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Filmfonds

Filmfonds als Wirtschaftsfaktor

Wer sich mit Medienfonds beschäftigt, dem wird immer wieder die Frage entgegen gehalten, ob denn diese Anlageform geeignet sei, die deutsche Wirtschaft zu fördern.

Kaum jemand bringt die Antwort hierauf differenzierter auf den Punkt, als Christine Scheel, Vorsitzende des Finanzausschusses des Deutschen Bundestages und Abgeordnete von Bündnis 90 / Die Grünen: „Unbestreitbar hat sich in letzten Jahren in Deutschland eine Anlegerkultur entwickelt und die Fondsidee in einer breiten Bevölkerungsschicht fest verankert. Dies ist auch gut so, bieten doch die Fonds Wachstumskapital, das wichtig ist für die Dynamik unserer Wirtschaft. (...) Insgesamt – dies ist den Bestrebungen des Finanzausschusses zu entnehmen – haben wir uns klar für die Medienfondsbranche ausgesprochen. Auch hier lag es uns erkennbar daran, Steuersparmodelle zu verhindern, aber unternehmerisch geprägte Beteiligungen zu fördern. Dies ergibt sich aus dem Zwang der Allgemeinheit, denn die Steuerersparnis des einen ist die Steuerbelastung des anderen und die gleichmäßige Besteuerung ist die Grundlage eines gerechten Steuersystems.“

Betrachten wir den Markt: Die „Cash-Cow” der vergangenen Jahre, die Leasingfonds, sind aufgrund des Medienerlasses nicht mehr zu erwerben. Bei einer anfänglichen Verlustzuweisung von bis zu 230 Prozent lässt sich schon nicht mehr darüber streiten, ob es sich wirklich um zu fördernde, unternehmerische Beteiligungen handelte. Die heutigen Anbieter von Medienfonds verstehen sich anders: Sie produzieren an geeigneten Standorten Filme, die im internationalen Markt ankommen. Wichtig ist, dass nur das anfängliche unternehmerische Risiko durch Steuervorteile abgefedert wird und dann, schneller als bei jeder anderen Kapitalanlage, zu versteuernde Gewinne anfallen. Die Effekte für die Wirtschaft sind beweisbar: So sichern die Fondsgesellschaften nicht nur eigenen Mitarbeitern und Zulieferern Arbeit viel Geld fließt auch in die deutsche „Medienindustrie”.

Direkt und indirekt hängen so tausende Arbeitsplätze an den Medienfonds. Wer dies leichtfertig aufs Spiel setzt, verdammt Deutschland zu einem „Medien-Entwicklungsland”.

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