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Die im Raum stehenden Reformpläne von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler

Beat MollBeat Moll

Die im Raum stehenden Reformpläne von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler – Beitragserhöhungen und die Einführung einer „kleinen Kopfpauschale“ – sorgen für Aufruhr, und Experten fordern die Union auf, Röslers Vorhaben zu stoppen.

finanzwelt sprach hierzu mit Beat Moll,
Vorsitzender der Geschäftsleitung CSS Versicherung AG, Vaduz.

finanzwelt: Wie beurteilen Sie die Ideen von Herrn Rösler?

Moll: Herr Rösler plädiert für mehr Transparenz, Gerechtigkeit und Eigenverantwortung im Gesundheitswesen. Dies verdient aus meiner Sicht Unterstützung. Leider konnte er sich mit seinen Ideen bisher kaum durchsetzen. Ich halte aber die Entkoppelung der Krankenversicherungs- von den Lohnnebenkosten für richtig. Und das Pauschalensystem, das es in der Schweiz längst gibt, zeigt, was die Gesundheit jeden im Schnitt kostet. Durch die direkte Finanzierung entsteht auch ein gewisses Kostenbewusstsein. Das ist angesichts steigender Ausgaben auch wichtig.

finanzwelt: Glauben Sie, dass die Diskussion um die Gesundheitsreform Folgen für den PKV-Vertrieb hat?

Moll: Es ist eine große Chance für den Vertrieb, über Preis-Leistungs-starke Zusatzversicherungen bei ihren Kunden zu punkten. Medizinische Spitzenqualität ist auch jetzt schon nur noch zu einem Preis zu bekommen, den die GKV nicht bezahlen kann. Gesundheit ist den Deutschen zu Recht wichtig. Daher investieren sie auch in eine gute medizinische Versorgung und schließen entsprechende Zusatzversicherungen ab. Hier gewinnen die stationären Tarife immer mehr an Bedeutung.


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