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Stiller Gigant

Erfolg durch qualifiziertes Wachstum

Mit einem herausragenden Ergebnis hat die HPE Hausbau, Ludwigshafen das Jahr 2001 abgeschlossen: Der Vertriebsumsatz konnte zum Vorjahr auf 54,9 Mill. Euro verdreifacht werden. FINANZWELT sprach mit Hans Christian Steinmüller, dem Leiter des Kapitalanlagevertriebs.

FINANZWELT: Was steht hinter HPE Hausbau?

Steinmüller: Die HPE Hausbau ist für das Portfoliogeschäft, also für Bestandswohnungen im Bereich der Unternehmensgruppe, tätig. Diese wurde von den geschäftsführenden Gesellschaftern Paul Vollmer, Udo Stocker und Walter Rasch 1999 neu strukturiert. Sie gründeten mit der Peabody Real Estate Partners L.P., New York, dem Immobilienarm von J.P. Morgan, die Dachgesellschaft HPR Property Holding GmbH. Bereits 2000 erfolgte der Zukauf der 1936 gegründeten Hausbau RheinlandPfalz AG – jetzt HPE Hausbau – mit einem nicht unerheblichen Wohnungsbestand. Die Gruppe verfügt also über ausreichend Kapital, Knowhow in der Projektentwicklung und in der Bestandspflege, sowie über genügend Phantasie, attraktive Geschäftsfelder zu besetzen.

FINANZWELT: Sie betreuen seit kurzem den Bereich Kapitalanlagen. Was haben wir uns darunter vorzustellen?

Steinmüller: Im vergangenen Jahr wurden rund 600 Wohneinheiten aus dem Bestand sowie aus Neubauprojekten veräußert. Mit 80% wurde der größte Teil davon an Mieter und Eigennutzer veräußert. Meine Aufgabe ist der Ausbau des Kapitalanlagegeschäfts in den Bereichen Breitenvertrieb, Private Placements und institutionellem Geschäft.

FINANZWELT: Wie erklären Sie sich den Erfolg trotz der aktuellen Flaute?

Steinmüller: Die hohe Verkaufsquote an Mieter und Eigennutzer resultiert aus der gesunden Mieterstruktur, den interessanten Preisen, der eigenen Verwaltung und natürlich der Lage. Dies ist natürlich auch für Kapitalanleger spannend.

FINANZWELT: Bauen Sie derzeit Repräsentanzen auf?

Steinmüller: Natürlich, denn wir wollen den Kapitalanlagevertrieb noch deutlich ausbauen. Der Markt gibt es doch derzeit her. Soll sagen, aktuell ist es möglich, attraktive Wohnungen zu fairen Konditionen und sowieso immer noch historisch günstigen Baufinanzierungskonditionen zu erwerben. Schauen Sie sich nur unsere Neubauprojekte in Hamburg und Frankfurt unter der Überschrift „Urbanes Wohnen am Wasser” an. Da geht jedem Anleger das Herz auf, denn solche Sahnestückchen wird er nie wieder bekommen. Allerdings wollen wir nur in dem Tempo wachsen, wie es gelingt, kompetente und mit den Eigenheiten der Region vertraute Mitarbeitern zu gewinnen.

FINANZWELT: Planen Sie auch klassische Kapitalanlagemodelle, bsp. Fonds?

Steinmüller: Derzeit sehen wir ausreichend Potential im Bereich Einzeleigentum, deshalb haben wir das Thema Fonds bewusst hintenan gestellt.

FINANZWELT: Eine letzte Frage in Anbetracht Ihrer Zukunftsorientierung. Wie erklären Sie sich das verhaltene Angebot vieler Mitbewerber?

Steinmüller: Da würde ich am liebsten passen, denn die Gründe sind so vielfältig wie individuell. Ich kann nur über meine persönlichen Erfahrungen sprechen: Wohnraum, der gezielt auf ein Klientel ausgerichtet ist, das einen erkennbaren Bedarf hat, findet immer seine Abnehmer. Das gilt für hochwertigen Wohnraum wie für einfachen Lebensraum – beides für Eigennutzer und Kapitalanleger. Als neu strukturiertes Unternehmen stellt sich unser Haus bestens künftigen Herausforderungen – und zwar ohne Belastungen aus der Vergangenheit.

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