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Sicherheit im Minenfeld „Private Equity“

Auf das Know-how kommt es an

Allein schon angesichts der steuerlichen Unwägbarkeiten ist das Segment Private Equity (PE) in den letzten beiden Jahren im Markt der Steuermodelle stark geworden.

Wo denn sonst, wenn nicht hier, wären die Bedingungen für unternehmerische Beteiligungen gegeben? Zudem trafen die Fonds auf einen boomenden Markt, in dem PE-Engagements als todsichere Selbstläufer erschienen. Und genau darin liegt jetzt ein gewisses Risiko für diesen Markt. Die Erfolge der letzten Jahre waren zu einem großen Teil den historisch günstigen Zinsen zu verdanken, also eher auf Leverage Effekte als auf das Know-how der PE-Strategen zurückzuführen. Mit der laufenden Normalisierung an der Zinsfront geht diese sonnige Zeit zu Ende, die Scheidung der fachlich kompetenten Anbieter mit langfristiger Perspektive von den reinen Fondsschmieden ohne Bezug zum Kerngeschäft im PEFeld wird sich daher wieder eher durchsetzen. Darauf können auch die Macher des operierenden Initiators Wellington Partners hoffen, deren Erfolge vor allem im Bereich Life Science, also Pharma und Biomedizinische Technik, erzielt wurden. Dahinter steht ein Team, das selbst die nötige fachliche Kompetenz und Erfahrung in diesem Bereich mitbringt. Wellington Partners berichtet per III. Quartal 2006 über 22 Investments mit einem Gesamtvolumen von 24,2 Mio. Euro aus dem Segment Life Science – verteilt auf drei Fonds.

Das Ergebnis: 14 dieser Beteiligungen mit einem kumulierten Investitionsvolumen von 7,4 Mio. Euro wurden bereits wieder aufgelöst und erbrachten zusammengenommen einen Erlös von 34,6 Mio. Euro, also etwa das 4,6-fache des Einstands. Wobei von den 14 Versuchen immerhin 2 Totalverluste waren und weitere 3 mit Erlösen unter dem zum Einstand eingesetzten Volumen aufgelöst wurden. Demgegenüber haben drei Investments mehr als das 10-fache und weitere zwei Erlöse zwischen dem 3- und dem 10-fachen Einstand geliefert. Die Technologie-Beteiligungen (vor allem aus dem Bereich Informations-Technologie) liefen dagegen nicht ganz so überzeugend. Der stark auf Unternehmen dieser Branchen ausgerichtete Fonds Wellington Partners II verzeichnet zum gleichen Zeitpunkt bei 18 abgeschlossenen Investments bereits 9 Totalverluste. Dem stehen nur 3 Investments mit mehr als dem 3-fachen des Einstands gegenüber. Die Schwelle des 10-fachen konnte kein einziges Investment aus diesem Fonds im Vergleichszeitraum übertreffen.

Wohl in der Konsequenz und durch den Erfolg aus dieser Differenzierung der Investmentfelder konzentriert sich Wellington Partners mit dem aktuellen Angebot Wellington Partners III jetzt ganz auf die wohl als Kernkompetenz anzusehende Fähigkeit zu lukrativen Investments in Life Science.

(MARTIN KLINGSPORN)


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