Beginn eines neuen Anlagetrends?
Gamefonds
Abgesehen von konkurrenzlosen jährlichen Zuwachsraten, konkurriert in den letzten Jahren das Geschäft mit den Spielekonsolen längst mit Umsätzen der „klassischen“ Filmproduktionen an den Kinokassen. Mittlerweile macht die Gamebranche sogar mehr...
Umsatz als die Filmindustrie. Dennoch muss bei Vertrieben und Investoren offensichtlich noch einiges an Überzeugungsarbeit geleistet werden, denn bislang fielen lediglich die Münchener bvt und die Hamburger ATLANTIC als Anbieter auf.FINANZWELT sprach mit Hauke Bruhn, dem Geschäftsführer der ATLANTIC Gesellschaft zur Vermittlung internationaler Investitionen mbH & Co. KG, über die Potenziale des Gamemarktes und die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung im Fondsbereich.
FINANZWELT: Immer wieder lesen wir von den großen Umsatzpotenzialen im Gamebereich. Woran liegt dann das geringe Angebot an Gamefonds?
Bruhn: Vereinfacht gesagt ist es so ähnlich wie in der Schifffahrt: Genau wie die großen Linienreedereien schwimmen die großen Anbieter von Games bei Umsatzsteigerungen von 30 Prozent im Jahr derzeit in Geld. Die Preise für hochwertige und anspruchsvolle Games, die direkt von einem der großen internationalen Publisher kommen, sind demzufolge zumeist nicht mehr realistisch. Wer in diesem Markt erfolgreich arbeiten will, muss sich also auf die kleinen Spieleproduzenten konzentrieren. Einen solchen Partner zu finden ist die Grundlage einer erfolgreichen Fondskonstruktion.
FINANZWELT: Es gibt doch durchaus auch Medienfonds, die erfolgreich mit Independent Studios zusammenarbeiten. Worin liegt das Problem?
Bruhn: Sie finden bei aller Kreativität bei diesen kleinen Gameentwicklern einfach nicht die wirtschaftlichen Voraussetzungen vor, wie Sie sie für einen Fonds brauchen. Damit meine ich weniger die beengten finanziellen Mittel. Ich meine vielmehr das Fehlen von Controllingmaßnahmen, die fehlenden Voraussetzungen für eine Fertigstellungsgarantie („Completion Bond“), die unzureichenden Absicherungen.
FINANZWELT: Dennoch haben Sie bei Ihrem AAA Capital Game Fonds Nr.1 bereits mit einem bislang wenig bekannten Publisher zusammengearbeitet und werden es in Ihrem Folgefonds wieder tun. Wie haben Sie diesen Widerspruch aufgelöst?
Bruhn:Wir haben uns an der 10TACLE Studios AG in Form einer strategischen Partnerschaft beteiligt. 10TACLE, die in der internationalen Gamebranche einen exzellenten Ruf haben, verstehen sich als Schnittstelle zwischen Entwicklern und Publishern. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, jungen Unternehmen zu einem Zeitpunkt unter die Arme zu greifen, zu dem diese für große Publisher noch nicht greifbar sind. Aufgrund ihrer Erfahrungen haben sie zudem die Möglichkeit, deren Ideen zu bewerten.
FINANZWELT: Und die üblichen Absicherungen und Vermarktungschancen?
Bruhn: Erlauben Sie mir hierzu ein paar weitere Informationen zu 10TACLE, die im Kapitalanlagemarkt noch recht unbekannt sein dürften: Das Unternehmen, das erst im Jahre 2003 gegründet wurde, erhielt eine von nur zwölf internationalen Lizenzen, die Electronic Arts als führendes Unternehmen auf dem Gebiet der Unterhaltungssoftware überhaupt vergeben hat. Sie haben also sehr viel Know-how in der technischen Umsetzung von Games und begleiten den gesamten Produktionsprozess. Zu den Vertriebspartnern zählt neben Electronic Arts auch Atari und Ubisoft als führende Top-Publisher und -Distributoren für Computer- und Videospiele. 10TACLE ist also hervorragend aufgestellt und mittlerweile in Deutschland wohl schon die Nummer eins.
FINANZWELT: Wie schnell werden Sie denn die Erfolge des ersten Fonds unter Beweis stellen können?
Bruhn: Von den Ergebnissen unseres im letzten Jahr geschlossenen Fonds sind wir selbst überrascht worden. Michele Pes, CEO und Gründer von 10TACLE machte uns vor wenigen Tagen darauf aufmerksam, dass alleine die Minimum- Vertriebsgarantien den Fonds noch in diesem recoupen könnten. Das wäre natürlich ein riesiger Erfolg, denn dann könnten die Anleger mit noch interessanteren als den ehedem prospektierten Ausschüttungen rechnen.
AAA Capital Game Fonds Nr. 2
Mit einer Beteiligung an dem AAA Capital Game Fonds Nr. 2 können Anleger am Wachstumsmarkt der Computer- und Videospiele partizipieren. ATLANTIC vertreibt exklusiv diesen Fonds der Initiatorin AAA Capital- Atlantic. Das Fondskonzept ist Medienerlass konform. Die kurze Laufzeit von ca. 3 1/2 Jahren macht das Beteiligungsangebot zu einem attraktiven Investment. Die Mindestbeteiligung beträgt 25.000 Euro.







