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Interview mit Silke Harms

Auf den Partner kommt es an

Silke HarmsSilke Harms

Das börsennotierte Hamburger Emissionshaus Lloyd Fonds hat sich vom Schiffsinitiator zum Multiasset-Emittenten entwickelt. Solche Fonds leiden in der Krise besonders. finanzwelt hat im Gespräch mit Silke Harms, Geschäftsführerin Vertrieb der Lloyd Fonds AG, nachgefragt, ob diese Aussage stimmt.

finanzwelt: Lloyd Fonds ist ein Emissionshaus mit breitem Fondsangebot, es werden auch Fonds aufgelegt, die viele unterschiedliche Assetklassen kombinieren. Ist diese Strategie angesichts sich stark diversifiziert entwickelnder Märkte noch zeitgemäß?

Harms: Ende 2008 haben wir diese Multiasset-Strategie den schwierigen Marktverhältnissen angepasst. Wir konzentrieren uns nun schwerpunktmäßig auf unsere Kernbereiche. Das sind Transportation, also Schiffe und Flugzeuge, sowie Immobilien. Andere Assetklassen bieten wir an, wenn die Märkte sich entsprechend darstellen und wir einen erfahrenen Partner mit im Boot haben.

finanzwelt: Wie laufen derzeit die Platzierungen?

Harms: Mit 2009 sind wir nicht zufrieden, allerdings war das zweite Quartal deutlich besser als das erste. Die Vorjahreszahlen sind aber noch nicht erreicht. Die Anleger sind nach wie vor zurückhaltend. Gefragt sind aktuell gute Immobilienfonds sowie Beteiligungen in Zweitmarktfonds im Bereich Schiffsbeteiligungen.

finanzwelt: Woher nimmt Lloyd Fonds die Kompetenz, in den Bereichen Hotels, Schiffe, Flugzeuge, Lebensversicherungen und Zweitmarkt bestmögliche Anlagevorschläge zu machen?

Harms: Unsere Kernkompetenzen haben eine lange Historie im Hause Lloyd Fonds. Sie wurden sorgfältig aufgebaut. Wenn wir in andere Märkte gehen, suchen wir uns die bestmöglichen Partner. „Auf den Partner kommt es an", das ist ein Satz mit Tradition bei uns.

finanzwelt: Wie überwachen Sie die vielen und vielfältigsten Prognosen unterschiedlichster Art in den hoch diversifizierten Prospekten Ihres Hauses?

Harms: Um diese zu überwachen, haben wir ein ausgeklügeltes System des Reportings und Controllings aufgebaut. Im Schiffsbereich zahlt es sich aus, dass wir mit vielen Reedern zusammenarbeiten. Damit können wir die unterschiedlichsten Berichtssysteme nutzen. Als börsennotierter Konzern kommen uns zudem die aktienrechtlichen Vorschriften der Prüfung entgegen.

finanzwelt: Welche Rolle spielen Schiffe künftig in Ihrem Haus? Immerhin zeigen diese Märkte die heftigsten Probleme.

Harms: Es stimmt, die Schifffahrtsmärkte kämpfen aktuell mit den Auswirkungen der Wirtschaftskrise, erste Erholungstendenzen zeichnen sich aber bereits im Bulkermarkt ab. Wir begegnen dem u. a. mit neuen Konzepten und mit unserem Fonds, der Zweitmarkt- Schiffsbeteiligungen erwirbt. Zweitmarktfonds kommen mit ihrer breiten Diversifikation dem gestiegenen Sicherheitsbedürfnis der Anleger entgegen, bieten aber gleichzeitig auch die Chance, an den zukünftig wieder steigenden Märkten zu partizipieren. „Best of Shipping" kauft chancenreiche Zweitmarkt-Anteile. Nur zu 20 % der gekauften Anteile sind Käufe aus unserem Haus. Unser Auswahlverfahren ist erstklassig, erprobt und marktführend.

(Das Gespräch führte Dieter E. Jansen)


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