das Interview
Bruno Witka, Leiter der Abteilung Großkunden und internationale Kunden bei der Gothaer Lebensversicherung AG in Göttingen
FINANZWELT: Welche Möglichkeiten bieten sich Ihrer Außendienstorganisation im Rahmen der BAV?
Witka: Wir bieten neben unseren „Rennern“, der Pensionskasse und der Direktversicherung, die Unterstützungskasse und Pensionszusage an. Der Gothaer Pensionsfonds befindet sich in Gründung.
FINANZWELT: Sind die hohen Erwartungen, die vielfach mit der so genannten Eichelförderung der betrieblichen Altersversorgung nach §3 Nr.63 Einkommensteuergesetz verbunden werden, gerechtfertigt oder könnte sich hier die enttäuschende Entwicklung der Riester-Rente wiederholen?
Witka: : Unser Geschäftsvolumen in der Gothaer Pensionskasse zeigt deutlich, dass eine massive Nachfrage nach der „Eichelförderung “besteht. Die Gothaer Pensionskasse, seit April 2002 als erste der neuen Generation von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin) genehmigt, hat seit diesem Zeitraum über die „Eichelförderung“ (§3,Nr.63 ESTG)schon 1.200 Trägerunternehmen mit 95.000 Versicherungsanträgen an sich binden können.
FINANZWELT: Nicht alle Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung sind für den klassischen Außendienst gleich gut geeignet. Welche Strategie verfolgen Sie vor diesem Hintergrund?
Witka: : Der Trend geht zu verständlichen, weniger komplexen Produkten, die aufgrund von einfachen Abläufen ein exzellentes Preis-Leistungsverhältnis bieten. Besonders gefragt ist die Pensionskasse, aber auch die Attraktivität der Direktversicherung wird nach wie vor vom Kunden geschätzt. Dieses sind die vorrangigen Instrumente, die der Außendienst fordert. Bei gutverdienenden Arbeitnehmern erfolgt eine Ergänzung durch Unterstützungskasse und Deferred-Compensation-Modelle, deren professionelle Umsetzung wir durch Spezialisten für betriebliche Altersversorgung gewährleisten.







