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Mit innovativen Fondskonzepten zum Erfolg

Interview mit Peter Stingl, Geschäftsführer bei der FALK CAPITAL AG

Die Münchener FALK CAPITAL AG hat im vergangenen Jahr ein Fondsvolumen von 329,8 Millionen Euro platziert und damit trotz schwieriger Rahmenbedingungen nahezu das Vorjahresergebnis wieder erreicht. Davon flossen 307,1 Millionen Euro in deutsche und 22,7 Millionen Euro in US-Immobilienfonds. Damit hat FALK CAPITAL seine Marktführerposition unter den bankenunabhängigen Initiatoren deutscher geschlossener Immobilienfonds erfolgreich verteidigt. FINANZWELT sprach mit Peter Stingl, Geschäftsführer bei FALK CAPITAL.

FINANZWELT: Womit erklären Sie sich Ihren Erfolg?
Stingl: Zum Einen haben wir im vergangenen Jahr über 260 neue Vertriebspartner hinzugewonnen – ein deutlicher Beweis für die Qualität und Akzeptanz unserer Produkte. Doch nicht nur die neuen Vertriebspartner, sondern auch die große Zahl an Bestandskunden, durch die wir mittlerweile fast 30 Prozent unseres Jahresumsatzes generieren, sprechen eine deutliche Sprache. Basis des Erfolgs aber sind unsere Produkte, insbesondere die FALK-RENDITEFONDS. Alle neun bisher aufgelegten Fonds dieses Typs haben sich prospektgemäß entwickelt. Diese vor sechs Jahren eingeführte Produktlinie profitiert von einer leicht verständlichen Botschaft: Komplett fertiggestellt, komplett vermietet, sieben Prozent Sofortausschüttung.





FINANZWELT: Können Sie das etwas genauer erklären?
Stingl: Wir investieren ausschließlich in fertiggestellte Immobilien – hauptsächlich Büroimmobilien – an unterschiedlichen Standorten, die in der Regel für zehn Jahre vollständig vermietet sind. Der Anleger erhält ab dem der Einzahlung folgenden Monatsersten eine jährliche Ausschüttung von sieben Prozent. Auch beim aktuell in der Platzierung befindlichen FALK-FONDS 76 ist dieses Konzept in vollem Umfang realisiert. Der Fonds enthält neun Immobilien, davon acht im Großraum München und ein Objekt in Kassel. Die Mindestanlage beträgt 10.000 Euro zuzüglich 5 Prozent Agio. Der FALK-FONDS 76 fällt noch unter die Übergangsregelung, nach der sich ein steuerlicher Verlust von rund 33 Prozent ergibt – vorausgesetzt der Anleger tritt dem Fonds bis zum 31. Dezember 2003 bei.

FINANZWELT: Und diese positive Entwicklung wollen Sie im laufenden Jahr fortschreiben?
Stingl: Ja, und wir wollen mit neuen Angeboten neue Zielgruppen erschließen. Vor dem Hintergrund der öffentlichen Diskussion um die private Altersvorsorge und die langfristigen Renditechancen auf den Wertpapiermärkten hat FALK CAPITAL ein neuartiges Fondskonzept entwickelt, das im laufenden Jahr in größerem Umfang vermarktet wird. Der FALK-IMMOBILIEN-RENTENFONDS basiert auf der Idee, dass eine komplett entschuldete Immobilie nach wie vor die beste Altersvorsorge darstellt. Dieses Ziel wird durch die Anlage der Erträge in namhafte Investmentfonds erreicht. Ab dem Jahr 2015 können dann Ausschüttungen von voraussichtlich 15 bis 20 Prozent jährlich erzielt werden. Auch der erste Fonds dieser Art, der FALK-FONDS 77, fällt unter die Übergangsregelung, nach der sich bei Beitritt in 2003 ein steuerlicher Verlust von rund 27 Prozent ergibt.





FINANZWELT: Doch ohne Steuerersparnis dürfte das Geschäft schwieriger werden?
Stingl: Wenn geschlossene Immobilienfonds einen Teil ihrer steuerlichen Attraktivität verlieren, dann trifft das natürlich nicht nur unsere Fonds, sondern die Branche insgesamt. Doch die Branche wird auch nach Ablauf der Übergangsregelung mit der veränderten steuerlichen Situation zurecht kommen. Gerade dann wird sich die Tragfähigkeit solider ausschüttungsorientierter Konzepte erweisen. Grundsätzlich sind geschlossene Immobilienfonds vor dem Hintergrund niedriger Zinsen und volatiler Wertpapiermärkte eine Anlageform mit einem ausgezeichneten Risiko-Renditeverhältnis.

FINANZWELT: Was machen Sie anders als die Anderen?
Stingl: Es ist uns gelungen, mit unseren RENDITEFONDS so etwas wie einen Markenartikel zu schaffen, so dass der Kunde auf Basis einer hohen Zufriedenheit auch weitere Anteile zeichnet. Zudem haben wir sehr viele treue Vertriebspartner, mit denen wir seit vielen Jahren zusammenarbeiten. Schließlich achten wir in hohem Maße auf die Bewirtschaftungsqualität der Immobilien, was sehr stark mit der Nachhaltigkeit der erzielbaren kalkulierten Miete zusammenhängt. Kann ich bei Beendigung eines Mietvertrages einen Nachmieter finden und die kalkulierte Miete erzielen? Es ist wichtig, Mieter- und Objektnähe zu haben und zu wissen, was der Mieter wünscht.






FINANZWELT: Abschließend noch eine Frage zu Ihrem neuen Zinsfonds, der zur Zwischenfinanzierung aufgelegt wird. Passt der in Ihr Konzept, und was versprechen Sie sich davon?
Stingl: Die aktuelle Bankenkrise zwingt die Bankkunden, nach Alternativen zur traditionellen Kreditfinanzierung zu suchen. Daher haben wir den ZINSFONDS mit acht Prozent Ausschüttung und zwölfmonatiger Laufzeit konzipiert. Wir wollen auf lohnende Immobilieninvestments schnell und effizient reagieren können. Für uns ist der ZINSFONDS eine Ergänzung zur klassischen Finanzierung über Kreditinstitute und für den Anleger eine alternative Anlagemöglichkeit mit attraktiver Verzinsung bei kurzer Laufzeit.

(Michael J. Glück)


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