NÜRNBERGER – „An uns führt kein Weg vorbei“
FINANZWELT IM GESPRÄCH
NÜRNBERGER – Ausgezeichnete Unternehmensqualität sowie erfolgreiche Verkaufsansätze in der privaten und betrieblichen Altersversorgung. Interview mit Dr. Hans-Joachim Rauscher, Vorstandsmitglied Vertrieb der NÜRNBERGER VERSICHERUNGSGRUPPE...
FINANZWELT: Die NÜRNBERGERLebensversicherer haben – im Gegensatz
zum Markt – ein deutliches Plus
(7,4 %) beim Verkauf neuer LV-Verträge
gemacht. Worauf führen Sie
diesen Erfolg zurück?
Dr. Rauscher: Zum einen auf die Unabhängigkeit
sowie unsere über 100-
jährige NÜRNBERGER Erfahrung. Zum
anderen gehören wir in die Spitzengruppe
deutscher Versicherer. Und wir
sind stolz, in der heutigen Zeit als eigenständige
Versicherungsgruppe erfolgreich
auf dem Markt zu agieren.
Unsere hervorragenden Produkte und
Services sind der zweite Erfolgsfaktor:
Dank innovativer Entwicklungen, Produktvielfalt,
einer exzellenten Beratungssoftware
und persönlicher Unterstützung
vor Ort haben wir einen ausgezeichneten
Ruf im Vermittlermarkt. Top-Bewertungen
von renommierten, internationalen
Rating-Agenturen wie Assekurata,
Standard & Poor’s oder Franke & Bornberg
bestätigen die Erstklassigkeit.
Der dritte Erfolgsfaktor ist die umfassende
Ausstattung unserer Vertriebspartner
mit NÜRNBERGER Verkaufskonzepten.
Unsere Marktbeobachtung
zeigt, dass vor allem die ganz „einfachen
Verkaufskonzepte“ zu Vertriebserfolgen
führen. Verkaufskonzepte, die
unter Mitwirkung unserer Vertriebspartner
entstanden und damit marktgerecht
sind.
FINANZWELT: Wie sehen Sie die Erfolgsaussichten
im zweiten Halbjahr?
Dr. Rauscher: Auch im 2. Halbjahr ist
die NÜRNBERGER flexibel auf Erfolgskurs,
weil wir im Vertrieb breit aufgestellt
sind. Vorsorgeberatung wird zur
Förderberatung. Wir Lebensversicherer
sind die gesetzlich festgelegten
Organisatoren der Altersrente. Thema
Nr. 1 im Jahr 2005 ist die Frage: „Was
verkaufe ich dem Kunden 2005?“ Dazu
bieten wir neue NÜRNBERGER Basis-
Renten‚-Tarife mit den von Vertriebspartnern
seit Jahren geschätzten variablen
Anlagekonzepten, attraktiven Einschlussvarianten
von Zusatztarifen plus
flexiblen Beitragszahlungen. Durch den
Sonderausgabenabzug sind Basis-
Renten mit Einmalbeiträgen eine lukrative
Vorsorge für Selbstständige, besserverdienende
Angestellte und die
Zielgruppe der über 50-Jährigen, die
erhebliche Steuern sparen kann. Abgesehen
davon werden unsere lebensbegleitenden
Produkte auch zukünftig
unser zentraler Erfolgsfaktor sein. Beginnend
beim Eintrittsalter 0 (Biene
Maja) spannt sich der Bogen über die
Biene-Maja-Schülerversorgung und Berufsunfähigkeitsvorsorge
weiter bis zur
Alters-, Pflege- und Bestattungsvorsorge.
FINANZWELT: Beim Thema Riester-
Rente sind die Meinungen der Versicherer
stark gespalten. Wie sehen Sie
die Zukunft dieser Altersabsicherung?
Dr. Rauscher: Dank Verbesserungen
für Kunden und Vermittler erleben
wir derzeit eine Renaissance der
Riester-Renten. Es ist das einzige Produkt
mit Geld vom Staat in Form von
Zulagen, einer laufend steigenden Fördersumme
und sogar noch „Hartz IV
sicher“. Gerade für Familien mit Kindern
ist die staatliche Zulagenförderung ein
noch von vielen Vermittlern zu Unrecht
vernachlässigter „Renditeturbo“. Wir
haben die NÜRNBERGER ZulagenRente‚
ab 2005 auf neue Rechnungsgrundlagen
umgestellt, d. h. vordiskontierte
und damit attraktive Vergütung für den
Vermittler, natürlich einschließlich
staatlicher Zulagen.
FINANZWELT: Ihre Neu- und Mehrbeiträge
erhöhten sich im ersten Halbjahr
über alle Sparten hinweg. Wie
sehen Sie die aktuellen und die zukünftigen
Chancen der betrieblichen
Altersversorgung?
