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Emerging Markets sind erwachsen geworden
Die Krise in Lateinamerika weitet sich aus. Immer mehr Länder der Region geraten in den Strudel. Doch: Emerging Markets wie Osteuropa und Südostasien konnten sich dem Sog bisher erfolgreich entziehen.
Die Gefahr eines weltweiten Flächenbrands unter den Schwellenländern ist gering, meint Jörg Peisert, Geschäftsführer der JP&P Vermögensmanagement GmbH, Düsseldorf, und Berater des Mischfonds Patriarch Sicav Global Variabel P. Gemessen an Faktoren wie dem durchschnittlichen Bruttoinlandsprodukt, der Inflation oder der Verschuldung sei der Abschwung Lateinamerikas fundamental durchaus gerechtfertigt. „Auch Schwellenländer müssen sich an ihrer Leistung messen lassen“, sagt Peisert. „Hier spielen Osteuropa und Südostasien einfach in einer anderen Liga.“ Das spiegele sich auch deutlich in der Wahrnehmung der Anleger wider. Peisert: „Die Schwellenländer werden längst nicht mehr alle über einen Kamm geschoren. Es haben sich deutlich Emerging Markets erster und zweiter Klasse herauskristallisiert. Verglichen mit den Krisen in Asien vor fünf oder in Russland vor vier Jahren kann man feststellen: Die Schwellenländer sind erwachsen geworden.“