Gewappnet für neue Herausforderungen
Während 2004 Lebensversicherungen der Renner waren, zählten wohl im letzten Jahr die Riester-Policen zum großen Gewinner. Doch wie sieht es im Jahr der Fußballweltmeisterschaft aus? Welche Produkte werden „die Newcomer“ beziehungsweise die Stars im neuen Jahr? FINANZWELT fragte die, die es wissen müssen!...
Sven Enger,Vorstand Vertrieb bei der SKANDIA
„Weltmeister 2006 wird die Fondsrente! Kein anderes Produkt integriert so komfortable und anpassungsfähige Optionen, die eigene Vorsorge zu gestalten und jederzeit an der Lebensplanung auszurichten. Mit der Garantiefondsverrentung – und nur mit dieser – kann der Anleger dabei sogar in der Rentenphase steueroptimiert an den Kapitalmärkten investiert bleiben. Die moderne Fondsrente bleibt für Anleger wie für Anbieter das Altersvorsorgeprodukt der Wahl. Für den Anleger – und damit auch für den Berater – ist sie die überlegene Plattform des Vorsorge-Investments, für die Anbieter ist sie unter dem Gesichtspunkt Solvency II und IFRS die Perspektive der Zukunft."
Jörn Stapelfeld,
stellv. Vorstandsvorsitzender der Volksfürsorge Deutsche Lebensversicherung AG
„Wir erwarten für 2006 ein weiter wachsendes Bewusstsein für die Notwendigkeit einer umfassenden Altersvorsorge. Die betriebliche Altersvorsorge wird dabei – wie schon in den vergangenen Jahren – über alle Vertriebswege eine besondere Rolle spielen. Ein Schwerpunkt wird hier die Optimierung von Versorgungswerken sein. Bei der Gestaltung von Produkten werden wir die Anforderungen der Makler noch stärker in den Fokus stellen.“
Rolf Neumann,
Leiter des Makler Management Centers der VHV in Hannover
„Auch im nächsten Jahr wird die Unterstützung unserer Vertriebspartner für uns Priorität haben. So werden wir z. B. die Integration der Vorgaben des Arbeitskreises EU Vermittlerrichtlinie Dokumentation in unsere Tarifierungssoftware über die Kfz-Sparte hinaus auch auf die Privathaftpflicht- und Unfallversicherung ausdehnen und die technische Anbindung der Vermittler an die VHV optimieren. Im Bereich Altersvorsorge erwarten wir spätestens in der zweiten Hälfte des Jahres nochmal eine starke Nachfrage nach klassischen Vorsorgeprodukten aus dem Bereich der Kapital- und Rentenversicherungen. Der Grund ist die Einführung eines neuen Garantiezinssatzes zum 01.01.2007, der eine Absenkung auf 2,25 Prozent vorsieht.“
Dr. Reinhard Fuchs,
Vorstandsvorsitzender WWK Lebensversicherung a.G.
„Nach der Delle im Neugeschäft 2005 erwarten wir für das laufende Jahr eine Rückkehr zu hohen Vertragsabschlüssen. Unsere hohen Erwartungen stützen sich in erster Linie auf unsere neue WWK Premium FondsRente. Dieses Produkt hat die Komplexität des Alterseinkünftegesetzes für den Vertrieb deutlich reduziert. Da wir mit dessen Lancierung alle anderen Fondstarife vom Markt genommen haben, müssen sich unsere Finanzberater und Kunden ab sofort nur noch mit diesem einen Produkt auseinandersetzen, da es wahlweise in der ersten, zweiten und dritten Schicht Verwendung finden kann. Unser Produktmanagement hat unseren Vertriebspartnern mit der neuen WWK Premium FondsRente eine Steilvorlage für neue Abschlüsse zur Verfügung gestellt."
