Neue Konzepte für Immobilieninvestoren
Interview mit Edo Drijver und Michael Ehlert
Zwei Tendenzen lassen sich aus den Entwicklungen des Immobilienmarktes ablesen: Nahezu steuerfreie Ausschüttungen bei Immobilienfonds mit ausländischen Objekten steigern die Beliebtheit bei Anlegern zusehends und Projektentwicklungsfonds liegen im Trend. Die Euro American Investors Group (EAIG) bietet Investoren niederländische und amerikanische Projektentwicklungsfonds. FINANZWELT sprach mit dem EAIG-Geschäftsführer Edo Drijver und dem EAIG-Repräsentanten Michael Ehlert.
Kontakt: www.eaig.de
Drijver: Unser Unternehmen mit Sitz in Den Haag, Düsseldorf und Tampa (Florida) ist seit 1979 im Projektentwicklungsgeschäft tätig. Durch den Hauptsitz in den Niederlanden unterliegen wir der doppelten staatlichen Aufsicht durch die niederländische Staatsbank (DNB)und das Aufsichtsamt für den Finanzmarkt (AFM).In rund 23 Jahren wurden etwa 60 Fonds für mehrere hundert niederländische und deutsche Immobilieninvestoren initiiert, wobei sich das abgewickelte Volumen auf rund 500 Mio. Euro beläuft.26 Fonds, die von Dritten gemanagt wurden und 18 Fonds, die eigenständig von uns gemanagt werden, wurden bereits wieder aufgelöst. Die Rendite vor Steuern bei den eigenen Fonds lag bei durch- schnittlichen, testierten 16 % pro Jahr. Damit sind wir auch in Holland eine der führenden Gesellschaften.
FINANZWELT: Sie bieten zwei verschiedene Beteiligungsklassen an. Warum?
Drijver: Wir glauben, dass deutsche Investoren erst den Zugang zu Projektentwicklungsfonds finden müssen. Die sicherheitsorientierten Investoren der Klasse A erhalten eine Vorzugsrendite von 12 % p. a. Diese Vorzugsrendite kann zwar konzeptionsgemäß nicht garantiert werden, ist jedoch mit Blick auf die genannte Leistungsbilanz sehr wahrscheinlich, da sie im Rang unmittelbar nach der Rückzahlung der Baufinanzierung und deren Zinskosten steht und noch vor den Rückzahlungen an die chancenorientierten Investoren der Klasse B. Diese haben das volle Risiko und demgemäß die vollen Chancen.
FINANZWELT: Herr Ehlert, welche Investoren zählen zu Ihrer Zielgruppe und welche Berater suchen Sie?
Ehlert: Die Beteiligungen sind bevorzugt für Investoren gedacht, die entweder bereits andere konventionelle Immobilienbeteiligungen haben und diese Beteiligungen als Diversifikationsmöglichkeit für ihr Portfolio sehen, oder aber für jene Investoren, die über einen ausreichend gesicherten finanziellen Hintergrund verfügen. Projektentwicklungen sind nur bedingt für Investoren geeignet, die laufende Ausschüttungen suchen. Die Berater, die für uns tätig werden möchten, sollten Erfahrungen bei Auslandsfonds mitbringen. Zusätzlich ist ein Verständnis für grundlegende Prozesse des Immobiliengeschäftes von Nutzen. Diese Berater verfügen in der Regel auch über entsprechend erfahrene Investoren und langfristige Kundenbindungen. Wir möchten lieber mit wenigen Beratern ernsthaft zusammen arbeiten als ein Heer von Vermittlern mit Informationen füttern.
FINANZWELT: Erzielen Ihre Investitionen hohe Renditen, weil die Investoren auch an den Entwicklungsgewinnen teilnehmen?
Drijver: Ja, das stimmt! Bei uns sind die Entwickler und die Investoren beide am Entwicklungsgewinn beteiligt. Der Investor hat bei der Gewinnverteilung grundsätzlich sogar eine Vorrangposition. Weiterhin investiert der Entwickler meist selbst in die jeweiligen Projekte. Die oben genannten Fakten geben dem Investor oft das notwendige Sicher- heitsgefühl. Weil die Fondslaufzeiten nur durchschnittlich zweieinhalb Jahre betragen und die Investoren meist reinvestieren, bildet sich in der Regel eine lange Beziehung zwischen Vertrieb oder Anbieter und Investor.
Interview von Michael Oehme
(Michael Oehme)







