Gar nicht uncool!
Bausparen
Ob aktuell oder auch in Zukunft: Das „Traditions- Investment“ bleibt lukrativ. Zwar sind Bauspardarlehen derzeit häufig teurer als Bankkredite und nur allzu oft wird daher gerade von Bankexperten geraten, auf das Bauspardarlehen zu verzichten und nur das Guthaben für die Finanzierung einzusetzen, jedoch haben...
Bausparverträge weiterhin diverse Vorteile,die keine andere Anlageform bietet.
Der Genuss der staatlichen Förderung
ist nur ein Punkt. Auch wenn es seit
Jahren das große Hick-Hack um die
Eigenheimzulage zwischen Bausparkassen
und der jeweiligen Regierung
gab, zur Zeit – Stand September 2005 –
bleibt die Eigenheimzulage vorerst
doch erhalten. Somit ist mit dieser
Einzelsubvention durch den Staat ein
wichtiger Anreiz bestehen geblieben,
der den Kunden zum Abschluss eines
Bausparvertrages bewegen könnte.
Doch die Eigenheimzulage ist nicht die
einzige staatliche Förderung, die als
Argument für den Abschluss eines Bausparvertrages
genannt werden kann.
Die gängigste Form der Förderung stellen
vermögenswirksame Leistungen
dar. Diese werden vom Arbeitgeber
zusätzlich zum Arbeitslohn gewährt –
wobei zumeist eine tarifvertragliche
Festlegung besteht. Nach Abschluss
eines Bausparvertrags durch den Arbeitnehmer
ist der Arbeitgeber verpflichtet,
die vermögenswirksame Leistung
auf das entsprechende Bausparkonto
anzulegen. Sicher ist: Dieses
Konto ist eine gängige und risikolose
Anlageform für vermögenswirksame
Leistungen.
Weiterhin zahlt der Staat eine Arbeitnehmersparzulage
an Bezieher von niedrigerem
Einkommen. Hier werden „nur“
Bausparer berücksichtigt. Die Einkommensgrenze
des zu versteuerndem Einkommen
liegt bei 17.900 Euro im Jahr für
Alleinstehende bzw. 35.800 Euro bei
Verheirateten. Außerdem ist der Bezug
von vermögenswirksamen Leistungen
durch den Arbeitgeber Voraussetzung
und es müssen monatlich mindestens
480 Euro auf dem Bausparkonto angespart
werden. Pro Jahr können Bausparer
damit vom Staat eine Förderung
bis zu 43,00 Euro bzw. 86,00 Euro für
einen bzw. zwei Arbeitnehmer erhalten.
Ferner können Bausparer nach dem
Wohnungsbau-Prämiengesetz (WoPG),
sofern natürliche Personen ab Vollendung
des 16. Lebensjahres, die unbeschränkt
einkommenssteuerpflichtig
sind, Wohnungsbauprämie für Sparleistungen
auf ihren Bausparvertrag
erhalten. Ledige erhalten bis zu 45 Euro
und Verheiratete bis zu 90 Euro pro
Jahr vom Staat.
Mit diesen staatlichen Förderungen
haben Finanzdienstleister demnach
genug Argumente, ihre Kunden zum
Abschluss eines Bausparvertrages zu
bewegen. Viele Arbeitnehmer würden
andernfalls Vorteile verschenken.
Bank-plus Bausparkredit: Ein tolles
Team. Manche können es sicher nicht
mehr hören, jedoch ist das stetig wachsende
Rentenloch nun mal vorhanden.
Eine strategische Altersvorsorge wird
immer wichtiger und dies nicht nur bei
den reinen „Geldanlagen“. Demnach
raten viele Experten, frühzeitig über
eine „Rente aus Stein“ nachzudenken.