Frank-Henning Florian,
Vorstandsmitglied der R+V Lebensversicherung AG
„Die wirtschaftliche Entwicklung fordert zunehmend flexible Arbeitszeitmodelle. Gerade mittelständische Unternehmen brauchen eine Lösung, um saisonale Auftragsschwankungen auszugleichen. R+V bietet dafür Lebensarbeitszeitkonten mit garantierter Verzinsung und übernimmt für die Firmen den gesamten Verwaltungsaufwand: Beratung und Einführung der Lebensarbeitszeitkonten, die Kontenverwaltung und -sicherung bis hin zur Kapitalanlage und Auszahlungen. Die Unternehmen haben praktisch keinen Verwaltungsaufwand. Und: Flexible Arbeitszeitmodelle bieten sowohl den Mitarbeitern als auch den Arbeitgebern viele Vorteile!“
Jürgen Walter,
Bereichsleiter Produktmarketing Gerling Lebensversicherungs-AG
„Unsere Vertriebsschwerpunkte im Jahr 2006 liegen auf den staatlich geförderten Produkten ‘Basisrente’ und ‘Riester’, für die wir neue Konzepte anbieten werden. In unserem Kernsegment der betrieblichen Altersversorgung werden wir unser Ziel weiterverfolgen, in dem es darum geht, die bAV möglichst einfach zu gestalten. Wir bauen dabei unter anderem auf unser erfolgreiches Vermarktungskonzept aus dem Privatgeschäft ‘MaxiRent’, das auch als ‘MaxiRent direkt’ zur Verfügung steht. Unsere führende Position bei Fondspolicen wollen wir auch im kommenden Jahr weiter ausbauen. Den Auftakt im neuen Jahr macht traditionsgemäß die Berufsunfähigkeitsversicherung mit neuen Vertriebsargumenten.“
Mark Möller,
Marketingleiter der ASPECTA Lebensversicherung AG
Wir setzen weiterhin auf flexible Fondspolicen, insbesondere auf unsere Investmentrente. Wie interessant dieses Produkt für die zukünftige Entwicklung von Versicherungsprodukten ist, zeigen uns die Reaktionen des Marktes. Bei uns partizipieren die Kunden kontinuierlich – auch in der Rentenbezugszeit – an der Wertentwicklung der ausgewählten Fonds. Die bevorstehende Umsetzung der EUVermittlerrichtlinie wird einschneidende Veränderungen für die unabhängigen Vermittler mit sich bringen. Hier werden wir uns ganz intensiv für Lösungen engagieren. In der privaten und betrieblichen Altersvorsorge sehe ich für unsere Gesellschaften in Deutschland und Europa gute Wachstumschancen auf Grund unserer Innovationsstärke in der Produktentwicklung und der konsequenten Service-Ausrichtung. Aspecta ist in diesem Jahr seit 10 Jahren im Markt tätig. Wir werden im Markt als Gesellschaft mit hoher Kompetenz im Bereich der fondsgebundenen Versicherungen wahrgenommen, als Gesellschaft, die in diesem Geschäftsfeld Trends setzt und den Markt prägt. Das ist für den Anfang eine sehr positive Bilanz.
Dr. Hans-Joachim Rauscher,
Vertriebsvorstand der Nürnberger VERSICHERUNGSGRUPPE
„Es ist nicht so sehr entscheidend, welches Produkt im Jahr 2006 als ‘leuchtender Stern’ am Himmel stehen wird, vielmehr sollte man sich einzig und alleine auf das wesentliche konzentrieren - den Kunden. Mit unseren ausgebildeten Maklerbetreuern unterstützen wir unsere Vertriebspartner in der gesamten Breite der Altersvorsorge. Die Absicherung der Arbeitskraft spielt zusätzlich eine zentrale Rolle, welche wir mit der mehrfach ausgezeichneten NÜRNBERGER BU-Versicherung auch weiterhin erschließen werden. Mit der Erweiterung unserer erfolgreichen Kindervorsorgeangebote um den ‘Enkel-Schutz Brief’ haben wir jetzt die Möglichkeit geschaffen, ganze Generationen bei der Vorsorge anzusprechen. Mit unserer Produktlinie ‘Aktiv & Erfahren’ sprechen wir die stetig wachsende Zielgruppe der über 50-Jährigen an. Zusammen mit unserer Partnerbank, der Fürst Fugger Privatbank, werden wir auch 2006 ein zuverlässiger Partner sein.“
Stephan Schinnenburg,
Vertriebsvorstand IDEAL Versicherungsgruppe
„Einen rasanten Anstieg erwarten wir in der privaten Pflegeversicherung, die in der Öffentlichkeit zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die Zahl der Pflegefälle wird in den kommenden Jahren erheblich steigen und die gesetzliche Pflegeversicherung bietet, insbesondere bei Schwerstpflegebedürftigkeit, nur eine viel zu geringe Grundabsicherung. Auch der Seniorenmarkt wird weiter deutlich wachsen. Vor allem die Makler erkennen immer häufiger das enorme Potenzial, das die Generation 50plus bietet. Neben etablierten Seniorenprodukten in den Bereichen Unfall, Pflege und Sterbegeld werden zunehmend auch Seniorenpolicen in den Sparten Hausrat, Haftpflicht und Rechtsschutz in den Fokus von Kunden und Vermittlern rücken.“
Wiltrud Pekarek,
