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Interview mit Torsten Weiß

Immobilie als Sachwert

Torsten WeißTorsten Weiß

Gerade zu Zeiten der Krise wird die Immobilie immer mehr als die ideale Anlage betrachtet, weil diese laut Experten inflationsgeschützt ist. finanzwelt sprach hierzu mit Herrn Torsten Weiß, Vorstandsmitglied der TreuBau Freiburg AG. Die TreuBau AG ist ein renommierter Bauträger und seit 30 Jahren als Anbieter von exklusiven und zeitgemäßen Bauprojekten für den Eigennutzer und Kapitalanleger erfolgreich auf dem Immobilienmarkt.

finanzwelt: Herr Weiß, in den letzten Wochen werden die Stimmen nach wertsicheren Immobilienanlagen für den Endkunden wieder lauter. Wie schätzen Sie den Markt aus Sicht eines seit über 30 Jahren am Markt aktiven Unternehmens ein?

Weiß: Ja, diese Stimmen, vor allem von Interessenten, die eine inflationsgeschützte Anlage suchen, werden in der Tat immer lauter. So können wir seit Beginn des Jahres einen erheblichen Anstieg des Umsatzes im Bereich der Kapitalanleger in Freiburg, aber auch bei unserer Tochtergesellschaft, der TreuWoBau Dresden AG, feststellen.

finanzwelt: Woran liegt das Ihrer Meinung nach?

Weiß: Ich denke, es sind die Erfahrungen, die wir Deutschen noch vor einigen Jahrzehnten machen mussten, als im Zuge der Wirtschaftskrise nach dem Krieg die damalige DM schneller an Wert verlor, als man sie in Brot und Butter tauschen konnte. Inflation ist ein Thema, dem wir uns auf Grund der derzeitigen Finanzkrise nicht entziehen können. Sie wird kommen, und das sicherlich noch in den nächsten 3 bis 5 Jahren.

finanzwelt: Auch Wirtschaftsexperten gehen davon aus, dass die Inflation steigen wird. Mancher rechnet sogar mit historischen Hochs um die 5 %. Aber wo sehen Sie den direkten Zusammenhang zu den heutigen Käufen Ihrer Kunden?

Weiß: Kunden, die heute ihr Geld in Immobilien anlegen und sich hierzu ggfs. noch Darlehen der Bank bedienen, verdienen ihr Geld u. a. durch die Entwertung des Euros im Vergleich zum Sachwert. Nimmt man zu dieser Kalkulation noch die natürliche Wertsteigerung, etwa durch die Verknappung des Baulandes in guten Lagen, und die Konzentration auf die so genannten Ballungszentren hinzu, ergibt sich ein idealer „Nährboden" für eine gesunde Ernte der Zuwächse, eben auch zur Absicherung des Ruhestandes.

finanzwelt: In der Tat nachvollziehbar. Aber wie sehen Sie in diesem Zusammenhang die Stellungen der Banken? Werden diese auch noch in Zukunft als verlässlicher Partner den Anlegern und Bauträgern zur Seite stehen?

Weiß: Warum nicht? Es ist eine temporäre Erscheinung, mit sicherlich weitgreifenden Veränderungen in der Bankenwelt. Aber sind wir doch mal ehrlich: Es trifft doch nur die Bauträgerkollegen und ggfs. auch den einen oder anderen Kunden, die man vor der Krise auch schon besser nicht mehr finanziert hätte. Eben aus diesem Grund haben wir doch die Krise. Siehe faule US-Kredite von schwachen Schuldnern.

finanzwelt: Glauben Sie, die Situation für Ihr Hause im Griff zu haben?

Weiß: Ich denke schon. Wir sind seit drei Jahrzehnten in Freiburg einer der größeren Marktteilnehmer. Wir haben seither mehrere hundert Millionen im Immobilienbereich erfolgreich - und vor allem, ohne großes Aufsehen zu erregen - geplant, gebaut und vertrieben. Wir haben gewachsene Strukturen zu all unseren Kooperationspartnern, und, das ist mit das Wichtigste, wir haben keine Massen an Objekten, die auf Halde stehen. Somit sind wir liquide und können agieren.


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