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Die Vermögensverwaltung der Credit Suisse

Beratungs-Elite

Mit der Vermögensverwaltung als „Kernstück“ des Vermögensmanagements hat sich die Credit Suisse zum Ziel gesetzt, eine besonders anspruchsvolle Klientel von hoch- und höchstvermögenden Privatkunden durch professionelle, auf das jeweilige Kundenprofil zugeschnittene, Lösungen zu betreuen. Stefan Keitel, Leiter der Vermögensverwaltung der Credit Suisse (Deutschland) AG, beschreibt die dahinter stehende Beratungsphilosophie.

Gerade in der Vermögensverwaltung, wo der Kunde die Entscheidungskompetenz auf Basis des detailliert festgelegten Investmentprofils alleinverantwortlich in die Hände der Bank legt, spielen ethische und moralische Grundsätze eine wichtige Rolle. Die Einhaltung dieser Grundsätze sowie das ständige Streben, das entgegengebrachte Vertrauen durch einen konsistenten Investmentansatz und eine überzeugende Performance zu bestätigen, stellt für Credit Suisse einen Anspruch dar, dem sich das Unternehmen gerne stellt. Das Leistungsspektrum der Vermögensverwaltung erstreckt sich neben standardisierten Mandatstypen wie Fonds- und der klassischen Vermögensverwaltung auch auf höchst individuelle Lösungen in Form von so genannten Spezialmandaten. Letztgenannte sind in verschiedenen Ausprägungen denkbar, wie beispielsweise rein indexorientierte oder rein puristische Portfolios, spezielle Investmentstile, die Kombinationen verschiedener Ansätze oder - last but not least - spezielle Ansätze für Stiftungen, Verbände oder Pensionskassen. Unabhängig davon, ob eher klassisch oder hochindividuell, sollten jedoch in der Vermögensverwaltung bestimmte, für den langfristigen Anlageerfolg unverzichtbare Grundsätze über alle Mandate hinweg verwirklicht werden. So greift das Investment Management der Credit Suisse (Deutschland) AG generell auf die Ressourcen und die Infrastruktur des globalen Netzwerks der Credit Suisse Gruppe zurück und nutzt gezielt Synergien und Expertise der weltweit agierenden Expertenteams. Auch werden im Rahmen der turnusmäßigen Sitzungen des lokalen Anlage-Ausschusses und des Investment Committees die Informationen der verschiedenen Expertenteams analysiert, plausibilisiert, konsolidiert und letztendlich zur generellen Hausmeinung der Credit Suisse (Deutschland) AG zusammengefasst. Dabei werden die gewonnenen Erkenntnisse in alle Mandatstypen eingebracht.

Effiziente Asset-Allocation

Oberster Grundsatz in allen Strategien der Vermögensverwaltung ist die Strategische Asset - Allokation, d. h. die Aufteilung der verfügbaren Mittel auf verschiedene Anlageklassen. Credit Suisse hat als Hauptanlageklassen – unabhängig vom Grad der Individualität - Liquidität, Rentenpapiere, Aktien und die so genannten Alternativen Investments definiert. Oberziel ist dabei, durch einen aktiven Ansatz eine effiziente Asset - Allokation für den Kunden umzusetzen, die seine persönlichen Bedürfnisse bestmöglich widerspiegelt und zu einer Optimierung des Rendite-/Risikoprofils führt. Dieser aktive Ansatz ist so zu verstehen, dass unter Berücksichtigung des persönlichen Risikoprofils des Anlegers und der jeweiligen Marktsituation eine Über- oder Untergewichtung der jeweiligen Anlageklasse vorgenommen wird. Dieser „eiserne Grundsatz“ der Vermögensverwaltung gilt für die klassischen Mandatstypen ebenso wie für die individuellen Ansätze. Somit ist gewährleistet, dass über alle Mandatstypen hinweg versucht wird, folgendem Anspruch gerecht zu werden: durch die Kombination unterschiedlicher Anlageklassen oder -vehikel mit geringer oder gar negativer Korrelation ein Portfolio so zu diversifizieren, dass bei gleichem Risiko ein höherer Ertrag erwirtschaftet werden kann oder das Portfolio bei gleichem Ertrag ein niedrigeres Risiko aufweist, als das Ursprungsportfolio bzw. die Einzelanlagen. Empirische Studien belegen, dass im Durchschnitt ca. 85% der Performance eines Portfolios der Asset - Allokation und nicht der Wertpapierauswahl oder dem Markttiming zugeordnet werden kann und verdeutlichen somit die Wichtigkeit einer gezielten Asset - Allokation im Rahmen der modernen Portfoliotheorie.

