"Wir setzen auf die Win-Win-Situation mit Anlegern und Vertrieben"
Innovativer Beteiligungsfonds an Immobilien-AG
Die House of Value AG (HOVAG) will unter Zuhilfenahme einer risikooptimierten Portfoliostrategie unterschiedlichste Immobilien erwerben, wertentwickeln und wieder veräußern oder in den Bestand nehmen. Der Businessplan stellt zudem ab dem Jahre 2006 erstmalig Dividendenausschüttungen in Aussicht. Beim geplanten Börsengang würden weitere Kursgewinne realisiert. Kapital wird dabei zunächst in Fonds eingesammelt. FINANZWELT sprach mit dem HOVAG-Vorstand Wolfgang Jung.
FINANZWELT: Warum haben Sie nicht einfach einen Immobilienfonds aufgelegt?Jung: Die Immobilienaktiengesellschaft hat gegenüber dem geschlossenen Immobilienfonds eine Vielzahl dynamischer Elemente, die dem Kapitalanleger nutzen. Über einen Börsengang kann der Kapitalanleger beispielsweise Wertschöpfungen materialisieren, ohne dass auf der Ebene der AG irgendwelche Abverkäufe von Immobilienbeständen notwendig sind. Auf der anderen Seite wollten wir ein Angebot generieren, dass im freien Vertrieb platziert werden kann. So kam es zu den vorgeschalteten Fondsgesellschaften.
FINANZWELT: Aber Sie haben ja noch weitere Ideen umgesetzt.
Jung: Richtig. Unser Ansinnen in der Konzeptentwicklung war es, dem Kapitalanleger höchstmögliche Sicherheit einerseits und größtmögliche Renditechance andererseits zu bieten. So ist das Portfolio zur Kapitalerhaltung beispielsweise außerhalb der House of Value AG angelegt, damit im Falle einer Insolvenz diese angelegten Gelder nicht berührt werden und der Kapitalanleger sein Beteiligungskapital nach der vereinbarten Zeitdauer in jedem Falle wieder erhält. Zur Optimierung des Wertschöpfungsgedankens haben wir das Share- Rolling erfunden, ein zweistufiges Verfahren zur Mehrung der Aktienstücke für die Kapitalanleger, die sich früher beteiligen. Das zudem angebotene systemimmanente Zweitmarktkonzept wurde durch die Hintereinanderschaltung der Beteiligungsgesellschaften möglich. Dadurch wird dem Kapitalanleger ermöglicht, seine Beteiligung zum Nominalwert zu veräußern, wenn er in wirtschaftliche Not gerät.
FINANZWELT: Im Emissionsprospekt finden wir keine klaren Angaben zur Ausschüttung. Wie ist das denn geregelt?
Jung: Hier unterscheiden wir uns von geschlossenen Immobilienfonds. Der Ansatz ist eher der einer Immobilien-AG. So weist der Businessplan der House of Value AG erstmals im Jahre 2006 ein ausschüttungsfähiges Ergebnis vor Steuern in Höhe von 0,42 Euro Dividendenrendite je Aktie aus. Zum Anderen wird die Rendite wesentlich durch die Wertentwicklung des Unternehmens geprägt. Hier spielt der Net-Asset-Value (NAV) als Kenngröße des „Inneren Wertes“ des Unternehmens eine entscheidende Rolle. Da es sich hierbei indes nur um einen Papiertiger handelt, spielt die Realisierung von Aktiengewinnen eine nicht unerhebliche Rolle. Je nach Beteiligungszeitpunkt liegt der Einkaufspreis bei 0,42 bis 1,33 Euro je Aktienstück. Auch wenn wir heute einen Börsengang zeitlich noch nicht genau definieren können, ist er in jedem Fall geplant. Um einen Eindruck möglicher Kurswerte zu bekommen, kann sich der Anleger die Kursnotierungen von heute an der Börse gehandelten Immobilienaktiengesellschaften ansehen. Unternehmen mit vergleichbarer Portfoliostrategie notieren derzeit etwa zwischen 8 und 30 Euro. Im Vergleich zum Einstiegskurs wird die Wertschöpfungschance sehr deutlich.
FINANZWELT: Wir glauben, dass Ihr Konzept recht schulungsbedürftig ist, schließlich soll es sich ja auch verkaufen. Was tun Sie hierfür?
Jung: Unser Vertriebskonzept ist dual angelegt und berücksichtigt sowohl einzelne Vertriebspartner wie auch Vertriebsorganisationen. Wir haben zusammen mit einem professionellen Trainingsunternehmen Schulungsmodule entwickelt, die den Qualitätsanspruch in der Vertriebsarbeit sicher stellen. Unsere Vertriebspartner sollen nach der Basisausbildung, die kostenlos ist, entscheiden, ob unser Beteiligungsprodukt für sie das richtige Vertriebsprodukt ist und ob es für ihre Kundenklientel geeignet ist. Schießlich setzen wir auf eine „Win-Win-Situation” mit Anlegern und Vertrieben.







