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Heiße Energie für kühle Rechner

Der erste Bio-Power-Renditefonds ermöglicht erstmals ein Investment in Biomasse

Angesichts der Endlichkeit fossiler Energieträger, vor allem aber im Kontext eines vorsorgenden Klimaschutzes, hat die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien wie Wasser, Sonne, Wind oder Biomasse in der energiepolitischen Diskussion der letzten Jahre wachsende Bedeutung gewonnen. Heute ist es das erklärte Ziel der Bundesregierung, ebenso der EU, den Anteil der regenerativen Energien am Strom und Primärenergieverbrauch bis zum Jahr 2010 zu verdoppeln. Mehr noch, ihre unbegrenzte Verfügbarkeit, die steigende Sensibilisierung für Umweltschutz – nicht nur seit der Flutkatastrophe – und ihre hohe gesellschaftliche Akzeptanz machen die neuen Energieträger zu einem Hoffungsträger weit über das Jahr 2010 hinaus.

In Deutschland ist der Anteil der erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch zwischen 1990 und 2000 von 1,6 % auf 2,7 % gestiegen. Dieser Ausbau ist vornehmlich auf die Stromerzeugung zurückzuführen. Nach einer aktuellen Studie der Prognos/EWI wird sich die regenerative Stromerzeugung von 31 Mrd. kWh im Jahr 1997 auf knapp 65 Mrd. kWh im Jahr 2020 mehr als verdoppeln. Die Zahl der Wasserkraftwerke hat sich in den vergangenen 12 Jahren um rund 1.000 erhöht, die Stromerzeugung aus Biomasse hat sich im selben Zeitraum versiebenfacht. Der Beitrag der Biomasse wird dabei signifikant steigen.

Bäume wachsen nicht in den Himmel

Die Nutzung der Wasserkraft, die immer noch mit ca. 60 % den größten Anteil an den erneuerbaren Energien ausmacht, stößt zunehmend an natürliche Grenzen. Auch im Wind und Solarbereich bestehen Unsicherheiten der Versorgung, da ihr Angebot von unbeeinflussbaren Einflüssen wie Sonneneinstrahlung oder Wind abhängen. Gerade bei uns in Deutschland unterliegt der Einsatz der regenerativen Energien wie Sonne und Wind regional erheblichen klimatischen Schwankungen.

Biomasse, aus der Biogas entsteht, ist hinsichtlich ihres Einsatzes und ihrer Verwertung für die Energieversorgung ein Multitalent. Sie kann als heimische und regionale Energiequelle in allen relevanten Energiemärkten eingesetzt und genutzt werden. So kann aus Biomasse Strom und Wärme erzeugt werden, ebenso ist die Bioenergie als Treibstoff im mobilen Bereich einsetzbar. Darüber hinaus wird Biomasse auch aus anderem Grund als großes Wachstumssegment eingestuft. Während Windkraft und Photovoltaik Strom unabhängig von der Nachfrage erzeugen, ist die Energiegewinnung aus Biomasse steuerbar. Im Gegensatz zu Wind und PV kann sie nicht nur zur Gewinnung von Strom eingesetzt werden, sondern ist in alle Energieformen umwandelbar.

Biogas – eine saubere Sache

Biogas ist die einzige regenerative Energieform, die durch ein geschlossenes Kreislaufsystem aus der Verwertung von organischen Reststoffen risikolos und witterungsunabhängig in Biokraftwerken gewonnen werden kann. Aus organischen Abfallstoffen wird mit Hilfe von Mikroorganismen Energie – und an diesem Input bzw. Reststoffen mangelt es nicht. In der Landwirtschaft, in der Industrie und in den Privathaushalten fallen gigantische Mengen an. Und diese dürfen nach dem neuen Abfallgesetz nicht mehr auf Deponien gelagert werden, so dass eine zunehmende Entsorgungsproblematik in ganz Europa entstehen wird.