Anbieterunabhängiger „Best Select-Ansatz”

Neben der Umsetzung portfoliotheoretischer Erkenntnisse spielt ein weiterer Aspekt eine wesentliche Rolle bei der Identifizierung einer wirklich kundenfokussierten und vor allem effizienten Vermögensverwaltung: die Implementierung der im jeweiligen Teilsegment überzeugendsten Produkte in die Produktpalette und damit in die umzusetzenden Strategien. Auch dieses Kriterium betreffend findet ein konsequenter „Best Select-Ansatz“, der eine offene Produktarchitektur voraussetzt, in allen Mandaten Berücksichtigung. Dabei spielen nicht nur Performancekennziffern eine Rolle, sondern auch Risikoparameter, Kostenstrukturen etc. Ziel ist dabei, losgelöst von unternehmenspolitischen Verflechtungen, die überzeugendsten Produkte des gesamten Anlageuniversums zu lokalisieren und in die jeweiligen Strategien zu integrieren. Bei der Produktauswahl sollte demnach stets das Kundeninteresse im Vordergrund stehen; eine Praxis, die im Hinblick auf das Ziel, langfristige Kundenverbindungen aufzubauen und entsprechende Empfehlungen für Neugeschäft zu generieren, förderlich sein sollte. Aus diesem Grunde lehnt Credit Suisse die im Bankenumfeld in der Vermögensverwaltung gerne praktizierte Vorgehensweise in Gestalt eines generellen „Verschiebebahnhofs“ für hauseigene Produkte ab. Auch hinsichtlich des Reportings gibt es keine Unterschiede zwischen den klassischen und den hochspezialisierten Mandatstypen. Turnusmäßig – je nach Kundenwunsch monatlich, quartalsweise oder halbjährlich – wird umfassend und transparent über den stichtagsbezogenen Zustand des Portfolios mit Hilfe eines Reporting-Tools informiert.

Wo liegen nun die Unterschiede zwischen den klassischen Mandatstypen und den individuellen Ansätzen in der Vermögensverwaltung?

Wie bereits eingangs erwähnt, hat Credit Suisse in den Spezialmandaten die Möglichkeit, individuellen Präferenzen besonders Rechnung zu tragen. Dies kann in Form einer Annahme eines speziellen Auftrags geschehen oder aber in Form von individuell gestalteten Bandbreiten, bezogen auf die einzelnen im Portfolio berücksichtigten Anlageklassen. Die im Investmentprofil klassifizierten Risikostufen gelten in diesem Fall nur als Indikation und können durch spezielle Zusatzvereinbarungen freier gestaltet werden. Darüber hinaus führt die Tatsache, dass das Schweizer Bankhaus aus Effizienzgründen die individuelle Vermögensverwaltung erst ab EUR 2,5 Mio. anbieten kann, dazu, dass auch so genannten Teil- bzw. Unteranlageklassen aufgrund der höheren zur Verfügung stehenden Volumina Berücksichtigung finden können. Dadurch ist man in der Lage, einen höheren Diversifikationsgrad zu erreichen, was wiederum per se portfoliotheoretisch zu einem besseren Rendite-/Risikoverhältnis des Gesamtportfolios führt. Im Spezialmandat sind auch Restriktionen zugelassen, da sie Ausduck einer individuellen Präferenz sind. Nichts desto trotz werden diejenigen Portfolios am effizientesten und damit langfristig am erfolgreichsten sein, die nach den vorgestellten Grundsätzen und möglichst ohne „Ausseneinwirkung“ zusammengestellt werden. Eine enorm wichtige und oftmals unterschätzte Determinante für den langfristigen Anlageerfolg ist neben den bereits erwähnten Kriterien die Konsistenz der Gesamtstrategie, d. h. ein möglichst effizientes Zusammenwirken diverser Strategiebestandteile. So ist es beispielsweise zu erklären, dass auch losgelöst betrachtet interessante Titel oder Produkte im Geamtportfolio-Kontext nicht die Optimallösung darstellen und daher ausgetauscht werden.

Zusammengefasst lässt sich festhalten, dass die individuelle Vermögensverwaltung durchaus aufgrund von höheren Freiheitsgraden und besseren Diversifikationsmöglichkeiten einen Mehrwert liefert, dennoch aber über alle Mandatstypen durch Beachtung moralischer, portfoliotheoretischer und produktspezifischer Grundsätze weitgehend effiziente und damit langfristig erfolgreiche Portfolios gestaltet werden können. Gerade die Vermögensverwaltung sollte aufgrund der ihr vom Kunden gewährten Freiheitsgrade und der dadurch möglichen Anpassungsgeschwindigkeit und Konsistenz die Ergebnisse des normalen Beratungsgeschäfts vor allem langfristig übertreffen und die Schwankungsbreite des Portfolios durch die Beachtung der kapitalmarkttheoretischen Grundsätze minimieren. Denn gerade in den momentan vorherrschenden Zeiten und mit Blick auf die überwiegenden Ziele der von uns betreuten Klientel stehen Kapitalerhalt und stetiges Vermögenswachstum unter größtmöglicher Vermeidung von Kurschwankungen im Vordergrund.

(Stefan Keitel)


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