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Pflegepolice – was ist falsch an diesem Produkt?

FINANZWELT-Versicherungsexperten-Treffen

Einsamkeit und Pflegebedürftigkeit – 2 Begriffe, die uns allen Angst machen, womit wir uns jedoch langsam aber sicher anfreunden müssen. So wird beides aufgrund verschiedener Faktoren – z. B. Pflegenotstand in Kombination mit, wenn überhaupt aufgrund vieler kinderloser Singlehaushalte vorhanden, überforderten Angehörigen – immer weiter in den Fokus unserer Gesellschaft rücken. Während die Versicherungsbranche das demographische bzw. gesellschaftliche Problem nicht lösen kann, sorgt sie jedoch mittels privater Pflegepolicen für finanzielle und durch Assistance Leistungen für fachliche Hilfe.

Laut diverser Expertenstudien ist demnach auch bei vielen Deutschen die Botschaft angekommen, dass die gesetzliche Pflegeabsicherung nicht mehr zur Lösung der individuellen Pflegeprobleme ausreicht. Sie empfinden es als notwendig, die Problematik zu bewältigen. Dennoch sind die Zahlen erschreckend: Gerade einmal ca. 1 Mio. Menschen haben eine entsprechende Police abgeschlossen.

Doch während sich Vermittler und Makler noch schwertun, sehen andere Teilnehmer des Branchensegments Pflege große Wachstumschancen und bereiten sich diesbezüglich auch darauf vor. So haben sich Windelhersteller schon lange auf eine Maximierung von „Pflegewindeln“ anstatt der „Kinderpampers“ eingestellt. Auch bereiten sich Pflegeheimbetreiber und Immobilienexperten bereits auf die neuen Kunden vor. Schließlich wird auch ein Wachstum von 250.000 neuen Pflegebetten (ca. 2.500 Pflegeheime) bis 2020 erwartet.

Warum kommt das „Pflegeprodukt“ beim Vermittler trotzdem noch nicht an? Liegt es an den finanziellen Möglichkeiten der Kunden? Ist deren Geldbeutel nach Berufsunfähigkeit und Altersvorsorge leer? Wird das Problem Pflege in die Zukunft verdrängt? Liegt es an der Provision? Sind die Produkte zu kompliziert? Fehlen die Verkaufsargumente? Usw. All diese Fragen gilt es zu erörtern. Und – FINANZWELT erörtert sie.

Wir greifen Ihre Fragen auf und haben hierzu am 29. November 2007 zum ersten FINANZWELT-Experten-Pflegegespräch ins Schlosshotel Kronberg in den Taunus eingeladen. Zahlreiche Experten aus allen wichtigen Sparten der Pflegebranche konnten zu diesem Treffen gewonnen werden, um Probleme des Produktes bzw. der Thematik zu besprechen und Lösungsvorschläge zu finden. Wir freuen uns, Ihnen die Ergebnisse in der nächsten Ausgabe der FINANZWELT vorstellen zu können.

Teilnehmer FINANZWELT-Experten-Pflegegespräch
  • Eugen Bucher, Vorstand FORMAXX AG

  • Bernhard Lüneborg, Generalbevollmächtigter Vertrieb HALLESCHE Krankenversicherung a. G.

  • Marc Oehme, Ressortleiter Versicherung/Vertrieb & Strategie FINANZWELT

  • Karl-Bernd Telger, MÜNCHENER VEREIN Versicherungsgruppe

  • Stephan Schinnenburg, Vorstand IDEAL Versicherung AG

  • Gerhard W. Stry, Generalbevollmächtigter und Direktor Unternehmenskommunikation Die Continentale

  • Stephan Baumann, Bundesvorsitzender Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e.V. (VDAB)

  • Dietmar Bläsing, Vorstand VOLKSWOHL BUND Versicherungen

  • Heinz-Jürgen Busch, Vorstand „best intention”® VersicherungsMaklerService AG

  • Peter Gansfort, Vorstand RfW AG RING FREIER WIRTSCHAFTSBERATER

  • Bernhard Kotanko, Director im Bereich Insurance Oliver Wyman GmbH

  • Peter Lissek, Geschäftsführer BVF GmbH, Betreuungsverbund Verbraucherorientierte Finanzpartner GmbH

  • Dorothee Schöneich, Herausgeberin und geschäftsführende Gesellschafterin FINANZWELT

  • Holger Timmermann, Produktmanager Leben & BU Jung, DMS & Cie. Pool GmbH

  • Gerhard Ziegler, Vorstand FG FINANZ-SERVICE AG

  • Lars Hertwig, Produktmanager KV Jung, DMS & Cie. Pool GmbH


(Marc Oehme)


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