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Interview mit Otmar Knoll

Betonharte Argumente

Otmar KnollOtmar Knoll

Das Tübinger Emissionshaus fairvesta arrangierte sich mit der Finanzmarktkrise und setzte seinen erfolgreichen Weg weiter fort. finanzwelt sprach mit Otmar Knoll, dem Leiter Vertrieb sowie Immobilienankauf und -verkauf, über Marktentwicklungen und Strategien für die nächsten Jahre.

finanzwelt: Eigentlich können wir den Satz „Wir sind die Gewinner der Finanzmarktkrise“ nicht mehr hören ...

Knoll: Wir nehmen es dennoch gerne für uns in Anspruch, denn es entspricht bei fairvesta einfach der Wahrheit. Da wir nicht finanzieren, sind wir nicht auf Banken angewiesen, haben ein Produkt, das börsenresistent ist, und die derzeitige Lage verbessert unsere Einkaufssituation. Einzig die Käufer unserer Immobilien haben etwas größere Finanzierungsvoraussetzungen zu erfüllen. Das gestaltet den Abverkauf der Objekte etwas arbeitsintensiver. Aber es ist genug freies Kapital da, und unsere Portfolios bieten mit ihren Renditen deutlich über Marktniveau sinnvolle Alternativen zu vielen anderen Anlageklassen. Wir bieten mehr Sicherheit und höhere Renditen als der DAX und Dow Jones, auch wenn diese wieder richtig anziehen.

finanzwelt: Glauben Sie denn, dass die Aktie – auch in Form von Investmentfonds – wieder entsprechend an Bedeutung gewinnt?

Knoll: Es ging mir nur um die Versuchung, der dann viele Anleger wieder ausgesetzt sind – insbesondere, wenn ihnen diese Finanzinstrumente wieder schmackhaft gemacht werden. Persönlich glaube ich, dass sich viele Anleger von Warren Buffett & Co. verabschiedet und erkannt haben, dass die oft als langweilig eingestufte Immobilie als Sachwertinvestition und Inflationsschutz eine hohe Sicherheit und attraktive Renditen bietet.

finanzwelt: Das können wir so pauschal nicht stehenlassen. Immobilien haben in der Vergangenheit auch vielen Anlegern großes Unheil beschert ...

Knoll: Da haben Sie vollkommen Recht, ich habe es auf unsere Anlagestrategie bezogen. Die steuerlich motivierten Immobilieninvestitionen in den Neuen Bundesländern beispielsweise waren oft überteuert, an unattraktiven Standorten und mit zu hohen Mieten kalkuliert und führten somit in die Pleite. Diese begegnen uns immer wieder bei unseren Prüfungen. Nur selten kommen sie jedoch in die nähere Auswahl. Nehmen Sie zum Vergleich der Immobilienfonds die Marktrecherche von Stephan Appel zur Hand. Er kommt bei der Prüfung einer Vielzahl von bislang aufgelegten Fonds zu dem Ergebnis, dass die Fonds der fairvesta mit weitem Abstand die beste Performance erzielen.

finanzwelt: Sie legen sowieso großen Wert auf unterschiedlichste Beurteilungen der marktgängigen Analysten. Warum?

Knoll: Weil wir ein Gesamtbild unserer Leistungen möchten. Wir freuen uns natürlich, dass dies immer positiv ausfällt, wenn man sich auch mit uns intensiver beschäftigt hat. Da haben wir in den letzten Jahren natürlich dazugelernt. Menschen, die nach dem Motto „Störe meine Vorurteile durch Deine Fakten nicht“ leben und arbeiten, können selbst wir nicht bekehren. Das wollen wir auch gar nicht mehr. Wichtig ist uns, dass sich unsere Leistungsbilanz sehen lassen kann und von unseren Gesellschaftern entsprechend gewürdigt wird.

finanzwelt: Womit erklären Sie sich die guten Ergebnisse?

Knoll: Wir haben nachweisbar die härtesten Voraussetzungen für Investitionen, so beispielsweise mit der Benchmark des maximal 9,5fachen Kaufpreisfaktors und mit einer Mietrendite von mindestens 10 %. Eine Vielzahl von Exits mit entsprechenden Gewinnen beweist zudem, dass wir auch die Verkaufsseite beherrschen.

finanzwelt: Es heißt immer „never change a winning team“. Sind Sie denn dem fairvesta-Ansatz auch bei Ihren neuen Fonds treu geblieben?