Vorstand der HALLESCHE Krankenversicherung
„Die privaten Krankenversicherer erwarten das Jahr 2006 mit besonderer Spannung. Schon die ersten Verhandlungen im Gesundheitsausschuss der großen Koalition zeigten, dass bei der Einigung auf eine Gesundheitsreform hohe Hürden zu überwinden sind. Die HALLESCHE Krankenversicherung ist für die zu erwartende, steigende Nachfrage mit einer breiten Palette von Produkten, die optimal auf die Bedürfnisse des Einzelnen angepasst werden können, gut gerüstet. Besonders hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang der Hausarzttarif PRIMO. Er zeichnet sich durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis aus und ist am Markt erfolgreich eingeführt. Gut vorbereitet blickt die HALLESCHE dem Jahr 2006 optimistisch entgegen – übrigens auch in Sachen Gesundheitspolitik und Fußball-Weltmeisterschaft.“
Günther Soboll,
Hauptbevollmächtigter der deutschen Niederlassung von Canada Life
„In 2006 werden insbesondere fondsbasierte und fondsgebundene Rentenversicherungen für Vermittler und Kunden im Fokus stehen. Stichhaltiges Argument ist die attraktive steuerliche Behandlung, konkret die günstige Ertragsanteilsbesteuerung für Leibrenten, das Halbeinkünfteverfahren und die Steuerfreiheit der Erträge während der Aufschubzeit. Angesichts großer Versorgungslücken in der Bevölkerung kommt auch dem Thema Risikoschutz im neuen Jahr ein noch größeres Gewicht zu – insbesondere vor dem Hintergrund der Anforderungen an eine umfassende Beratung. Produkte, wie die Schwere Krankheiten Vorsorge und die Grundfähigkeitsversicherung von Canada Life zählen hier zu den innovativsten Angeboten auf dem Markt.“
Sascha Albiez,
Hauptabteilungsleiter Marketing bei der Stuttgarter Versicherung
„Die Altersvorsorge bleibt auch 2006 Sparziel Nummer 1. Die Stuttgarter setzt im Rahmen ihrer Produktentwicklung und Innovationsstrategie demnach auf die Schicht 3 und den bAV-Sektor der Schicht 2. Wir sind der festen Überzeugung, dass diese beiden Bereiche vom zukünftigen verstärkten Altersvorsorgebedarf überproportional partizipieren werden. Hier sind wir bereits heute gut aufgestellt und werden dem Markt im Jahresverlauf 2006 weitere Produkte präsentieren, die sich durch ein hervorragendes Preis-/Leistungsverhältnis auszeichnen, das mit finanzieller unternehmerischer Solidität untermauert wird. Die Stars 2006 werden demnach die Versicherungsgesellschaften sein, die mit einem Dreiklang aus umfassendem Produktportfolio, starker Finanzkraft und ausgezeichnetem Service überzeugen. Wie die Stuttgarter!“
Klaus G. Leyh,
Vertriebsvorstand Swiss Life Deutschland
„Wie uns Makler(innen) signalisieren, hat sich die Riester-Rente endgültig durchgesetzt – dank der steuerlichen Förderung. Was die Rürup-Rente angeht, kommt die Flexibilität dieses Produkts bei den Kunden mittlerweile besser an (z.B. eine Berufsunfähigkeit steuermindernd innerhalb einer 50 %-Regelung mitzuversichern). Die Nachfrage nach Rentenversicherungen steigt gerade in der 3. Schicht, weil der Kunde dort steuerlich flexibel ist (Kapitalwahlrecht oder garantierte Rentenvorsorge). Fondsgebundene Renten ziehen wieder an, wobei Garantiefonds im Vordergrund stehen. Im 2. Halbjahr rechnen wir mit einem Run auf klassische Produkte mit höherem Garantiezins – von einer Senkung ab 2007 ist auszugehen. Die Kapitalversicherung war höchstens scheintot: Sie erlebt ein Revival als solides Vorsorgeprodukt, seit die aktuelle steuerliche Begünstigung die ‘alten’ Regelungen zunehmend aus dem Bewusstsein der Kunden verdrängt. Berufsunfähigkeitsvorsorge ist nach wie vor ein Muss.“
Josef Beutelmann,
Vorsitzender der Vorstände der Barmenia Versicherungen
„2006 sehen wir Wachstumspotenziale im Bereich der bAV-Produkte und/oder geforderten Produkte wie Rürup- oder Riester-Rente. Hier fühlen wir uns mit unseren etablierten Produkten sehr gut aufgestellt. Auch das BUGeschäft dürfte sich weiter positiv entwickeln, das deutete sich bereits im abgelaufenen Jahr an. Mit den erst im Dezember 2005 von Morgen & Morgen mit ‘ausgezeichnet’ beurteilten BU-Produkten lässt sich auch dieses Jahr wieder punkten. Neben den Produkten im Altersvorsorgebereich rechnen wir insbesondere im Bereich der Kranken-Zusatzversicherungen mit einer Absatzsteigerung. Der positive Trend aus 2005 – besonders auffallend bei den Zahnmodulen – sollte sich fortsetzen lassen. Weiter im Mittelpunkt steht natürlich der Vertrieb unserer leistungsfähigen KV-Vollversicherungen.
