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Interview mit Tjark Goldenstein

Ethisch-ökologische Produkte bleiben stark

Tjark GoldensteinTjark Goldenstein

Ob „Nachhaltige Versicherungen für eine bessere Zukunft“, Unterstützung beim ersten nachhaltigen offenen Immobilienfonds oder Fortsetzung der Beteiligungsreihe „Premium Selection“ – die ÖKORENTA AG hat aktuell viele Konzepte umgesetzt. finanzwelt sprach mit dem Vorstandsvorsitzenden Tjark Goldenstei

finanzwelt: Herr Goldenstein, zunächst die Frage: Wie schaffen Sie es, diese vielen Projekte abzuwickeln?

Goldenstein: Das kann nur mit einem guten Team im Rücken funktionieren. Hinzu kommt, wir haben als ÖKORENTA inzwischen fast 11 Jahre Erfahrung in dem Segment, in dem wir uns bewegen. Das lässt oft Abkürzungen zu, wo andere große Wege zurücklegen müssen.

finanzwelt: Mit dem ÖKORENTA Neue Energien IV setzen Sie Ihre Beteiligungsreihe „Premium Selection“ fort. In welche Fonds investiert die neue Beteiligung?

Goldenstein: Der Zweitmarktfonds investiert in „gebrauchte“ Anteile von Wind-, Solar, Biomasse und weiteren Energiefonds, bei denen die Vergütung nach deutschem Erneuerbare Energien Gesetz oder analogen europäischen Regelungen erfolgt. Damit verfügt der Anleger über eine Sicherheit, die er sonst in keinem anderen Segment hat. Das ist einer der Gründe, warum aus unserer Sicht unsere Fondsserie so gut läuft.

finanzwelt: Thema Windkraft: Sind die „alten“ Anlagen nicht mittlerweile überholt?

Goldenstein: In unserem Fondskonzept geht es nicht in erster Linie um alte oder neue Windanlagen, sondern um die Vergütung für den erzeugten Strom im Verhältnis zum Einkaufpreis für die Anteile; das muss stimmen, dann rechnet sich der Fonds. In der Vergangenheit lag der Einkaufspreis bei unseren Vorgängerfonds bei durchschnittlich 60 %. So kann es sein, dass gerade ein älterer Fonds, der noch mit den Einspeisevergütungen von vor fünf Jahren kalkuliert ist, für unseren Zweitmarktfonds lukrativer ist, als manch neuer.

finanzwelt: Ein weiteres Projekt ist Ihre Unterstützung beim ersten nachhaltigen offenen Immobilienfonds, dem TMW Immobilien Weltfonds. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?

Goldenstein: Für uns steht das Thema nachhaltige Immobilien seit rund zwei Jahren auf der Agenda. Wir werden in naher Zukunft einen ersten eigenen geschlossenen Fonds in diesem Sektor auflegen. Über unsere Marktscreenings sind wir auf den TMW Immobilien Weltfonds gestoßen und haben festgestellt, dass die Schnittmengen in der Konzeption mit unserer Ausrichtung sehr groß sind.

finanzwelt: Herr Goldenstein, ein schwieriges Jahr geht für die Branche zu Ende. Welche Argumente geben Sie Ihren Vertriebspartnern mit, damit sie nächstes Jahr wieder optimistischer in die Zukunft blicken können?

Goldenstein: Die Zeiten, in denen mit wenig viel zu erreichen war, sind vorbei. Es gilt in 2010 aktiv zu sein, dann werden sich die gewünschten Erfolge einstellen. Thematisch sind unsere Vertriebspartner mit der Nachhaltigkeit in einem Sektor unterwegs, der auch oder gerade in schwierigen Zeiten läuft. Ein Praxistipp: Es macht Sinn, den Kunden auch ohne konkrete Nachfrage ethisch-ökologische Produkte zu präsentieren. Die Kenntnisse und die Affinität zum Thema sind oft größer, als man denkt.

(Das Gespräch führte Marc Oehme)


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