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Kapital für die Wirtschaft

Erster Fondsanbieter, der Marktrestriktionen als Chance begreift

Die Rothmann & Cie. AG ist als Tochter der börsennotierten ALBIS Leasing AG der führende Anbieter von Leasingfonds in Deutschland. Jetzt hat das Unternehmen sein Tätigkeitsfeld erweitert und will sein Know-How auch anderen innovativen, mittelständischen Unternehmen in Wachstumsbranchen zur Verfügung stellen. FINANZWELT sprach mit Rüdiger Wolff, Vorstand der Rothmann & Cie. AG in Hamburg.

FINANZWELT: Die Veränderungen im Bereich der Unternehmensfinanzierung sind für alle mittelständischen Unternehmen in Deutschland seit dem bekannt werden der Eckpunkte von Basel II gravierend. Sie greifen nun exakt diese Thematik auf und wollen Perspektiven bieten. Was haben wir uns hierunter vorzustellen?

Wolff: Seit Beginn unserer Tätigkeit als Emissionshaus im Jahr 1994 waren wir anders als andere. Während die Masse der Fondsinitiatoren ein oder einige wenige Objekte, wie z.B. Immobilien, Flugzeuge, Straßenbahnen in ein speziell für diesen Zweck gegründetes Unternehmen einbrachten und hieran Anleger beteiligten, haben wir die Beteiligung an einem ganzen, lebendigen, bestehenden Unternehmen angeboten. Schwerpunkt bei der Auswahl unserer Fondsgesellschaften war dabei der Track-Record des Unternehmens selbst bzw. des Managements. Insofern haben wir schon damals – im übrigen bis heute fast unverändert – das Kernproblem Nr. 1 der Leasingbranche gelöst: Die Ausstattung der aufstrebenden Unternehmen mit dem notwendigen Eigenkapital zur Wachstumsfinanzierung.

FINANZWELT: Das verlangt aber viel Know-How in den einzelnen Sparten. Wie können Sie das sicherstellen?

Wolff: Da haben sie vollkommen recht. Dieses Geschäft steht und fällt mit dem Know-How der Entscheider. Was lag da näher, als sich zunächst einmal mit dem Kerngeschäft unserer Muttergesellschaft, der ALBIS Leasing AG, – im übrigen heute Deutschland’s größte unabhängige Leasinggesellschaft – zu beschäftigen. Im Konzernverbund stehen den einzelnen Leasinggesellschaften bzw. den Fondsgesellschaften alle notwendigen Resourcen, wie z.B. eine gemeinsame EDV-Plattform, ein gemeinsam entwickeltes Internet-Geschäft oder z.B. ein gemeinsamer Geldeinkauf zur Verfügung. Dadurch kann sich das Management weites gehend auf das eigentliche Leasinggeschäft konzentrieren. Insofern verstehen wir uns in diesem Bereich mehr als nur Kapitalbeschaffer zu sein.

FINANZWELT: Wir verfolgen Ihr Unternehmen nun seit Jahren und können auch auf der Vertriebsseite ein anderes Vorgehen feststellen. Was machen Sie anders als andere?

Wolff: Unter dem Motto „Ihr Erfolg ist unsere Mission“ hat Rothmann im Jahr 1997 ein Betreuungs– und Beratungssystem jenseits des Egoismus entwickelt. Wir nennen das „Rothmann Partner System“. Damals wie heute sind wir angetreten, zunächst einmal nicht unseren eigenen Umsatz in den Vordergrund zu stellen, sondern den Erfolg unseres Vertriebspartners so zu fördern, dass er selbst bessere Geschäfte macht. Hier sprechen viele Erfolge inzwischen für sich: Umsatzverdoppelungen waren keine Seltenheit. Ich will jedoch nicht verhehlen, dass selbstverständlich auch wir dabei unseren Teil abbekommen haben. Das Entscheidende dabei ist, erst zu geben und dann zu nehmen.

FINANZWELT: Das behaupten viele. Können Sie uns ein Beispiel hierfür geben?

