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Interview mit Wiltrud Pekarek und Frank Kettnaker

Beamte im Fokus!

Über ein gutes Geschäftsjahr 2009 mit Umsatzzuwächsen in den Kernsparten berichtete der ALTE LEIPZIGER-HALLESCHE Konzern kürzlich bei der Bilanzpressekonferenz in Oberursel. Zudem wurde über die neue Zielgruppe „Beamte“ und über ein neues Prüfverfahren im Rahmen der PKV-Anträge berichtet. finanzwelt sprach hierzu mit den Vorständen Wiltrud Pekarek und Frank Kettnaker.

finanzwelt: Wieso diese neuen Bonitätsprüfungen?

Pekarek: Das GKV-WSG und die Pflicht zur Versicherung schließen Vertragsbeendigungen wegen Nichtzahlung des Beitrags aus. Dies macht Maßnahmen erforderlich, um die Versichertengemeinschaft zu schützen. Bereits seit vielen Jahren werden in der PKV Bonitätsprüfungen durchgeführt, die nun durch Scoringverfahren erweitert werden können, um die künftige Zahlungsfähigkeit zu bewerten.

finanzwelt: Betreffen die Rückstände nicht alle privaten Versicherer?

Pekarek: Die veränderte Gesetzeslage betrifft die gesamte PKV. Alle Versicherer müssen Verträge unbefristet fortführen und für die Notfallversorgung aufkommen, auch wenn die Beiträge nicht oder nicht vollständig bezahlt werden.

finanzwelt: Wie wird die Prüfung konkret ablaufen?

Pekarek: Das einfachste Verfahren ist die Web-basierte Anfrage über die Homepage eines Dienstleisters. Diese erfolgt grundsätzlich im Rahmen der Antragsprüfung. Das Ergebnis wird an den Versicherer gemeldet und dient neben weiteren Kriterien als Entscheidungsgrundlage für die Antragsannahme.

finanzwelt: Wie erklären Sie dies Ihren Maklern? Diese werden doch sicherlich nicht begeistert sein?

Kettnaker: Die Problematik der Nichtbeitragszahler durch die veränderte Gesetzgebung und ihre Auswirkungen ist unseren Vertriebspartnern bekannt. Unsere Maßnahmen werden als zusätzlicher Service angesehen, denn Nichtbeitragszahler bringen Geschäftspartnern enorm hohe Aufwände. Diese sind für jede Information dankbar, die die Qualität des Geschäfts sicherstellt. Die Information läuft ausschließlich zwischen Gesellschaft und Vertriebspartner.

finanzwelt: Eine weitere Neuerung ist die Neupositionierung der HALLESCHE im Beamtensegment. Welche Neuerungen wurden vorgenommen?

Kettnaker: Der neue Beihilfeergänzungstarif Tarif BE schließt Lücken in der Beihilfe des Bundes und der Länder. Er kann zu unseren Beihilfe-Tarifen PRIMO B und dem C-Programm bedarfsgerecht hinzuversichert werden. Zudem haben wir das bestehende Beamtentarifwerk optimiert: So bieten wir Beamtenanwärtern eine lückenlose, besonders günstige Weiterversicherung für den Übergang zwischen Anwärterphase und Verbeamtung an. Im C-Programm haben wir zusätzliche Stufen für Personen eingeführt, deren Beihilfeanspruch sich mit Beginn der Pensionierung erhöht. 

finanzwelt: Gibt es schon ein erstes Feedback des Vertriebs?

Kettnaker: Schon seit 1961 bietet die HALLESCHE spezielle Tarife für Beihilfeberechtigte an. Mit den jüngsten Neuerungen stehen Vermittlern und deren Kunden besonders wettbewerbsstarke Lösungen zur Verfügung. Da es nicht viele Maklerversicherer gibt, die Vertriebspartnern wettbewerbsfähige Produkte für Beamte bereitstellen, ist das Echo unserer Geschäftspartner sehr positiv.

 

(Das Gespräch führte Marc Oehme)


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