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Aktive Entspannung nutzen

Gelassenheit siegt

Entspannung bedeutet Ent-spannung. Niemand kann ständig nur auf Hochtouren laufen. Wir werden uns auf Dauer nur wohlfühlen und erfolgreich sein, wenn wir auch bei äußerem Druck leistungsfähig und souverän bleiben. Entspannung ist jedoch...

ein aktiver Prozess, der richtig geplant werden muss.
Hochleistungssportler kennen das Prinzip: Nach intensivem Training benötigt der Körper eine Phase der Regeneration. Wer Höchstleistungen im Job bringen möchte, sollte auch hochintensiv entspannen können. Als effektivste Technik hat sich hier der so genannte PowerNap oder auch Managerschlaf behauptet: Sie legen sich bequem in Ihrem Stuhl zurück. In der einen Hand haben Sie Ihren Schlüssel und direkt darunter eine harte Unterlage. Wenn Sie eindösen, kommen Sie in den so genannten Alphazustand, bei dem Ihr Körper extrem schnell regeneriert. Nimmt die Entspannung zu, erschlafft Ihre Muskulatur zunehmend und der Schlüssel fällt Ihnen aus der Hand. Von diesem Geräusch werden Sie wach und Sie sind wieder topfit, als ob Sie einen längeren Mittagsschlaf gemacht hätten.

Durch Entspannung gelassen Erfolge erreichen

Entspannung ist etwas Aktives. Es nützt nicht viel, wenn wir nur passiv auf Erholung warten. Entspannung können wir nicht erzwingen oder auf Knopfdruck haben. Die wichtige Voraussetzung für wirkliche Entspannung: Erstens sollten wir wissen, wovon wir uns erholen wollen. Und zweitens müssen wir den Übergang von Beanspruchung zur Erholung und von Erholung zur neuen Beanspruchung richtig gestalten. Entspannung heißt, ganz einfach loslassen.

Haben Sie tagsüber Phasen, in denen Sie so richtig müde werden? Es gibt eine einfache Methode, wie Sie sich innerhalb von zwei Minuten reichlich Power holen können. Und zwar mit der Acht-Atemzug-Methode. Das geht so: Atmen Sie maximal viermal innerhalb einer Minute über zwei Minuten. Legen Sie Ihre Hände auf Ihren Bauch und atmen Sie tief in den Bauch, so dass bei Ihrer Einatmung die Hände weggedrückt werden. Danach sind Sie wieder mit Sauerstoff voll getankt.

Die Kunst der Gelassenheit

Manche Buddhisten sind wirkliche Meister in der hohen Kunst der Gelassenheit. Sie haben das Wesentliche dieser Tugend in eine kleine Fabel verpackt, die von den Affen erzählt: Bekanntlich sind Affen ja gewitzte Tiere und sie sind schwer zu fangen. Mit einer ganz einfachen Methode ist es jedoch möglich. Man legt ausgehöhlte Kokosnüsse unter die Affenbäume. Darin sind Reiskörner. Die Löcher in den Nüssen sind gerade so groß, dass ein Affe hineinfassen kann. Neugierig wie die Affen sind, fassen sie hinein – und bleiben mit der Pfote stecken. Ihre Gier erlaubt es nicht, die Faust wieder zu öffnen. Sie werden zum leichten Fang – weil sie nicht loslassen können.

Geht es uns nicht oftmals ganz genauso? Wir laden uns zuviel auf. Und manchmal staunen wir darüber, wie schnell sich eine Situation ändert, durch schlichtes Durchatmen und Loslassen. Wir haben wenig Probleme damit, loszulassen, was uns nicht viel bedeutet. Aber was uns wichtig ist, halten wir krampfhaft fest: Menschen, Gewohnheiten, Besitz. Dabei bedeutet Leben Veränderung, das ist ein Naturgesetz. Was wir festhalten, kann sich nicht mehr bewegen, kann nicht mehr fließen. Wir ärgern uns täglich über tausend Sachen? Aber wer sagt denn, dass wir uns wirklich über jede Kleinigkeit ärgern müssen?

Loslassen – Zulassen

Loslassen-Können. Zulassen-Können – in diesen Worten ist es enthalten, das Geheimnis des Wortes Gelassenheit. Gelassenheit ist eine hohe Kunst. Wer sie beherrscht, hat es sehr viel leichter im Leben. Denn allzu oft ver(sch)wenden wir noch sehr viel Energie auf Dinge, die außerhalb unserer Kontrolle liegen. Vieles, fast alles könnte einfacher sein, wenn wir uns nur folgendes vergegenwärtigen würden: Gestern ist vorbei, unwiederbringlich. Gestern war - wir haben keinen Einfluss mehr auf das, was geschehen ist, wir können nichts mehr daran ändern. Wenn wir ständig daran denken, wie es eigentlich hätte sein sollen, lahmen wir uns selbst und verschwenden unnötig Energie.

Morgen ist noch nicht da, kommt erst noch. Auch die Zukunft können wir heute noch nicht unter Kontrolle bringen. Warum also großartig Sorgen machen, was künftig kommt? Reine Energieverschwendung. Damit können wir an der Zukunft so gut wie nichts ändern. Heute ist der einzige Tag, der zählt.

Nur aus diesem Tag heute können wir das Beste machen. Also sollten wir in diesen Tag unsere Energie und Phantasie stecken. Nutzen Sie jeden Tag positiv. Gelassenheit ist die Fähigkeit, im Hier und Jetzt zu leben. Gelassenheit ist gut gegen sinnlose Sorgen und überflüssiges Energieverpulvern. Gelassenheit ist eine Lebenshaltung. Niemand kann ständig nur auf Hochtouren laufen, auf der Überholspur leben, voll durchpowern. Wir werden uns auf Dauer nur wohlfühlen und können nur erfolgreich sein, wenn wir auch bei äußerem Druck lässig, leistungsfähig und liebenswürdig bleiben.

Wenn wir zum Beispiel in brenzligen Situationen einen kühlen Kopf bewahren, wenn wir unsere Konzentration und Kreativität nicht verlieren. Wie fast immer im Leben kommt es also auf ein gesundes Gleichgewicht an zwischen Arbeit und Muße, zwischen Anspannung und Entspannung.

Zur Person:

Slatco Sterzenbach studierte Diplomsportwissenschaften mit dem Schwerpunkt Prävention und Rehabilitation. Seit über 20 Jahren widmet er sich dem Thema Training und Gesundheit. Mit seiner Firma „LEBENSKRAFT” organisiert er Healthmanagement-Incentives für internationale Großfirmen.

Kontakt:

info@lebenskraft.com

www.lebenskraft.com

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