Es geht immer etwas zu Bruch!
Grundbaustein Haftpflichtversicherung
Was Makler und Verbraucherschützer schon lange wissen, scheint in einigen deutschen Haushalten noch unbekannt zu sein. Laut Angaben von Stiftung Warentest besitzen lediglich knapp über 70 % der deutschen Haushalte eine private Haftpflichtversicherung (PHV). Das ist angesichts der eher geringen Jahresprämie von durchschnittlich 100 Euro und der ständig drohenden Gefahr des finanziellen Ruins bei Schadensersatzzahlungen schon erstaunlich.
Somit bleibt das Produkt auch im Jahr 2007 ein absoluter Grundbaustein für jede Beratung und ein wichtiger Türöffner. Wurde beispielsweise beim mittlerweile erwerbstätigen Kind Ihres Kunden vergessen, eine entsprechende Absicherung vorzunehmen, ist dann – trotz zugegebenermaßen minderer Prämien und damit verbunden auch niedriger Einnahmen für den Makler – die PHV ein idealer Türöffner, um Punkte wie Berufsunfähigkeit oder auch Altersvorsorge im weiteren Beratungsgespräch anzusprechen bzw. durch die Servicesparte „Haftpflicht“ ein entsprechendes Empfehlungsmarketing beim Kunden zu erreichen.Wichtige Faktoren für den Makler. Ohne Frage: Es gibt diverse wichtige Faktoren für den Makler, wenn es um die Sparte Haftpflicht geht. Nebst Produktqualität, Schadensbearbeitung und Endverbraucherservice sind auch Faktoren wie Policierung, Courtagen aber auch die schnelle administrative Abwicklung von immenser Bedeutung. Hier können sich die Makler glücklich zählen, die mit einem Produktpartner zusammenarbeiten, der in der Gesamtbewertung aller wichtigen Kriterien Überdurchschnittliches leistet.
In einer aktuellen Online Umfrage zur PHV, die durch das Institut der Versicherungsmakler (ivm) erhoben wurde, konnten 418 teilnehmende unabhängige Vermittler für ihre drei wichtigsten Versicherer Detailbewertungen nach dem Schulnotenprinzip vergeben.
„Dass die Noten oft dicht beieinander liegen, erklärt sich daraus, dass nur die Versicherer bewertet wurden, mit denen die Makler auch tatsächlich häufig zusammenarbeiten. Das würden sie vermutlich kaum tun, wenn sie hochgradig unzufrieden wären. Trotzdem gibt es je nach abgefragtem Bereich deutliche Unterschiede bei der Bewertung. Ganz besonders unzufrieden sind die Makler mit den Bereichen Software und Maklerportale. Dahingegen scheint die Produktqualität die wichtigste Rolle zu spielen, sie erreicht die besten Durchschnittsnoten", so Hans-Ludger Sandkühler, Vorsitzender des ivm.
Ein überragendes Ergebnis konnte hierbei die InterRisk aus Wiesbaden erzielen. Einzig in der Rubrik Software wurde die VHV als bestes Unternehmen von den Maklern angesehen, ansonsten hieß es achtmal Sieger „InterRisk“. Mit einer Durchschnittnote von 1,49 stand der Wiesbadener Versicherer bei der Gesamtbeurteilung um 0,41 Notenpunkte besser da als der Gesamtzweite (Haftpflichtkasse Darmstadt) bzw. um 0,44 Punkte als der Dritte (Generali). Einiges zu verbessern haben aus Maklersicht die beiden Schlusslichter der Befragung. Kam Gerling als Vorletzter immerhin noch zu einem knappen Gut (2,40), musste sich der Letzte, die Gothaer Versicherung, mit einem Befriedigend (2,55) abfinden.
(Marc Oehme)







