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Hebeleffekt

Interview mit F.I.P.-Geschäftsführer Bartholomäus Schwaighofer

Zinsdifferenzgeschäfte gelten unter Anlegern als heißes Eisen. Kommt es doch darauf an, mehr Rendite zu erwirtschaften als Finanzierungskosten anfallen. Das haut nicht immer hin. Jetzt kam das erste Angebot auf den Markt, bei dem nicht der Kunde den Kredit aufnimmt, sondern eine vermögensverwaltende Personen-gesellschaft. Der Vorteil: anfallende Verluste können auf Anlegerebene geltend gemacht werden.

FINANZWELT: Garantie-Investments sind in aller Munde. Wie funktionieren derartige Anlagen eigentlich grob dargestellt?
Schwaighofer: Bei den von uns bevorzugt genutzten Garantie-Investments handelt es sich um Euro-Bonds. Hinsichtlich des Investmentprofils legen wir dabei Wert auf eine zehnjährige Laufzeit bei einer hundertprozentigen Kapitalgarantie durch eine internationale Großbank. Der garantierterte Jahresertrag beträgt mindestens 2% bei Vollinvestition. Das Portfolio ist hierbei breit diversifiziert und verfügt über eine wöchentliche Handelbarkeit, Preis und Verfügbarkeit. Die Ertragsbeteiligung am Fonds beträgt 100 Prozent, weshalb wir aufgrund des Hebeleffektes durch das Fremdkapital von einer Zielrendite von zehn bis zwölf Prozent pro Jahr ausgehen. Der Unterschied zu den zuletzt in FINANZtest gescholtenen Garantiefonds ist übrigens, dass 100% der Einlagen in die Investments fließen und nicht teilweise zur Absicherung des angelegten Geldes benutzt werden.

FINANZWELT: Also Vollpartizipation an der Börse?
Schwaighofer: Ja, da die Einlagen zu 100% an den Erträgen der Fonds teilnehmen, bleiben die Chancen trotz Garantie in voller Höhe erhalten.

FINANZWELT: Welche Vorteile bieten sich hierdurch für Anleger und Anlagevermittler?
Schwaighofer: Wir bieten die Möglichkeit, an Zinsdifferenzgeschäften mit Garantie-Investments teilzunehmen, ohne dabei ein eigenes Darlehen aufnehmen zu müssen. Das Risiko ist auf die Einlage beschränkt. Die günstigen Sollzins-Konditionen erhöhen die Möglichkeit einer positiven Zinsdifferenz. Die Performance der Garantie-Investments lag auch in den Jahren 2000, 2001 und 2002 bei über 10% pro Jahr. Dabei ist der Aufwand für Anlagevermittler sehr gering. Er benötigt zur Abwicklung dieses Geschäftes vom Kunden weder Selbstauskunft, Steuerbescheid noch Darlehensvertrag. Damit spart er viel Zeit und kann sich voll auf die Beratung weiterer Kunden konzentrieren.

FINANZWELT: Wo würden Sie derartige Produkte in der Beratung einsetzen?
Schwaighofer: Nach unserer Einschätzung eignen sich derartige Produkte insbesondere für chancenorientierte, gut diversifizierte Kunden. Der Anlagehorizont sollte bei 10 bis 15 Jahren liegen. Aufgrund der steuerlichen Komponente ist der F.I.P. Pensions-Plan dabei eine gute Ergänzung zu allen Immobilienanlagen.

FINANZWELT: Können Sie die wesentlichen Bausteine des von Ihnen erwähnten Pensionsplanes einmal erläutern?
Schwaighofer: Der Investor beteiligt sich als Kommanditist an einer vermögensverwaltenden Personengesellschaft nach deutschem Recht. Die Gesellschaft investiert Eigen- und Fremdmittel (Darlehen) in Garantie-Investments und Wertpapiere des kontrollierten Kapitalmarktes. Die Darlehen werden von der Gesellschaft und nicht vom Investor aufgenommen. Dem Investor entsteht dadurch weder eine Haftung noch eine Nachschusspflicht. Eine Beteiligung ist sowohl mit Einmaleinlagen ab EUR 5.000,-, als auch mit monatlichen Raten ab EUR 75,-, möglich. Um die steuerliche Komponente der Anlage nutzen zu können, sollte der Anlagehorizont bei 10 bis 15 Jahren liegen. Die Investoren erzielen Einkünfte aus Kapitalvermögen und sind zu 100% am handelsrechtlichen Ergebnis der Gesellschaft beteiligt. Aufgrund der Garantie-Investments ist Risiko-Ertragsverhältnis gut.

(Michael Oehme)


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