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Spezialisierung zahlt sich aus!

FINANZWELT IM GESPRÄCH

Als Spezialist im Bereich Private Equity hat die RWB AG eine führende Position erreicht. FINANZWELT spricht mit Horst Güdel, Vorstand der RWB AG sowie Sprecher des Investitionsausschusses, und Oliver Kuhlmann, Vorstand der TRAINFORCE AKADEMIE AG.

FINANZWELT: Herr Güdel, wie stellt sich die Private Equity Branche auf die aktuelle Finanzmarktsituation und die aus ihr folgenden Chancen und Risiken ein?

Güdel: Im Laufe der Finanzmarktkrise ist das Bewertungsniveau bei Private Equity Transaktionen um ca. 20 % gesunken. Auch für das kommende Jahr erwartet die Branche weiter sinkende Einstiegspreise. Daher ergeben sich sehr attraktive Investitionsmöglichkeiten, die die Private Equity Gesellschaften mit dem ihnen von den Investoren zur Verfügung gestellten Eigenkapital – alleine im Segment Buyout sind es aktuell rund 430 Mrd. US$ – gerade jetzt nutzen werden.

FINANZWELT: Welche Renditeentwicklung erwarten Sie für die nächsten Jahre im Private Equity Segment?

Güdel: Es hat sich gezeigt, dass die Durchschnittsrenditen von Private Equity Fonds, die gerade in den Jahren nach der Dotcom-Krise aufgelegt wurden, hervorragend waren und 10 % höher lagen als im langfristigen Marktdurchschnitt. Einigen Private Equity Segmenten, wie z. B. Distressed Buyouts oder auch Secondary Fonds, bieten sich aktuell zahlreiche Investitionsmöglichkeiten, die in einigen Jahren zu hohen Rückflüssen führen werden.

FINANZWELT: Auch in letzter Zeit wird häufig über Firmenübernahmen durch Private Equity Gesellschaften berichtet. Wie arbeiten die Gesellschaften trotz Kreditkrise weiter?

Güdel: Die Private Equity Gesellschaften sind mit sehr viel Eigenkapital ausgestattet, dass ihnen jetzt in Zeiten von rigider Fremdkapitalvergabe die Firmenübernahmen ermöglicht. Darüber hinaus profitieren Private Equity finanzierte Unternehmen derzeit von ihrer hohen Eigenkapital- Quote – in Deutschland zum Beispiel sind PE-finanzierte Firmen durchschnittlich mit 30 % Eigenkapital ausgestattet, während es bei KMUs sowie Großunternehmen 15 bzw. 27 % sind. Dank der entsprechenden Bonität können sie sich in der aktuellen wirtschaftlichen Situation sehr gut behaupten.

FINANZWELT: Wie wirkt sich die voranschreitende Globalisierung und Vernetzung der globalen Kapitalströme auf die Anlageklasse Private Equity aus?

Güdel: Für die Investoren ergibt sich auf der einen Seite eine neue Diversifikations- und Renditemöglichkeit, da sich Private Equity Märkte in aufstrebenden Weltregionen entwickeln und schon etabliert haben – wie zum Beispiel in Indien und China. Darüber hinaus profitieren viele Unternehmen in unserem Dachfondsportfolio von der steigenden Kaufkraft und dem wachsenden Wohlstand in anderen Weltregionen, da dort neue Wachstumsmärkte erschlossen werden können und so der Umsatz steigt – was sich letztendlich in der Rendite für unsere Anleger niederschlägt.

FINANZWELT: Inwiefern stellt sich die RWB in ihrer Investitionstätigkeit auf diese Gegebenheiten ein?

Güdel: Unser Ziel ist es, durch ständige Marktbeobachtung und Gespräche mit internationalen Marktteilnehmern zu einer möglichst exakten Einschätzung der aktuellen Lage zu kommen und besondere Investitionschancen frühzeitig zu erkennen, um unseren Anlegern die Gelegenheit zu bieten, dort einzusteigen. Wir passen dementsprechend regelmäßig unsere regionale Allokationsstrategie an – so z. B. in unserer für 2009 geplanten Allokation. Im kommenden Vintagejahr werden wir die asiatischen Märkte stärker betonen und 20 % des Kapitals aus dem global investierenden Dachfonds – dem Global Market Fonds International IV – dort allokieren, um die dort gegebenen herausragenden Renditechancen in diesem sicherheitsorientierten Fonds abzubilden.

