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Erfolgsmanagement

Die Zukunft der Finanzdienstleistung

Partnerschaftssysteme

Aufgrund des strukturellen Wandels der Finanzdienstleistungsbranche und der damit im Zusammenhang stehenden Veränderungen des Anlageverhaltens der Kunden wachsen die Anforderungen an die Finanzberater immer mehr. Im Vergleich zum relativ durchschaubaren und stabilen Verhalten der Kunden von gestern, prägen Unberechenbarkeit, Spontaneität, Individualität und Kompetenz das Bild des „multioptionalen“ Kunden von heute.

Mittlerweile werden die Kunden immer kritischer und vorsichtiger. Ein Grund dafür ist das Überangebot an Produkten. Eine Studie belegt, dass der Kauffrust dadurch entsteht, dass die Auswahl zu groß ist. Der Kunde muss heute zwischen den verschiedensten Anlagevarianten und Anlagetypen für sich die richtige herausfinden und damit ist der Großteil einfach überfordert. Dies ist die große Chance der Finanzberater. Schnelligkeit, Flexibilität und das Feingefühl, die richtigen Angebote zur rechten Zeit dem Kunden weiterzugeben, sind die großen Herausforderungen der Zukunft. Die Dynamik und Komplexität gerade in der Finanzdienstleistungsbranche steigert also den Qualifizierungsanspruch der Berater im Hinblick auf Kunden- und Produktkompetenz. » Weiter...


Empfehlungsmarketing

Königsweg der Neukundengewinnung (Teil II)

Im ersten Teil seines Beitrags hat Klaus-J. Fink, anerkannter Erfolgstrainer für Telefonmarketing v.a. in der Finanzdienstleistungs- und Immobilienbranche, die Grundlagen des Empfehlungsmarketings dargestellt. Behandelt wurden die Fragen, weshalb sich so viele Verkäufer vor der Vertrauensfrage scheuen, wie die Frage nach qualifizierten Empfehlungen gestellt werden kann und wie die richtige Wahl des Zeitpunktes die Erfolgsaussichten wesentlich erhöhen kann. Teil 2 steigt nun direkt in die Praxis ein: mit konkreten Tipps für das Einholen von Empfehlungen und für den Umgang mit Kundeneinwänden.
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Königsweg der Neukundengewinnung (Teil II)

Vorwanddiagnose und Einwandbehandlung

Kundenaussage „Mir fällt spontan niemand ein“!


  • Bei dieser Kundenaussage ist der Verkäufer gefordert, Hilfestellung zu geben, damit der Kunde seine Bekannten innerlich „Revue passieren“ lässt und überprüft, für wen aus seinem Bekannten- oder Kollegenkreis das Produkt/die Dienstleistung ebenfalls nützlich sein könnte. Eine Reaktion wie „Mir fällt spontan niemand ein“ ist normalerweise das Resultat einer Empfehlungsfrage, die zu unvermittelt und zu undifferenziert gestellt wurde.


Kundeneinwände kennen und entkräften

Abfedern der Kundenreaktion

  • Die Anzahl der Kundeneinwände, mit denen ein Verkäufer im Empfehlungsgespräch zu rechnen hat, sind begrenzt und auch deren Inhalt durchaus kalkulierbar. Diese Tatsache stellt einerseits eine Beruhigung für den Verkäufer dar, andererseits den Anspruch, diese Einwände optimal zu entkräften. Wesentlich für die Behandlung dieser Einwände ist das „Abfedern" der Kundenreaktion, dadurch wird die entgegengebrachte Aggression/Skepsis auf ein Minimum reduziert und die Ebene für ein weiterführendes Gespräch geschaffen. Wichtig ist dabei die richtige Dosierung der Formulierung. Eine Übertreibung seitens des Verkäufers ist eher kontraproduktiv: Der Kunde hat durchaus ein Gefühl dafür, was ehrlich gemeint ist!


„Ich habe schlechte Erfahrungen mit der Weitergabe von Adressen gemacht“!

  • Bei dieser Kundenaussage besteht nach der Verständnisformulierung „Das kann ich nachvollziehen ...“ die Möglichkeit, auf eine diskrete Behandlung der Empfehlungen hinzuweisen. Der Kunde erhält so die Möglichkeit, sich des Vertrauensverhältnisses zu besinnen, das er mit dem Verkäufer hat, und doch noch in sich zu gehen, um nach Empfehlungen zu „forschen“.


„Ich will erst mal Rücksprache halten“!