Wolff: Gerne. Zusammen mit unserem langjährigen Berater Edgar K. Geffroy haben wir ganz aktuell die „Rothmann Akademie“ ins Leben gerufen, deren Leiter er selbst sein wird. Mit dieser Akademie wird Rothmann zum Erfolgsbegleiter zukunftsorientierter Partner. Permanente Weiterbildung und Qualifizierung wird für Finanzdienstleister zur zentralen Schlüsselfrage, denn nur durch Steigerung der Qualifikation sind auch in Zukunft sichere Umsätze zu tätigen. Die Rothmann Akademie bietet Training und Ausbildung für alle Arten von Finanzdienstleistern auf verschiedenen Gebieten, wie z.B. Verkauf, Marketing, Unternehmensführung, Steuern, Recht, u.a. Um Missverständnissen vorzubeugen: Wir wollen nicht ein weiterer Anbieter von Studiengängen sein. Unser Schwerpunkt liegt auf dem Wort „Begleitung“. Für unsere Rothmann Vertriebspartner ist die Nutzung der Akademie selbstverständlich kostenlos. Andere, die noch keine Vertriebsvereinbarung mit Rothmann geschlossen haben, werden für die Nutzung ein entsprechendes Entgelt bezahlen müssen. Schon in Kürze werden Sie sich im Internet unter www.rothmann.de informieren und selbstverständlich auch gleich buchen können.

FINANZWELT: Kommen wir noch einmal zurück zur Produktstrategie. Sie sprachen ein wenig abstrakt von Mittelstandsfinanzierung. Wie drückt sich dieses in Produkten aus?

Wolff: Über unsere Leasingaktivitäten sprachen wir bereits. Hier bieten wir unseren Anlegern durch Ausnutzung der vorgeschriebenen Abschreibungsmethoden in den Anfangsjahren einen Steuervorteil, wobei über die Laufzeit natürlich eine Gesamtrendite im Vordergrund steht. Diese bewegt sich je nach persönlicher Situation des Anlegers zwischen 8 und 13% nach Steuern (IRR).Vier Fonds wurden bereits platziert, der fünfte wird in wenigen Wochen auf dem Markt sein.

Seit einiger Zeit schon haben wir nach weiteren Wachstumsmärkten Ausschau gehalten. Dazu gehören neben der Finanzdienstleistung sicherlich auch Themen wie Energie, Gesundheit, Ernährung, aber auch Logistik. Und genau hier haben wir zusammen mit der Hamburger Garbe Gruppe den ersten deutschen Logistikfonds – den „Logis-Fonds“ – konzipiert. Der Einstieg war ähnlich wie bei unseren Leasingaktivitäten. Ein in einem ganz speziellen Marktsegment hoch erfolgreiches Unternehmen, hat in den letzten 10 Jahren bewiesen, dass es in dem Markt Logistik ordentliche Erfolge erzielt hat. Zur Erreichung der angestrebten Ziele war eigentlich nur noch eines notwendig: Ausreichendes neues Eigenkapital zur Wachstumsfinanzierung. Das Ergebnis ist die Garbe Logimac AG, an der sich Anleger seit einiger Zeit beteiligen können. Neben Spitzenrenditen von ca. 13% nach Steuern (IRR) bietet der Fonds steuerlich noch eine interessante Variante. Durch die gewählte Konstruktion des Fonds müssen Anleger die künftigen Erträge nur mit dem halben Steuersatz versteuern.

Doch damit soll noch nicht Schluss sein. Wir sind auf der Suche nach weiteren Unternehmen in Wachstumsbranchen, um auch hier unser angesammeltes Know-How sowohl für das Unternehmen als auch für den Kapitalanleger sinnvoll ins Verdienen zu bringen.

Ich hoffe aber, dass Sie Verständnis haben, dass ich Ihnen zum jetzigen Zeitpunkt hier noch nicht weitere Einzelheiten verraten möchte. Lassen Sie sich überraschen.

(Rüdiger Wolff)


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