Immobilienhandelsfonds bewegen das Geschäft
Anleger greifen nach neuen Bereichen
Zunehmend können Anlageberater neben den „klassischen“ Bestandshaltungsfonds auch kurzfristige
Immobilienbeteiligungen anbieten. Zudem wird in unterschiedliche Objekte und Wertschöpfungsphasen
gesplittet. Diese „Immobilienhandelsfonds“ finden immer mehr Anhänger.
Einen anderen Weg geht die SIP Group aus Altena, die seit 1998 Immobilienpakete erwirbt und wieder veräußert. In der Praxis kauft SIP dabei Wohnanlagen, Siedlungen oder ganze Straßenzüge, um diese dann in Einzelwohnungen oder Paketen wieder zu veräußern. Dieses zeitweise etwas in die Kritik geratene „Aufteilergeschäft“ macht dann Sinn, wenn ein ausreichender Zugang zu interessanten Vermarktungschancen der einzelnen Wohnungen besteht und die Verkaufspreise des Teileigentums Immobilienerwerb zu fairen Konditionen möglich macht.
Immobilienhandelsfonds mit Portfoliostrategie. Einen gänzlich anderen Weg geht die Project GFU Gesellschaft für Fonds und Unternehmensverwaltungen mbH mit Sitz in Bamberg. „Wir handeln ähnlich den offenen Immobilienfonds und bieten Anlegern eine große Bandbreite an Investitionsmöglichkeiten im Rahmen der Wertschöpfungskette von Immobilien an“, meint Project- Vorstand Jürgen Seeberger. Die Renditeerzielung erfolgt beim aktuellen Project Fonds STRATEGIE 5 nicht ausschließlich durch das langfristige Zuwarten auf Wertsteigerungen und durch Mieterträge, sondern durch das aktive, individuelle Entwickeln von Immobilienprojekten plus dem Handel mit Immobilien. Die Project-Gruppe ermöglicht Anlegern dabei Investitionen nach dessem persönlichen Chancen- und Risikoprofil. Die Beteiligten nehmen hierzu eine Gewichtung in Wohn- und Gewerbeimmobilien oder Real Estate Private Equity – also Projektentwicklungen – vor. Die Streuung in eine Vielzahl von Objekten innerhalb der jeweiligen Anlageklassen ergänzt die Portfoliostrategie. Der langjährig erfahrene Immobilienfachmann Seeberger will für seine Anleger so ein Portfolio aufbauen, das sehr stark durch die Leistung des Managements geprägt ist.
Institutionelles Konzept für private Anleger. Seit dem Jahre 2002 ist die fairvesta-Unternehmensgruppe am Markt aktiv. Derzeit bietet sie mit ihrer fairvesta vierte Immobilienbeteiligungsgesellschaft sowie einem eigenen Fonds in Österreich und in der Schweiz Anlegern die Beteiligung am „institutionellen Immobilienhandel“ an. Getreu der Investitionsstrategie „Im Einkauf liegt der Gewinn“ erwirbt das Tübinger Unternehmen dabei deutschlandweit Objekte deutlich unter Verkehrswert und nutzt seinen Zugang zum Kapitalmarkt, um die Immobilien nach einer möglichst kurzen Haltefrist wieder mit Gewinn zu veräußern. Als Besonderheit bietet fairvesta dabei die Haftungsfreistellung für den Vertrieb – zumindest was den Verkauf der eigenen Fonds anbelangt.
(Michael Oehme)







