Trendwende
Immobilienfonds
> Aber der von der Bulwien AG ermittelte Immobilienindex signalisiert, dass es im letzten Jahr zu einer Trendwende gekommen ist: "Der Aufschwung auf dem Immobilienmarkt der letzten Jahre hat sich 2002 nicht fortgesetzt," lautet die Schlussfolgerung der Münchner. In der Tat: Die Büromieten in deutschen Citylagen (alte Bundesländer) sind 2002 um 3,4 Prozent auf 12,13 Euro je Quadratmeter zurück gegangen und liegen heute rund 17 Prozent unter dem Höchststand der Hausse (Vereinigungseuphorie) im Jahr 1992 (14,92 Euro).> Dagegen konnten sich nach den Bulwien-Zahlen die Ladenmieten in Citylagen im alten Bundesgebiet bei 71,40 behaupten und liegen nur 9,4 Prozent unter dem Höchstniveau von 1994 (79 Euro).
> Zumindest für das laufende Jahr rechnen die Münchner Analysten nicht mit einer Erholung. "Der gewerbliche Immobilienmarkt wird bei den Einzelhandelsmieten stagnieren, während die Büromieten in vielen Städten auf Grund der sich abzeichnenden Überangebote weiterhin merkliche Rückgänge hinnehmen müssen," lautet die Prognose von Hartmut Bulwien, dem Chef des Researchunternehmens Bulwien AG.
> Auch die Entwicklung des Büroflächenumsatzes zeigt, dass der Markt für Büroimmobilien - von vielen kaum bemerkt - bereits 2002 auf Talfahrt gegangen ist. Der aggregierte Büroflächenumsatz in den deutschen Bürozentren (Berlin, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart) ging von 3,6 Millionen Quadratmeter 2001 auf 2,46 Millionen zurück - das bedeutet ein Minus von immerhin 23 Prozent. Gleichzeitig schnellte der Leerstand um 58 Prozent auf 5,7 Millionen Quadratmeter in die Höhe. "Der Nachfrageumschwung begann aber bereits im 2. Quartal 2001 bei gleichzeitiger steigender Flächenfertigstellung", konstatiert DEGI-Chefresearcher Beyerle.
(Michael Oehme)







