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Interview mit Otmar Knoll

Immobilien unter`m Hammer

80.000 Zwangsversteigerungen wird es nach Berechnungen des Fachverlages Argetra in diesem Jahr geben. Dahinter stehen meist menschliche Schicksale wie Arbeitslosigkeit und Krankheit. Zunehmend kommen aber auch größere gemischte Wohn und Gewerbeimmobilien unter den Hammer das ist die Stunde der Fonds, die von diesen Objekten profitieren können. FINANZWELT sprach mit einem Anbieter über dessen ersten Fonds.

FINANZWELT: Herr Knoll, Sie stehen der vom geschäftsführenden Gesellschafter Alfred Renner geführten fairrenta GmbH als Vertriebsleiter vor. Gleichzeitig vermitteln Sie den Eindruck, dass Sie tief im Immobiliengeschäft verankert sind. Ist der Eindruck richtig?

Knoll: Meine Leidenschaft für Immobilien kann ich wohl nicht verbergen. Es ist richtig, dass ich seit 1981 ausschließlich Immobilien vermittele, hierzu gehört auch, dass wir nach der Wende in den Neuen Bundesländern Gemeinden bei der Finanzierung, Sanierung und Auflösung von Immobilien beständen beraten haben. Ich schaue mir jedes Objekt an, bin selbst Verkehrswertgutachter und schule dieses Wissen auch. Gleichzeitig bin ich jedoch auch „Frontkämpfer”, immer am Kunden, das heißt, ich weiß, was im Vertrieb los ist.

FINANZWELT: Wie funktioniert das fairrenta Prinzip?

Knoll: Üblicherweise erwerben Kapitalanleger Wohn- und Gewerbeimmobilien bei einer Mietrendite von rund sieben Prozent bezogen auf den Verkehrswert. Wenn Sie nun also die Chance hätten, eine derartige Immobilie aus einer Zwangsversteigerung her aus für zum Beispiel 52 Prozent des Verkehrs wertes zu erwerben, wie hoch ist dann die Mietrendite? Ich will es Ihnen sagen: Beinahe 13 Prozent! Im Einkauf liegt eben der Gewinn.

FINANZWELT: Klingt zu schön, um wahr zu sein. Wie kommen Sie an diese Objekte?

Knoll: Wir haben sehr gute Kontakte, aber genau genommen gibt es von diesen Objekten mehr als man braucht. Die Banken und Versicherungen müssen sich auch aus bilanztechnischen Gründen hiervon trennen. Aber hier setzt erst unser Know-how an: Wir erwerben nur Objekte gemäß unseren Anlagerichtlinien, d.h. ausschließlich westdeutsche Objekte in mittelgroßen Städten, gemischt genutzt mit mindestens zehn Prozent Mietrendite bezogen auf die Gesamtgestehungskosten. Zudem muss ein unabhängiger Fachbeirat seine Zustimmung geben.

FINANZWELT: Sie behaupten, Sie bieten Sicherheit ohne Wenn und Aber. Warum?

Knoll: Zum Einen haben wir uns auf eine Nische im Immobilienmarkt spezialisiert –nämlich die Objekte zwischen fünf und zehn Mio. Euro –die weder für offene noch für geschlossene Fonds interessant sind. Hier gibt es äußerst lukrative Objekte, was für sich betrachtet Sicherheit bietet. Zudem erwerben wir diese Immobilien niemals ohne ausreichende Liquidität im Fonds zu halten. Selbst wenn also Anleger „aussteigen “müssen, ist der Fonds voll handlungsfähig. Wir erwerben eben sichere Rendite ohne Steuervorteile nutzen zu müssen.

FINANZWELT: Warum noch die Verbindung mit den EURO STOXX 50Werten?

Knoll: Wir werden nie 100prozentig investiert sein, daher wollen wir das Geld unserer Investoren möglichst rentierlich anlegen.

FINANZWELT: Eine letzte Frage, Sie haben sehr niedrige Einstiegsmöglichkeiten für Anleger und haben zudem die atypisch stille Beteiligungsform gewählt. Befürchten Sie nicht Angriffe von Anlegerschützern?

Knoll: Wir wollen unsere Anleger an den stillen Rücklagenbeteiligen, die sich alleine aus der Differenz zwischen dem günstigen Erwerbspreis aus der Zwangsversteigerung und dem möglichen Verkaufspreis aufgrund des Verkehrswertes ergeben. Hierfür eignet sich die atypisch stille Beteiligung am ehesten. Zudem haben wir eine laufende Mittelverwendungskontrolle während der ganzen Laufzeit nach meinem Kenntnisstand ist das einzigartig in Deutschland. Wir bieten daher allen, Analysten, Fachjournalisten und Anlegerschützern ein offenes Gespräch an. Zu verbergen haben wir jedenfalls nichts.

(Michael Oehme)


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