortrag und ein wenig provokant seine Thesen, u. a. dass die Büroimmobilienfonds von heute in zehn Jahren die Developmentfonds sind. Rohmert machte sich für Wohnimmobilienfonds stark. Die geschlossenen Immobilienfonds vernachlässigten die Schuldentilgung als Mittel zur Vermögensbildung, so Rohmert Eine Mahnung, die Jamestown- Chef Christoph Kahl Anfang Februar auf dem Loipfinger- ymposium vorgebracht hat. Nicht nur in diesem Punkte sind die Schiffsfonds vorbildlich, die Sondertilgungen vornehmen, um die Schulden schnell loszuwerden. Das bringt Sicherheit und später umso höhere Ausschüttungen.

Die Tilgungen spielen bei der Leistungsbilanz- Analyse von Schiffsfonds durch Michael Rathmann, Chef der Mira-Anlagen, eine wichtige Rolle. Bei Immobilienfonds wird dagegen oft mit Tilgungsaussetzung Ausschüttungs- Tuning betrieben. Hans-Georg Acker, Geschäftsführer von Wealth Cap, wies aber darauf hin, dass die Anleger in geschlossenen Immobilienfonds eben nur die Ausschüttungen im Blick hätten. Das ist bei den Schiffsfonds in der Tat anders: Die Turbotilgungsmodelle (geringe Anfangsausschüttungen, dafür schnellere Schuldenrückzahlung) werden vom Anleger angenommen (u. a. Dr. Peters). Die Leistungsbilanz bleibt ein umstrittenes Thema. Jamestown- Geschäftsführer Markus Derkum, gleichzeitig Vorstand des VGF (Verband der geschlossenen Fonds)
begründete, warum der VGF den IdWStandard (IdW=Institut der Wirtschaftsprüfer) übernehmen wolle, der noch erarbeitet werde. Man wolle den Verdacht vermeiden, sich nur auf Basis des „kleinsten gemeinsamen Nenners" treffen zu können.

(Dr. Leo Fischer)


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