Gut fahren in jeder Wirtschaftslage
Die Vielfalt des Aktienuniversums
Meist haben Finanzberater mit anspruchsvollen Kunden zu tun: Einerseits wollen diese keinen Trend verpassen und hohe Renditen erzielen. Andererseits tolerieren sie nur geringe Wertschwankungen ihrer Investments.
Beide Wünsche lassen sich nur dann verbinden, wenn Anleger ihr Kapital breit über verschiedene Anlageklassen hinweg streuen. Doch die Auswahl der Investments, die in der jeweiligen Wirtschaftslage gut laufen, fällt oft schwer. Und auch beim Anpassen des Depots an sich verändernde Umstände geht meist etwas schief. Um Fehler zu vermeiden, können Anlegerdeshalb die Zusammenstellung verschiedener Anlageklassen – z. B. Aktien, Anleihen, Rohstoffe und Immobilientitel – an Profis delegieren. So deckt etwa der Fidelity Multi Asset Strategic Fund (ISIN LU0267387503) diese bedeutendsten Investmentklassen ab und gewichtet sie in Abhängigkeit von der Wirtschaftslage.
Aktueller Aufschwung festigt sich. Derzeit sind Aktien im Fonds übergewichtet, denn aktuelle Daten sprechen für eine Festigung des Aufschwungs: In den G8-Staaten, den führenden Wirtschaftsnationen, ist die Inflation moderat. Die Anzeichen, dass die Teuerung durch einen Ölpreisanstieg anziehen könnte, sind schwach. Das Wirtschaftswachstum wird von der weltweit sinkenden Arbeitslosigkeit und dem starken Aufschwung in Europa und den aufstrebenden Volkswirtschaften der Schwellenländer gestützt. Die Schwäche des US-Immobilienmarktes hat das Wachstum dagegen bisher kaum beeinträchtigt. In einer solchen Aufschwungphase versprechen Aktien die höchsten Renditen. Ein Ende des Aufschwungs ist derzeit nicht abzusehen. Doch sollte wieder einmal eine Abschwungphase eintreten, bieten Anleihen die größten Vorteile, weil sie sich unabhängig von den Aktienkursen erfahrungsgemäß stabil entwickeln. Hin und wieder entstehen auch Phasen mit Übertreibungen – im Positiven wie im Negativen. Tritt die Wirtschaft auf der Stelle (Stagnation) und steigen gleichzeitig die Preise (Inflation), heißt diese Phase Stagflation. Geldmarktpapiere bieten dann noch die besten Ertrags aussichten. Reichtümer dürfen die Anleger von diesen aber nicht erwarten.
In den vergangenen Jahrzehnten gab es keine typische Stagflationsphase. So hätte der Ölpreisschock Anfang der 70er-Jahre, als die Inflation das Wirtschaftswachstum abwürgte, eigentlich Geldmarktpapiere begünstigen müssen. Aufgrund der weltpolitischen Situation brachten jedoch Rohstoffe die höchsten Gewinne. Eine gute Zeit für Rohstoffe liegt normalerweise in Überhitzungsphasen wie etwa im Frühjahr 2006.
Bei Aktien zählt der Branchenmix. Aufgrund der Vielfalt des Aktienuniversums gilt es, auch innerhalb dieser An - lage klasse auf den richtigen Mix zu achten. So entwickeln sich während eines Aufschwungs Technologie- und Telekommunikations-
aktien gut. Manche Titel steigen auch dann noch im Wert, wenn die Wirtschaft ins Stocken gerät: In Ab schwungphasen schneiden vor allem Ak tien aus den Branchen Konsum-
und Grund bedarfsgüter vergleichsweise gut ab. Empfehlen Berater ihren Kunden Fonds, die ihr Portfolio regelmäßig an die aktuelle Wirtschaftslage anpassen, erfüllen sie ihnen gleich zwei Wünsche: Anleger können zum einen in jeder Wirtschaftslage profitieren – zum anderen bietet das flexible Umschichtungsmodell eine relativ hohe Sicherheit.
(TREVOR GREETHAM)