Knoll: Selbstverständlich. Die Grundphilosophie und die Strategie sind gleich geblieben. Wir haben jedoch unsere Anlagestrategie in den Portfolios gemäß den Kundenwünschen ausgeweitet in konservativ, dynamisch und progressiv. Wir haben zudem Wünsche hinsichtlich der Steueroptimierung bei unseren Fonds berücksichtigt und können nun Einkunftsarten aus Gewerbebetrieb, aus Vermietung und Verpachtung sowie Kapitaleinkünfte bieten. Bestimmte Konzeptionen sehen steuerfreie Einkünfte vor. Dabei bieten wir nach wie vor Laufzeiten ab fünf Jahren wahlweise mit oder ohne Entnahmemöglichkeiten.

finanzwelt: Warum haben Sie sich mit „Lumis“ erstmals in Richtung Ausland orientiert?

Knoll: Weil es dort – insbesondere im Luxusbereich an der spanischen Festlandküste – derzeit viele interessante Perspektiven gibt, wir nutzen die spanische Immobilien- und Finanzierungskrise, die sehr gut in die fairvesta-Strategie „Im Einkauf liegt eben der Gewinn!“ passt.

finanzwelt: Lassen Sie uns mal auf Chronos zu sprechen kommen, den ersten Fonds der fairvesta, der eigentlich mit herkömmlichen Core Immobilien zu vergleichen ist. Was sind hier die Besonderheiten aus Ihrer Sicht?

Knoll:  Das ist ganz einfach. Wir wollten ein Fondskonzept schaffen, bei dem Investoren den vollen Einkaufsvorteil mitnehmen können und sich innerhalb von nur 10 Jahren nahezu unbelasteten Immobilienbesitz schaffen können. Das ist uns mit Chronos gelungen. Sensationell ist dabei die Rendite für einen Immobilienfonds, die bei mehr als 9 % pro Jahr liegt. Ein unbelastetes Immobilienvermögen nach 12 Jahren an einem Topstandort bietet höchste Sicherheit und Rendite. Das ist aus Sicht von Experten vorbildverdächtig.

finanzwelt: Haben Sie diesbezüglich denn einen vertrieblichen „Hintergedanken“?

Knoll: Es ist nicht die Intention gewesen, aber ich weiß, was Sie meinen ...! Natürlich bieten wir damit einen Ersatz zur üblichen Lebensversicherung mit einer Mindestlaufzeit von 12 Jahren. Nur, dass wir schon heute sagen können, dass nach dieser „Ansparphase“ Renditen winken, die bei mehr als dem Dreifachen liegen, als uns die Versicherungswirtschaft derzeit bieten kann.

finanzwelt: Kommen wir mal vom Produkt zum Vertrieb. Sie haben zu Beginn des Jahres Ihre Vermarktungsstrategie komplett umgestellt. Erfolgreich?

Knoll: Absolut! Wir haben zu Beginn des Jahres ein neues Lizenzpartnersystem (ohne Lizenzgebühren) mit flachen Hierarchien und angemessenen Provisionen eingeführt, mit sehr guter Betreuung der Lizenznehmer und einer konsequenten Aus- und Weiterbildung durch die fairvesta Akademie. Dies erwies sich als der absolut richtige Schritt, denn die enge Bindung ermöglicht uns, die Lizenznehmer bei der Umsetzung ihrer Ziele zu unterstützen.

finanzwelt: Ihre letzten Ausführungen dürften ja ein wichtiger Schritt für Strategien der Zukunft sein. Liegt denn der Erfolg in der engen Beziehung zu den Vertriebspartnern?

Knoll: Eine enge und gute Beziehung zwischen Emissionshaus und Vertrieb ist ebenso unabdingbare Voraussetzung für gemeinsamen Erfolg wie gute transparente Produkte mit nachvollziehbareren Leistungsbilanzen. Ich glaube durchaus, dass es für viele Finanzdienstleister und Einzelkämpfer immer schwieriger wird, sich alleine ohne Spezialisierung durchzusetzen. Hier bedarf es einer gemeinschaftlichen Strategie, die ganz eng an den Bedürfnissen der Anleger, aber auch des Vertriebes ausgelegt sein muss. Anders gesagt: Wer will, der kann! Durch unser active|coaching und Lizenzsystem erhöht jeder angebundene Finanzdienstleister seinen Verdienst und die Zufriedenheit seiner Kunden.

(Das Gespräch führte Dorothee Schöneich)


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