Bei Investmentfonds verstehen Kunden nur Bahnhof
Große Wissenslücken!
Was soll es sein, ein Geldmarktfonds oder doch eher ein Immobilienfonds? Wenn es nach dem Wissen der Bürger geht, dann überhaupt kein Fonds! Denn: Das Wissen über Investmentfonds ist absolut unbefriedigend!
Besonders interessant ist, dass die Befragten Begriffe wie Garantiefonds (35 %), Dachfonds (32 %) oder Indexfonds (11 %) eher nicht kennen, dafür aber dann Rentenfonds (85 %) und Immobilienfonds (84 %). Beim Know-how über Investmentfonds trennte sich dann jedoch die Spreu vom Weizen: So halten zum Beispiel 40 % ein Investment in Fonds für genauso riskant wie ein Engagement in Einzelaktien, oder einen Geldmarktfonds für einen Fonds, der in erster Linie in unterschiedliche Währungen investiert, um Gewinn zu erzielen. Etwas mehr als die Hälfte (51 %) weiß, dass Fondsanteile täglich verkauft werden können, und knapp ebensoviel (52 %), dass Kursgewinne bei Aktienfonds nur dann zu versteuern sind, wenn man die Fonds weniger als ein Jahr hält. Auch hält sich immer noch das Gerücht, dass Immobilenfonds grundsätzlich baufällige Gebäude kaufen und diese renovieren, um sie anschließend zu einem höheren Preis wieder zu verkaufen. Dieser falschen Aussage stimmte nahezu die Hälfte der Befragten (48 %) zu.
Flankierend hierzu halten 44 % der Befragten Fonds für „sehr kompliziert“. Dies entspricht einer Steigerung von 7 % gegenüber der Vorjahresumfrage. Ein wichtiges Auswahlkriterium sei das Image und die Bekanntheit der Fondsgesellschaft. Dumm nur, dass annährend 75 % keine Fondsgesellschaft nennen konnten. Die Deutschen müssen sich jedoch bezüglich ihrer Wissenslücken und Unwissenheit nicht schämen. Die gleiche Umfrage in den deutschen Nachbarländern wie Österreich und der Schweiz kam bezüglich der Unwissenheit zu sehr ähnlichen Ergebnissen. Demnach kein deutsches Phänomen, vielmehr ein Aufruf für noch intensivere Aufklärungsarbeit im Bereich Investmentfonds! „Obwohl Europa immer mehr zusammenrückt, ist es erstaunlich, wie unterschiedlich das Wissen der Bevölkerung in den befragten europäischen Ländern ist. Damit zeigt sich: Einheitliche Strategien über alle Grenzen hinweg machen hier zurzeit noch keinen Sinn. Es ist vorerst Aufgabe von Gesellschaft, Politik und Unternehmen in den einzelnen Ländern, hier die richtigen Weichen für die Zukunft zu stellen“, so Karin Kleinemas, Head of Marketing, Communications & Brand Northern Europe bei AXA Investment Managers.
(Marc Oehme)







