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Endlich „Zertifizierte EU-Finanzberater“!

FINANZWELT im Gespräch

Die Umsetzung der Europäischen Versicherungsvermittler-Richtlinie in Deutschland sorgte und sorgt für große Aufregung in der Finanzdienstleistungsbranche. Die Europäische Wirtschaftskammer für Handel, Gewerbe und Industrie – EEIG – bietet hierzu die Möglichkeit zur Bewerbung als „offizieller Finanzberater“ der...

Europäischen Wirtschaftskammer an. FINANZWELT sprach mit Dr. Stefan Kletsch, Präsident der EEIG.

FINANZWELT: Herr Dr. Kletsch, einige unserer Leser kennen die EEIG eventuell noch nicht. Könnten Sie diesen eine kurze Erörterung geben?

DR. KLETSCH: Die Europäische Wirtschaftskammer für Handel, Gewerbe und Industrie – kurz EEIG – ist eine international tätige, aber regierungsunabhängige Organisation. Unser und speziell mein Anliegen ist die Durchdringung der Europäischen Versicherungsvermittler-Richtlinie auf nationaler und internationaler Ebene.

FINANZWELT: Wie ist der europäische Stand bei der „Einhaltung“ der Europäischen Versicherungsvermittler-Richtlinie?

DR. KLETSCH: Einfach betrachtet halten sich alle EU-Mitgliedsstaaten außer Spanien und Deutschland daran. Das ist unglaublich befremdend, wenn man das Berufsbild „Finanzdienstleister“ in Deutschland verbessern will. Genau genommen ist hierzulande derzeit noch kaum etwas vorhanden!

FINANZWELT: Wie machen Sie die Vermittlerrichtlinien schmackhafter?

DR. KLETSCH: Nun, die Richtlinien werden ja auf jeden Fall auch in Deutschland einmal umgesetzt werden, was auch gut ist, da dann die qualifizierten Finanzdienstleister sich von den unqualifizierten herausfiltern. Wir bieten daher seit September letzten Jahres die Möglichkeit zur Bewerbung als „offizieller Finanzberater“ der Europäischen Wirtschaftskammer an.

FINANZWELT: Was stellen Sie für Anforderungen diesbezüglich?

DR. KLETSCH: Ganz einfach: Die Bewerber müssen alle Vorgaben der Europäischen Versicherungsvermittler-Richtlinie erfüllen, den Anforderungen unserer Prüfungskommission entsprechen und von einer Versicherungsgesellschaft empfohlen worden sein.

FINANZWELT: Was heißt das im Klartext?

DR. KLETSCH: Dass sie unter anderem eine abgeschlossene Berufsausbildung im Finanzwesen und mindestens drei Jahre Berufserfahrung in der Branche nachweisen können. Ferner benötigen sie die notwendige Vermögensschaden-Haftpflicht-Versicherung mit 1 Mio. Euro Versicherungssumme. Des Weiteren fordern wir die Dokumentationspflicht in Form eines rechtssicheren Beratungsprotokolls und die Mitgliedsregistrierung in der Europäischen Wirtschaftskammer. Die geforderte Überprüfung eines guten Leumundes und geordnete Vermögensverhältnisse übernehmen die Versicherungsunternehmen für ihre Vermittler und Makler.

FINANZWELT: Welche Vorteile ergeben sich denn bereits jetzt für die deutschen Finanzdienstleister daraus?

DR. KLETSCH: Die zertifizierten EEIG-Finanzberater erhalten den einzigartigen und offiziellen EEIG-Ausweis mit Lichtbild. Sie sind nun „offizielle Finanzberater“ der Europäischen Wirtschaftskammer und können dieses Zertifikat nicht nur beim Kundengespräch, sondern dürfen – und das ist einzigartig in Deutschland – diesen Titel auch in jeglicher Form nutzen. Und zu guter Letzt: Die Europäische Versicherungsvermittler-Richtlinie wird auch in Deutschland umgesetzt werden, und dann sind unsere zertifizierten und offiziellen Finanzberater ganz klar im Vorteil, da sie die Voraussetzungen schon zu hundert Prozent erfüllen!

FINANZWELT: Wie reagiert die Assekuranz bisher?

DR. KLETSCH: Sehr positiv. Schließlich wirft es ja ein durchaus positives Bild auf den Versicherer, wenn er dem Endkunden mitteilen kann, dass er ausschließlich zertifizierte EEIG-Finanzberater für sich arbeiten lässt.



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