FINANZWELT: Herr Kuhlmann, Sie sind seit August 2008 weiteres Vorstandsmitglied der TRAINFORCE AKADEMIE AG, der Vertriebsorganisation der RWB AG. Was waren Ihre Beweggründe, diese Aufgabe zu übernehmen?

Kuhlmann: Die RWB hat in den letzten Jahren nicht nur eine führende Position als Spezialist im Bereich Private Equity erreicht, sondern agiert und wächst aus einer Position der Stärke und Solidität. Wir sehen in diesem Zusammenhang hervorragende zusätzliche Wachstumsimpulse im Bereich Key Accounts, Netzwerke sowie Banken und Vermögensverwalter. Für diesen Bereich werde ich federführend verantwortlich sein. Dabei werden wir selbstverständlich parallel unseren Fokus in der Betreuung von Finanzdienstleistern und Maklern in der Region beibehalten und verstärken. Die bisherigen Gespräche und Verhandlungen in den letzten Wochen mit zahlreichen Geschäftspartnern aus dem Bereich Key Account verliefen absolut positiv und bestätigen unsere Ausrichtung eindeutig.

FINANZWELT: Was bieten Sie den Geschäftspartnern aus diesen Segmenten? Wie überzeugen Sie?

Kuhlmann: Insbesondere vier Säulen stehen für unsere Positionierung. Erstens: die zielgruppengerechte Vertriebsbetreuung. Key Accounts erhalten von uns eine Face-to-Face Individualbetreuung: Mit unseren Key-Account-Managern sind wir top aufgestellt und nahe an unserem Geschäftspartnern. Zweitens: Produkte. Insbesondere in den nächsten Jahren sehen wir weiterhin hervorragende Wachstumsmöglichkeiten für unsere Dachfonds im Bereich Private Equity. Durch den Emissionszeitraum von ca. 3 Jahren in unserem Hauptprodukt, durch separate Möglichkeiten für Einmaleinlagen und Sparraten kommen wir der Ausrichtung der Vertriebsorganisationen sehr entgegen. Unsere Gespräche zeigen eindeutig ein enormes Potenzial für Private Equity Dachfonds aus dem Hause RWB. Drittens: Vertriebsmarketing. Wir bieten Mehrwert und überzeugen durch individualisierte Marketingkonzepte. Support bei der Endkundenakquise, Endkundenveranstaltungen, fokussierte Mailingaktionen, Vertriebspartner-Veranstaltungen sowie das Angebot des Einsatzes von externen Trainern runden unser Angebot ab. Viertens: Qualifikation. Der Druck auf die Vertriebe steigt enorm, die Anforderungen an den einzelnen Berater nehmen stetig zu. Aus diesem Grund nimmt die Bedeutung professioneller Qualifikations- und Weiterbildungsangebote für die Berater signifikant zu. Wir unterstützen unsere Partner durch das erfolgreiche Trainings- und Ausbildungssystem der TRAINFORCE AKADEMIE und insbesondere durch Angebote der CAMPUS INSTITUT AG. Es geht aus unserer Sicht nicht nur um das Produkt, sondern um einen Mehrwert- Ansatz in der gemeinsamen Zusammenarbeit mit unseren Geschäftspartnern.

FINANZWELT: Was ist Ihr Ziel für 2009?

Kuhlmann: Beständigkeit, Solidität und Berechenbarkeit haben höchsten Stellenwert in unserer Firmengruppe. Auf der Basis unseres Engagements und des ganzheitlichen Vertriebsansatzes werden wir unsere Position im Bereich der Einzelmakler weiter stärken und im Bereich der Vertriebe und Key Accounts streben wir einen intensiven und überzeugenden Markteintritt an. Unser ganzheitlicher Vertriebsansatz und die Investmentchancen im Bereich Private Equity werden dazu führen, dass der interne Umsatzanteil aus diesen Vertriebssegmenten sich mindestens um 30 % erhöhen wird. Wir sehen in 2009 trotz schwieriger Rahmenbedingungen hervorragende Investitions- und Wachstumsmöglichkeiten für unser Haus: Wir freuen uns auf das nächste Jahr.


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