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Interview mit Michael Turgut, Vorstand Futura Finanz AG

Futura Finanz AG

„Erfolg ruht meist auf vielen Schultern“

Wer Michael Turgut, Vorstand der Vertriebs-gesellschaft Futura Finanz AG in Hof erlebt, spürt, warum dieser Mann Erfolg haben muss. Es ist nicht alleine seine überzeugende Art. Es ist vielmehr seine Fähigkeit, wie er das „Wir-Gefühl“ vermittelt. Und das meint er auch so. Futura Finanz, das heißt in Zahlen: rund 4500 Geschäftspartner in 28 Direktionen. Aus dem Stand unter die Top Five unter den Allfinanz-Vertrieben in Deutschland. Ein Gesamtumsatz im Jahre 2003 von 1,69 Mrd. Euro. In diesem Jahr startete der Vertrieb in Österreich und in der Schweiz. FINANZWELT sprach mit Michael Turgut über die Unternehmensphilosophie sowie die Strategie der kommenden Jahre.

FINANZWELT: Den jetzigen Stand haben Sie sich hart erarbeitet. Würden Sie etwas anders machen, wenn Sie es könnten?
Turgut: Ich würde, mit dem Wissen von damals, alles genau so machen, wie ich es gemacht habe. Allerdings lernen wir täglich dazu und das bedeutet Weiterentwicklung und Veränderung. Natürlich schaut man dann zurück und sieht manche Entscheidungen mit dem Wissen und den Erfahrungswerten von heute schon mal in einem anderen Licht.

FINANZWELT: Wie würden Sie die Philosophie Ihres Unternehmens beschreiben?
Turgut: Beratung nach Maß, aber auch für die breite Masse, und weitreichende Karrierechancen für alle, die sich weiter entwickeln möchten. Das sind sicher wichtige Standpunkte unseres Handelns. Menschen sollten Verantwortung dafür tragen, was sie tun. Das betrifft darüber hinaus auch alle weiteren Bereiche des Lebens. Daher ist es uns z.B. sehr wichtig, dass bei unseren Fortbildungsgängen immer der Partner der angehenden Führungskraft mit einbezogen wird.

FINANZWELT: Was heißt das denn in Bezug auf die von Ihnen angebotenen Produkte?
Turgut: Nobelpreisträger haben ermittelt, dass Anleger eine Optimalversorgung erreichen, wenn sie in einen ausgewogenen Mix an Sachwerten, Unternehmensbeteiligungen, Investments und andere Alternative Assets wie Hedge Fonds oder Private Equity investieren. Diesen Optimalmix bilden wir mit den von uns angebotenen Produkten nach und erreichen – aufgrund weiterer konzeptioneller Besonderheiten – eine weitgehend einkommensunabhängige Absicherung.

FINANZWELT: Wenn wir beim Thema Vertrieb sind, da wurden in letzter Zeit auch kritische Töne hörbar.
Turgut: Ich möchte einmal den Konzernchef sehen, der innerhalb von weniger als zwei Jahren fast 5000 Menschen in Deutschland für sein Unternehmen gewinnt, beschäftigt und schult, der von sich behaupten kann, es gäbe keine schwarzen Schafe in seinem Haus. Wir ziehen unsere Qualitätsoffensive schonungslos durch. Wer auf falsche Wege ausweicht, scheidet eben aus. Und was unsere Kunden anbelangt, haben wir jeden Fall einzeln geprüft und uns sehr fair verhalten. Wenn allerdings aus solchen Gründen ausgeschiedene Mitarbeiter bei dem ein oder anderen Blatt Gehör erhalten und wir keine Chance zur Aufklärung bekommen, frage ich mich, wer wen vor wem „schützt“.

FINANZWELT: Qualitätsoffensive heißt konkret was?
Turgut: Intensive Schulung des Vertriebes und die Qualität der Produkte. Wir vertreiben nur Produkte, die nach Meinung der Anlegerschützer alle „Tests“ bestanden haben. Hierzu zählen ein Prüfsiegel des Instituts der Wirtschaftsprüfer, die gängigen Prospektprüfungen sowie Ratings der Branchenanalysten. Außerdem haben die Anleger eine doppelte Widerrufsmöglichkeit.

FINANZWELT: Kommen wir zu einem Punkt, der Ihnen sehr am Herzen liegt – die persönliche Bindung zu jedem Ihrer Führungskräfte.
Turgut: Ich meine das wirklich sehr ernst: Der Erfolg unseres Unternehmens ruht zunächst auf den Schultern unserer Direktoren und weiterhin auf ihren Mitarbeitern. Ich messe – auch in diesem Zusammenhang - der Loyalität einen sehr hohen Stellenwert bei. Sowohl der Loyalität der Mitarbeiter zum Unternehmen, als auch der Loyalität der Führung den einzelnen Mitarbeitern gegenüber. Es werden Ihnen viele Mitarbeiter bestätigen können, dass wir uns intensiv für die Belange der Menschen einsetzen, mit denen wir zusammen arbeiten. Das geht oftmals bis weit ins Private hinein.

FINANZWELT: Ist dies mit ein Grund für die erstaunliche Präsenz, die Sie bei Ihren Mitarbeitern haben?
Turgut: Sehen Sie es einmal so: Die Futura Finanz ist wie eine große Familie. Familienmitglieder besucht und unterstützt man, ist mal anderer Meinung, aber man verträgt sich meist wieder. Dieses „Wir-Gefühl“ ist mir wichtig und den Menschen um mich herum auch.

FINANZWELT: Welche Ziele haben Sie?
Turgut: Es wäre zu früh, das letztendliche Ziel, das ich klar vor Augen habe, zu kommunizieren. Mittelfristig soll Futura Finanz im deutschen Markt einer der führenden Player bleiben und diesen Erfolg ausbauen. Europäisch betrachtet werden wir ab diesem Jahr in der Schweiz und in Österreich und ab 2005 in Süd- und Osteuropa vertreten sein und als Unternehmen eine vorrangige Marktstellung einnehmen.

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