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Betriebliche Altersversorgung in der Verkaufspraxis

Interview mit Werner K. Ehrentraut, Direktor und Leiter Vertriebskoordination der FWU AG in München

FINANZWELT: Was braucht der Vermittler draußen, um dem „normalen” Anleger die Defizite aufzuzeigen, die dieser in seiner Altersversorgung hat und was er tun muss?

Ehrentraut: Er braucht zunächst eine einfache „Arbeitshilfe”, die er am Besten gemeinsam mit seinem Kunden bearbeitet. Hierzu haben wir die Broschüre „Mythos und Fakten” geschaffen, an Hand derer ein Vermittler aufzeigen kann, dass die Rentenreform nicht nur künftig entstehende Defizite in der gesetzlichen Altersversorgung ausgleichen soll, sondern deutliche Leistungslücken reißt und dass es jetzt Zeit ist zu handeln. Natürlich stellen wir auch die Möglichkeiten dar, wie man richtig für das Alter vorsorgt.

FINANZWELT: Reicht das? Wir hören immer, dass sich die Beratungsgespräche als schwierig erweisen, weil die Durchführungswege so komplex sind.

Ehrentraut: Das alleine reicht natürlich nicht! Wir wollen ja dafür sensibilisieren, was kommt und wie man entgegen wirken kann. Darüber hinaus haben wir einen Erfassungsbogen entwickelt, der die wichtigsten Punkte zum Beschäftigungsverhältnis, zu Leistungen des Arbeitgebers, zur familiären Situation usw. berücksichtigt. Diese Informationen geben Sie in eine Beratungssoftware - den sogenannten Produkt Selektor - ein. Das Ergebnis ist eine effiziente auf den Individualfall zugeschnittene Anlageempfehlung im Rahmen der Betrieblichen Altersversorgung und der privaten Altersvorsorge.

FINANZWELT: Damit haben Sie ja eine sinnvolle Unterstützung für die Vermittler geschaffen.

Ehrentraut: : Die Resonanz ist sehr gut, denn durch dieses Instrument haben jetzt alle Vermittlergruppen die Möglichkeit, das Geschäft Betriebliche Altersversorgung und private Altersvorsorge professionell zu betreiben.

FINANZWELT: Inwiefern unterscheiden Sie sich denn auch bei Ihren Produkten von Mitbewerbern?

Ehrentraut: Nach meinem Kenntnisstand bieten wir mit unserer Unterstützungskasse das erste Konzept einer Betrieblichen Altersversorgung über eine Fondsgebundene Lebensversicherung. Dies ist deshalb möglich, weil unsere aktuelle Fondsgebundene Lebensversicherung eine Beitragssicherung für Arbeitnehmer vorsieht. Damit bieten wir dem Vertrieb eine Haftungssicherheit und den Arbeitgebern die Gewähr, dass durch die Beitragssicherung mindestens die eingezahlten Beiträge auch vorhanden sind. Der Arbeitgeber kommt insofern in keine "Nachschussverpflichtung".

FINANZWELT : Was ist der Vorteil gegenüber der klassischen LV-Absicherung?

Ehrentraut: Schlicht die höheren Ertragschancen, die Fondsgebundene Lebensversicherungen nun einmal bieten.

(Michael Oehme)


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