Maklerschwund befürchtet
FINANZWELT IM GESPRÄCH
Interview mit Wolfgang Dippold, PROJECT Vermittlungs GmbH
FINANZWELT: Sie haben durch eine recht deutliche Pressemitteilung darauf aufmerksam gemacht, dass Sie für die kommenden Jahre einen deutlichen Rückgang an Finanzdienstleistern sehen …
Dippold: Transparenz und Verbraucherschutz sind sehr wichtig – die Auswirkungen auf den Vermittler werden allerdings unterschätzt. Wenn in Folge von VVG und MiFID Makler und Vermittler eine 50-seitige Risikobelehrung bei einer Hundehaftpflichtversicherung ausdrucken müssen, ist die Druckerpatrone teurer als die Abschlussprovision. Im Klartext: Bei sinkenden Margen steigt der Kostenaufwand. Wir und andere sehen darin eine Gefahr für viele Existenzen.
Dippold: Wir haben bereits im vergangenen Jahr ein Schulungs- und Coaching-System umgesetzt, mit dem Finanzdienstleister ihren Umsatz zielgerichtet ausbauen können und gleichzeitig den organisatorischen Aufwand im Griff haben. Dieses System basiert auf den Erfahrungen, die Jürgen Böhmler und ich in den letzten zwei Jahrzehnten in der Arbeit mit Tausenden von Finanzdienstleistern gemacht haben.
FINANZWELT: Der Aufwand scheint sehr hoch?
Dippold: Sie können sich vorstellen, dass ein modulares Schulungssystem, bundesweit eingesetzt und für jede Vertriebsform nutzbar, eine Vielzahl von Schultern braucht. Bereits im Mai konnten wir Frau Kathrin Semmler als Coach bei uns begrüßen, die viele Jahre Führungserfahrung aus der Versicherungswirtschaft mitbringt. Im Juni stießen Friedrich Baur und Jörg M. Stief in dieser Funktion zu uns, die zuvor bei einem großen Hamburger Emissionshaus tätig waren und dort entscheidenden Umsatzanteil repräsentierten. Zudem konnten wir mit Volker Sahr und Matthias Borger zwei langjährig praxiserfahrene Salestrainer für uns gewinnen. Derart aufgestellt sind wir sicher, Vertriebspartnern ein Gesamtkonzept anzubieten, mit denen diese die Vorgaben der EU zielgerichtet in mehr Umsatz „wandeln“ können.