Hans Schmidt,
Leiter Maklervertrieb bei der Gothaer
„Die Politik sorgt auch weiterhin dafür, dass der Bedarf an privater Absicherung steigt. Deshalb wird auch 2006 ein Jahr der Altersvorsorge. Für die Kunden wird es dabei immer wichtiger, die Balance zwischen dem tatsächlichen Bedarf, aber rein finanziell natürlich eingeschränkten Vorsorgemöglichkeiten zu finden. Deshalb erwarten wir eine Renaissance der Beratung. Die besten Lösungen gibt es eben nicht als Fertigpaket im Internet. Die beratungsorientierten Produktlösungen dazu, beispielsweise im Bereich Dread Disease, bieten wir unseren Partnern an. Zweiter wichtiger Schwerpunkt in 2006: Auch kleine und mittlere Unternehmen brauchen verstärkt Unterstützung. Sei es der individuelle Risikocheck, seien es Möglichkeiten, dem Übel ‘Lohnnebenkosten’ beizukommen.”
Werner Gremmelmaier,
Vertriebsvorstand der uniVersa Versicherungen
„Insgesamt wird Altersvorsorge ein noch zentraleres Thema werden. Um die Kürzungen und Besteuerung der gesetzlichen Rente auszugleichen, wird die Privatvorsorge staatlich gefördert wie noch nie. Ferner wurde in mehreren Umfragen festgestellt, dass in Deutschland ein regelrechter Versorgungsnotstand in den Bereichen Berufsunfähigkeit, Invalidität, Pflege, Hinterbliebenen- und Kinderabsicherung herrscht. Hier gilt es durch qualifizierte, persönliche Beratung enorme Vertriebspotenziale zu heben. In vielen Vertrieben wurde in 2005 aufgrund der gegenüber dem LV-Rekordjahr 2004 rückläufigen LV-Produktion enorm gejammert. Man sollte jedoch eines nicht vergessen: Wir bewegen uns in einem absoluten Wachstumsmarkt, der alles andere als gesättigt ist.“
Dr. Frank W. Keuper,
Vorstandsvorsitzenden DBV-Winterthur Versicherungen
„Die Nachfrage nach Lebensversicherungen wird sich nach einem schlechten Neugeschäftsjahr 2005 langsam normalisieren. Dies insbesondere vor dem Hintergrund der wachsenden Einsicht der Bürger in eine eigenverantwortliche, private Altersvorsorge mit den Garantieleistungen der Rentenversicherung. Deshalb setzt die DBV-Winterthur 2006 auf die betriebliche Altersversorgung (bAV). Als einer der größten bAV-Anbieter verfügt die DBV-Winterthur hier über ein sehr großes Fach-Knowhow und attraktive Produkte. Wir gehen davon aus, dass der gesundheitspolitische Reformstillstand anhalten und somit die Nachfrage nach der privaten Krankenvollversicherung weiter negativ beeinflusst wird. Gute Geschäftsaussichten bieten allerdings die Krankenzusatzversicherung und die Pflegetagegeldversicherung.“
Jörg Braun,
Leiter Maklervertrieb Allianz Leben und Mitglied des Vorstands der Allianz Pensionskasse AG
„Der Altersvorsorgemarkt wird weiter wachsen und bietet auch in Zukunft interessante Chancen. Als Marktführer in der privaten und betrieblichen Altersvorsorge wird Allianz Leben 2006 eine Reihe von Neuheiten vorstellen. Ein Beispiel: Die ‘Allianz IndexPolice’ ist eine Rentenversicherung gegen Einmalbeitrag. Das Besondere: Die Kapitalanlage erfolgt ausschließlich in ein Garantiezertifikat. Auch die betriebliche Altersversorgung bietet unverändert gute Chancen. Denn die demografische Entwicklung macht vor den Unternehmen nicht halt – im Gegenteil. So wird beispielsweise der Bedarf für die Ausfinanzierung von Pensionszusagen deutlich zunehmen. Auch der Markt für die Zeitkontenrückdeckung wächst weiter: Arbeitszeitkonten werden zunehmend in Tarifverträgen verankert, die Finanzierung von Vorruhestandslösungen wird immer stärker nachgefragt.“