Schließlich sei, laut einer aktuellen
Studie des Forschungsinstituts empirica
im Auftrag der LBS, der monatliche
Abtrag für Wohneigentum kaum noch
höher als die Miete. Durch den Erwerb
von Wohneigentum „verschenken“
ihre Besitzer kein Geld mehr an vorherige
Vermieter, erhalten eine höhere
Lebensqualität und schaffen sich
zugleich ein krisensicheres und mietfreies
Altersdomizil.
Um diesen Wunsch zu erfüllen, entpuppt
sich neuerdings das kombinierte
Darlehen bei Bausparkasse und Bank
als ein gutes Finanzierungsinstrument.
Hierbei wird sowohl der Bausparvertrag
als auch ein Bankdarlehen für den
Immobilienkauf genutzt. Da sich in der
jüngsten Zeit vermehrt Banken bereit
erklären, bei diesem Modell den Bankkreditzins
zu senken – schließlich besteht
aufgrund der niedrigeren Darlehenssumme
bessere Sicherheit –
kommt es im Endergebnis bei dem
Kombi-Modell zu einem niedrigeren
Jahreszins, als wenn der frische Hausbesitzer
das Darlehen komplett über
einen Bankkredit finanziert hätte. Dies
liegt daran, dass wegen des hohen
Anteils an der Gesamtsumme die Reduzierung
der Zinsen beim Bankdarlehen
viel stärker ins Gewicht fällt, als das
zumeist aktuell teuere, aber kleinere
Bauspardarlehen.
Nach all diesen Aspekten bleibt der
Bausparvertrag weiterhin absolut interessant
– vor allem neuerdings
unter dem Aspekt des renditebringenden
sowie sicheren Investments.
Bausparen wird zum Renditeknüller
Im anhaltenden Rekordzinstief ist die Erkenntnis, dass ein normales Annuitätendarlehen
zurzeit zumeist günstiger als ein Bausparkredit ist, zwar bitter, aber
viele Bausparvertragsbesitzer können ihre Police anders nutzen: Als renditeträchtiges
und sicheres Investment!
Was auf den ersten Blick etwas merkwürdig erscheint, entpuppt sich als
eine gut vermittelbare Anlage. Ein junger Auszubildender bekommt aktuell,
sofern er einen später günstigen Darlehenszins nutzen will, vom Schwäbisch Hall
Baufuchs oder von den Bau-Experten der LBS entsprechend niedrige
Habenzinsen von circa 1,5 Prozent angeboten. Verzichtet der derzeit junge
Berufsanfänger in späteren Jahren auf Bauspardarlehen, stocken einige Institute
die Zinsen nachträglich um bis zu 2,75 Prozent auf, wenn der Vertrag mindestens
sieben Jahre gehalten wurde. Der Grundzweck des Bausparvertrages – das zielgerichtete
Sparen für das Recht auf ein günstiges Darlehen für wohnwirtschaftliche
Zwecke zu sichern – ist zwar nicht grundlegend erfüllt, doch Bausparer sind
nicht dazu verpflichtet, das Geld in eine Immobilie zu investieren. Letztendlich
kann unser ehemaliger Azubi nach diversen Jahren das Geld auch in den Kauf
eines neuen Autos investieren – und das ohne das „extra-renditebringende“
Bauspardarlehen zu nutzen.
Somit ist der Bausparvertrag als regelmäßige renditebringende
Anlageform absolut geeignet, bei der derzeit über
vier Prozent, mit staatlichen Zuschüssen sogar sechs
Prozent Rendite ein hervorragendes Verkaufsargument
sind. Denn selbst Top-Banksparpläne mit einer Laufzeit von
acht Jahren werfen gerade einmal 4,2 Prozent ab. Wenn man
nun bedenkt, dass noch vor Jahren Bausparkassenverträge mit
Renditen mit einem reinen Anlagezins von bis zu fünf Prozent
angeboten wurden, kann man bei der heutigen Habenzinslage
nur die Kunden als Glückskinder bezeichnen, die damals einen
guten Finanzdienstleister hatten.







