Editorial
Sehr geehrte Leserinnen, sehr geehrte Leser,
nach dem Wegfall des Steuerprivilegs für kapitalbildende Lebensversicherungen ist der Versicherungsmarkt kollektiv verunsichert, nur wenige Innovationen sind erkennbar. Ob betriebliche Altersvorsorge, Riester oder Rürup – FINANZWELT konnte bei ihrer Befragung führender Versicherungsunternehmen keine eindeutige Antwort herausarbeiten, wo die Reise hingeht. Erst in sechs bis zwölf Monaten wird man wohl wissen, was Vertriebe und Kunden wirklich wollen, so eine bezeichnende Einschätzung. Was aber erkennbar ist, ist der Weggang von der Kapitalorientierung zu rentenorientierten Produkten. Das macht ein Umdenken erforderlich. Ihnen als Vermittler bleibt leider nur die Qual der Wahl.
Eigentlich sucht Deutschland nicht den Superstar, sondern Kapital. Jährlich zweistellige Milliardenbeträge würden gebraucht, damit sich junge, innovative Unternehmen entwickeln können. Dagegen ist der Achtungserfolg von Private Equity und Venture Capital Fonds im vergangenen Jahr der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein. Grund genug für FINANZWELT, sich intensiver mit diesem Thema zu beschäftigen und die Unterschiede und mögliche Perspektiven aufzuzeigen.
„Persönlichkeiten, nicht Prinzipien bringen die Zeit in Bewegung“!
Dieses Zitat von Oskar Wilde ziert die AWARDs und Urkunden der ersten Auszeichnung von Persönlichkeiten unserer Branche.
In diesem Jahr wird FINANZWELT zum ersten Mal insgesamt 15 führende Finanzdienstleistungsunternehmen dafür auszeichnen, dass sie die Verantwortung gegenüber der Gesellschaft übernommen haben und dies auch entsprechend publizistisch begleiten. Denn die Finanzdienstleistung und freie Anlageberatung sind nicht nur ein wichtiger mittelständischer Arbeitgeber, der dynamisch Arbeitsplätze schafft. Ohne die unabhängige Finanzberatung wäre auch eine Durchdringung der Gesellschaft mit Spar- und Vorsorgeprodukten in der Tiefe undenkbar. Damit tragen viele tausend Menschen täglich dazu bei, den sozialen Status der Gesellschaft aufrecht zu erhalten. Mehr hierzu lesen Sie in der kommenden Ausgabe von FINANZWELT.