Finanzwelt im Gespräch
High Interest Anleihen
Seit Oktober herrscht auch bei den High Interest Anleihen Krisenstimmung. FINANZWELT sprach mit Rainer Ottemann, Fondsexperte der KBC Asset Management.
FINANZWELT: Welche Ursachen sehen Sie für die negative Entwicklung der High-Interest-Märkte?
Ottemann: Die Anleger wollten alle gleichzeitig aussteigen, es gab keine Käufer mehr. Die Preise sanken daher immer weiter. Diese Entwicklung führte zur Illiquidität in einzelnen Marktsegmenten - in einigen Bereichen findet derzeit praktisch kein Handel mehr statt. Hinzu kommt, dass die Anleger etwas ratlos sind, denn die Bewegungen der vergangenen Wochen basieren nicht mehr auf nachvollziehbaren Fundamentaldaten.
FINANZWELT: Wie hat KBC Asset Management auf die Marktsituation reagiert?
Ottemann: In Anbetracht der gestiegenen Volatilität haben wir die Cash/Euro- Quote in unserem Portfolio auf 8 % erhöht. Die Positionen für ungarische Forint, polnische Zloty und türkische Lira wurden zurückgefahren.
FINANZWELT: Welche Entwicklungen sehen Sie für den High Interest Bereich?
Ottemann: Regionen mit schlechten fundamentalen Daten werden weiterhin im Portfolio reduziert. Potenzial sehen wir für den brasilianischen Real, denn die Wirtschaft dort weist gesunde Fundamentalwerte auf.