  • Diese Aussage eröffnet dem Verkäufer die Möglichkeit, den Kunden noch dahingehend zu beeinflussen, wie er seinem Bekannten die Situation schildert. Falls also eine Rücksprache nicht im Beisein des Verkäufers möglich ist, kann dieser mit der Kontrollfrage „Gesetzt den Fall, Ihr Bekannter würde Sie fragen, um was es denn hier bei diesem Gespräch geht, wie würden Sie ihm diese Frage beantworten?“ den weiteren Verlauf inhaltlich steuern.


Nachbereitung der erhaltenen Empfehlung

Empfehlungen telefonisch nachfassen

  • Ist die Empfehlung erst einmal eingeholt, nimmt der Verkäufer den direkten Kontakt zu empfohlenen Personen meist über das Telefon auf. Ziel dabei ist eine Terminvereinbarung. Gemäß der Erkenntnis „Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance" ist es wesentlich, in der Gesprächseröffnung den Namen des Empfehlungsgebers verstärkt einzubinden, dadurch kann der Vertrauensbonus besser genutzt werden. Der Verkäufer muss trotz der Empfehlung dennoch auch hier mit typischen Kundeneinwänden in Bezug auf die Terminabsprache rechnen. Auch wenn diese Einwände weniger aggressiv vorgebracht werden wie beispielsweise in der Kaltakquise, empfiehlt es sich dennoch, für diese Situation professionell vorbereitet zu sein und die Einwände dementsprechend zu behandeln. Wichtig ist, dass Sie den Empfohlenen so bald wie möglich nach dem Gespräch mit dem Empfehlungsgeber kontaktieren.


Information an den Empfehlungsgeber

  • Neben der zeitnahen Terminierung des neuen Kontakts ist eine Rückmeldung an den Empfehlungsgeber über den Verlauf dieser Empfehlung wichtigste Voraussetzung dafür, auch zukünftig weitere Kontakte zu erhalten. Verkäufer, die dieses „Feedback" vergessen, können nicht erwarten, dass ihr Kunde sich vom Empfehlungsgeber zum Multiplikator seines Angebots entwickelt. Menschen sind von Natur aus neugierig, nur wenn diese Neugier befriedigt wird, ist eine ausreichende Motivation für fortlaufende Empfehlungen gegeben.


After-Sales-Service als Voraussetzung für weitere Empfehlungen

Neben der gezielten Rückmeldung ist ein umfassender „After-Sales-Service" Voraussetzung für eine konstruktive Kunden-Verkäufer-Beziehung, für eine Beziehung, in der der Kunde „begeistert“ ist. Begeisterte Kunden sind eine Empfehlungsquelle, die ständig sprudeln kann. Es ist daher wichtig, sich um seine Kunden nachhaltig zu kümmern, sich ab und zu telefonisch zu melden und ihm das Gefühl zu geben, dass man ihm für Fragen und weitere Beratung gerne zur Verfügung steht.
Nicht zu vergessen: Eine Empfehlung zieht die nächste nach sich. Ein wichtiger Grund mehr, warum sich jeder Verkäufer mit den Grundregeln des Empfehlungsmarketings professionell beschäftigen sollte. Telefonakquise und Empfehlungsmarketing können Sie erfolgreich zuhause trainieren – mit der DVD/Video-Trainingsreihe von und mit Klaus-J. Fink.


Gekonnt und schlagfertig verhandeln

Herr der Verhandlungssituation

Ziel eines Verhandlungsgesprächs ist eine Vereinbarung, die alle Beteiligten mittragen können. Zumeist führt die Strategie, die eigenen Interessen zu wahren, aber zugleich die des Verhandlungspartners zu berücksichtigen, zum Erfolg. Doch was tun, wenn der Geschäftspartner einen persönlichen Angriff gegen die Führungskraft startet oder der Kunde seine Reklamation mit einem verbalen Rundumschlag gegen den Mitarbeiter verknüpft? Kooperative Verhandlungsstrategien nutzen meistens wenig – gefragt ist taktisches Vorgehen.

Der Verhandlungspartner: Stoßdämpfer setzen

Der Verhandlungspartner schließt z. B. Gesprächsinhalte rigoros aus oder stellt sie zurück: „Darüber möchte ich nicht sprechen“. Richtige Reaktion: permanent Feedback geben und den Verhandlungsstand zusammenfassen. Die Führungskraft bringt so immer wieder die ihr wichtigen Aspekte ins Gespräch und bleibt Regisseur des Gesprächs - der andere muss reagieren.
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