Aktuelle Entwicklungen am Zweitmarkt für britische Lebensversicherungen
Eine Vielzahl neuer Regelungen der britischen Aufsichtsbehörde FSA (Financial Service Authority) und die Entwicklung an den Kapitalmärkten haben dazu geführt, dass es in jüngster Zeit zu einer Trendwende in der Bewertung von Policen am britischen Zweitmarkt gekommen ist.
Die klassischen Bewertungsmodelle mussten überarbeitet werden, da laufende Bonuszahlungen und Schlussbonuszahlungen von den Gesellschaften reduziert wurden. Mit über 60% Schlussbonus gehört Liverpool Victoria heute zu den Spitzenreitern. Durchschnittlich bilden die garantierten Policenwerte jetzt einen größeren Anteil an den erwarteten Ablaufleistungen. Im Ergebnis können heute viel einfacher als in der Vergangenheit bereits angesammelte garantierte Ablaufleistungen erworben werden, die selbst im „Worst-Case“ über dem Einkaufspreis einschließlich Prämien liegen. Das Risiko für eine derartige Investition wird somit für den Anleger stark nach unten begrenzt.
Mit den neuen aufsichtrechtlichen Regelungen zur Kapitalausstattung[1] und noch mehr Transparenz für die Versicherungsnehmer, z.B. bei Prognoserechnungen und Offenlegung der Anlagestrategie der Gesellschaften wird der Markt auch für den Anleger übersichtlich, der sich bislang nicht getraut hat, in Versicherungen beim europäischen Nachbarn zu investieren. Fast alle Gesellschaften haben die Vorgaben verbraucherfreundlich umgesetzt und veröffentlichen ihre „Principles and Practices of Financial Management“ (PPFM) auf ihren Websites.
Mit der Verpflichtung, Versicherungsnehmer bei Kündigung auf die Möglichkeit zur Veräußerung auf dem Zweitmarkt hinzuweisen und durch die zentrale Beaufsichtigung der Policenhandelsgesellschaften hat die Aufsichtsbehörde maßgeblich zum Verbraucherschutz und zur Etablierung eines funktionierenden Marktes beigetragen.