Biogasanlagen machen etwas, was in der Natur täglich tausendfach abläuft, bei Tieren, in Mooren und Mülldeponieanlagen verwandeln anaerobische Bakterien unter Luftabschluss organisches Material in Gase, in Methan und Kohlendioxid. Dabei sind Biogasanlagen vielseitig. Sie können alle Sorten von organischem Abfall wie landwirtschaftliche Reststoffe, Schlachtereiabfälle, Abfälle der Lebensmittelindustrie und organischen Hausmüll „verdauen“. Biogasanlagen „sammeln“ die entstehenden Gase und schicken sie in Verbrennungsmotoren. Dabei wird zwar wieder Kohlendioxid frei, aber der wurde vorher der Luft entnommen. Hier entsteht also durch Entsorgung und Verrottung eine Art Kreislauf, der die Natur nicht belastet.

Grüner Treibstoff aus Biogas

Der nächste, kurz bevorstehende Technologiesprung stellt die biotechnologische Aufbereitung von Biogas in Erdgasqualität dar. Ziel ist es, das in den BKWs erzeugte Biogas qualitativ so anzureichern, dass es direkt als „Green Gas“ in die örtlichen Gasversorgungssysteme bzw. in Gastankstellen eingespeist wer den kann. Diese Technologie steht dann nicht nur Biokraftwerken, sondern auch Deponie, Grubengas, Klärgas sowie anderen Biogasanlagen zur Verfügung. Zur Zeit fahren in Deutschland 10.000 PKW mit Erdgas. Um den Treibstoffbedarf dieser Fahrzeuge bei einer angenommenen durchschnittlichen jährlichen Kilometerleistung von 15.000 km zu decken, reicht die Biogasproduktion von 2 großen Biokraftanlagen. Diese Zahlen verdeutlichen, welches Potential in den Anlagen steckt.

Trend zu Großanlagen

Ihren Ursprung hatte die Biogastechnologie in den bekannten Hofanlagen. Auf Grund der geringeren Effizienz und dem extrem hohen Zeitaufwand für den Landwirt können sich diese Anlagen jedoch nicht durchsetzen. Der Trend der letzten Jahre ist eindeutig: Aus Einzelbiogasanlagen werden zukünftig immer mehr industrielle Zentralanlagen werden. Das biologische Potential für viele weitere Gemeinschaftsanlagen ist vorhanden. Ebenso wird die zunehmende Verknappung fossiler Brennstoffe zu einer steigenden Nachfrage nach regenerativen Energien führen. Auch der praktizierte Klimaschutz wird die Nachfrage nach CO2neutralen Energiequellen weiter ansteigen lassen. Biogasanlagen leisten zudem einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz. Einer stark ansteigenden Zahl von großen Biogasanlagen steht also eigentlich nichts im Wege. Ein wesentlicher Punkt in der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung von Gemeinschaftsbiogasanlagen ist z. Zt. jedoch ein gutes Wärmekonzept. Nicht überall dort, wo Stoffströme vorhanden sind, kann auch eine optimale Wärmenutzung gewährleistet werden. Diese Tatsache hat schon vor längerer Zeit zu Überlegungen geführt, das entstehende Biogas auf alternative Weise zu verwenden. Aufgrund des Wegfalls der KfW-Förderung für Hofbiogasanlagen in Deutschland ist die Nachfrage nach Zentralbiokraftwerken in den letzten Jahren und Monaten erheblich gestiegen, so dass mit einem Anwachsen des Marktpotentials auszugehen ist. Größter Anlagenbauer und Mitspieler an der Börse ist im Bereich Biomasse nur ein Unternehmen, die farmatic biotech energy ag aus dem Holsteinischen Nortorf. farmatic setzt ausschließlich auf die größeren Gemeinschaftsanlagen und gehört zu den führenden Unternehmen auf dem Gebiet der industriellen Umwandlung von Biomasse in Biogas zur Erzeugung regenerativer Energien. Kerngeschäft ist die Biokraftwerkstechnologie, die Entwicklung, Planung und Errichtung mittlerer und großer industriell betriebener Biokraftwerke (BKW), d.h. Anlagen mit einem Inputvolumen an biogenen Reststoffen zwischen 35.000 und 140.000 Jahrestonnen.