Dr. Rauscher: Klar positiv, da die
Verbreitung der bAV in Deutschland
weit hinter der anderer Länder liegt.
Durch diesen Nachholbedarf im internationalen
Vergleich, insbesondere bei
kleinen und mittelständischen Unternehmen,
registrieren wir eine hohe
bAV-Affinität.
FINANZWELT: Die NÜRNBERGER
VERSICHERUNGSGRUPPE gilt im
Lebensversicherungsbereich und im
aktuellen Seniorenmarkt als guter
Maklerbetreuer. Wie sieht Ihre Unterstützung
im Bereich der bAV aus?
Dr. Rauscher: Bundesweit unterstützen
speziell qualifizierte Mittelstandsberater
unsere Vertriebspartner
vor Ort. Dieses Spezialteam bauen wir
weiter aus. Wenn es um bAV geht,
brauchen unsere Vermittler einen
Partner mit Erfahrung und Kompetenz
in allen Durchführungswegen: Pensionskasse,
Unterstützungskasse, Direktversicherung,
Pensionsfonds, Pensionszusage
und Zeitkontenmodelle. Eine
von Psychonomics durchgeführte Befragung
von Versicherungsmaklern
ermittelte 2004 die beliebtesten bAVAnbieter
– in allen Durchführungswegen
war die NÜRNBERGER unter den Top 10,
im Bereich Unterstützungskasse die
Nummer 1.
FINANZWELT: Die bAV ist ein spannendes
Thema für Finanzdienstleister.
Könnten Sie uns diesbezüglich
bitte zwei konkrete Beispiele für die
Verkaufsunterstützung Ihres Hauses
nennen?
Dr. Rauscher: Gerne. Zum einen
„bAV statt vermögenswirksamer Leistungen“:
VWL-Beiträge sind voll steuer-
und sozialabgabenpflichtig. Wenn
diese Beiträge statt dessen in eine bAV
investiert werden, spart der Kunde
Steuern und Sozialabgaben. Bei gleichem
Beitragsaufwand fließt doppelt so
viel in die Altersvorsorge – ein genial
einfaches, starkes Modell für Kunden
wie Vermittler. Eine weitere Unterstützung
bieten wir bei der „Übernahme
von Pensionsverpflichtungen“. Bestehende
Pensionszusagen sind aufgrund
sich verschärfender Kapitalmarkterfordernisse
(Basel II) oder eines
bevorstehenden Firmenverkaufs ein
Problem für viele Unternehmen. Daher
suchen viele Firmen einen Versorgungsträger,
der ihre bestehenden Pensionsverpflichtungen
übernimmt. Auch hier
bietet die NÜRNBERGER mit ihrer Unterstützungskasse
und ihrem Pensionsfonds
bedarfsgerechte Lösungen – einschließlich
Haftungsübernahme in der
Beratung.
FINANZWELT: Hat sich Ihrer Meinung
nach die bAV im Jahre 2005 durch die
positiven Änderungen etabliert ?
Dr. Rauscher: Die bAV hat auch
schon vor 2005 durch ihre steuerliche
Förderung Vermittler angezogen. Die
nunmehr greifenden Verbesserungen
insbesondere im Bereich der Portabilität
bei Arbeitgeberwechsel machen
bAV noch attraktiver.
FINANZWELT: Was gibt es zukünftig
bei der bAV noch zu verbessern ?
Dr. Rauscher: Der Gesetzgeber fordert
die Bürger zu mehr Eigenvorsorge
auf. Daher sollte er dafür sorgen, die
Rahmenbedingungen der bAV weiter
zu verbessern. Vom Gesetzgeber wünschen
wir uns eine Aufhebung der
Befristung der Sozialabgabenfreiheit
für Entgeltumwandlungen. Dies ist sozialpolitisch
notwendig, wenn man erreichen
will, dass die bAV maßgeblich die
geringer werdenden Leistungen der
gesetzlichen Rentenversicherung kompensiert.
Auch eine Gleichbehandlung
der rückgedeckten Unterstützungskasse
in der gesetzlichen Insolvenzsicherung
und bei der Portabilität wäre
ein Punkt, den es zu verbessern gilt.
FINANZWELT: Können Sie im Hause
einen Verdrängungswettbewerb feststellen?
Dr. Rauscher: Ein Verdrängungswettbewerb
zwischen privater und
betrieblicher Altersvorsorge ist nicht
festzustellen. Die NÜRNBERGER hat
sich als Anbieter in beiden Bereichen
erfolgreich positioniert. Unsere Vertriebspartner
wissen, dass sie von der
NÜRNBERGER fachliches Know-how
auf höchstem Niveau erwarten können.
Hier sind wir mit unserer langjährigen
Erfahrung neuen Anbietern, die nun
auch auf diesen Markt drängen, klar
überlegen.