Sicherheit durch gesetzliche Rahmenbedingungen

Auch wenn die Verstromung der Biomasse noch in den Startlöchern steht, mit dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz in Verbindung der Biomasseverordnung kann in naher Zukunft mit einem wahren Boom bei dem Einsatz von Biogas als Strom, Wärme und Treibstofflieferant gerechnet werden. Durch das Inkrafttreten des Erneuerbare Energie-Gesetzes (EEG) in Deutschland ist die Anzahl der Standorte, an denen der wirtschaftliche Betrieb von Biogasanlagen möglich ist, sprunghaft angestiegen. farmatic hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Standorte ausfindig zu machen und zu besetzen. Gemeinsam mit starken Partnern aus Landwirtschaft, Industrie und Kommunen werden zukunftsweisende Projekte nach ökologisch und ökonomisch sinnvollen Gesichtspunkten entwickelt und gebaut.

Finanzierung mit Hilfe von Betreibermodelle

Betreibermodelle sind eine intelligente Antwort bei der Suche nach einem Konzept, das den wachsenden technischen, wirtschaftlichen und politischen Anforderungen gerecht wird. Betreibermodelle finden zunehmend vor allem bei der Energie und Rohstoffgewinnung, bei industriellen Großanlagen und bei Hochtechnologieprojekten Anwendung. Neben einer Minimierung des Kapitalbedarfs des Auftraggebers ermöglichen Betreibermodelle erhebliche betriebswirtschaftliche Effizienzgewinne sowie sachliche und personelle Entlastung des Auftraggebers. Für die Besitzer der Anteile an einem Biogaskraftwerk ergeben sich vor allem drei Einnahmequellen: aus den Gebühren für die Annahme von Biomasse, dem Verkauf von Strom und Wärme sowie dem Verkauf von Düngemitteln. Ein zusätzlicher Erlös wird in naher Zukunft der Ertrag durch die Aufbereitung des Biogases als Erdgassubstitut sein.

Imageverlust bei den Windprojektierern

Die sonst so erfolgreichen Windkraftbetreiber und –projektierer haben in der Vergangenheit mit ihren geschlossenen Fonds einen Dämpfer erhalten. Im vergangenen Jahr haben nur 13 % mehr in Windparks investiert als 2000, gerechnet wurde mit 50 %. Das Ökorendite-Image der Windkraft– Branche hat gelitten: sie arbeitet mit geringen Risikoabschlägen, lange Genehmigungsverfahren und erheblich erschwerte Windstandortpolitik sowie überzogene Gutachten haben der Branche geschadet. Die gedämpfte Euphorie initiiert neue Anlagenmöglichkeiten im Bereich der erneuerbaren Energien. Das Resultat ist ein neuer Biogas-Fonds. Bisher gibt es lediglich einen reinen Biogasfonds, der ein ökologisches wünschenswertes Investment und entsprechende wirtschaftliche Rentabilität verbindet. Das Emissionshaus Schroeder & Co. in Hamburg bietet den Anlegern die Möglichkeit, in diese nachhaltige Energiezukunft zu investieren. Schroeder & Co. entwickelte den Bio-Power Renditefonds I, den ersten Beteiligungsfonds für Biogasanlagen für Privatanleger und vertreibt die im Fonds zusammengefassten Anteile dreier Biokraftwerke der farmatic ag, die in Deutschland und England stehen. Ein besonderes Sicherheitskonzept wurde für die Investoren entwickelt, da die farmatic ag als Erbauer und Betreiber eine Einnahmegarantie für den Fonds abgegeben hat. Die entscheidenden Kompetenzbereiche für das Beteiligungsangebot Konzeption, Finanzierung, Controlling der Biokraftwerke und Vertrieb liegen allein in den Händen des Hamburger Emissionshauses.

(Margitta Kley)


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