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Investment

750 Millionen Dollar Gehalt pro Jahr

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Hedgefondsmanager sollte man sein oder vielleicht noch werden. Denn das ist ein Beruf mit guten Zukunfts- und Verdienstchancen. So verdiente George Soros, der Top-Verdiener unter den Hegdefondsmanagern vergangenes Jahr stolze 750 Millionen Dollar. Und das seien noch eher konservative Schätzungen. Das geht aus einer Rangliste des Finanzmagazines Institutional Investor hervor. Das sind immerhin noch 240 Millionen mehr als der zweitplatzierte David Tepper von Appaloosa Management, der 510 Millionen Dollar verdienen konnte, dicht gefolgt vom Manager des New Yorker Fonds Renaissance Technologies Corp. James Simons, der 2003 ziemlich exakt eine halbe Milliarde Dollar an Gehalt kassierte. Der Verlierer 2003 hieß jedoch Bruce Kovner von Caxton Associates, denn er landete 2003 nur noch auf Platz fünf und verdiente „lediglich“ 350 Millionen Dollar, nach Platz eins im Vorjahr. Im Durchschnitt verdiente jeder der 25 bestbezahltesten Hedgefondsmanager etwas mehr als 200 Millionen Dollar.


Alles Renten oder was?

Ausgewogenes Chancen-Risiko-Verhältnis

In unruhigen Börsenzeiten steuern Anleger sichere Häfen an. Ein möglicher sicherer Hafen könnten Rentenfonds sein. Doch sind Rentenfonds wirklich so sicher?
FINANZWELT sprach mit Scott Mather. Mather verwaltet mit seinem 40-köpfigen Team bei der Allianz Dresdner Asset Management 150 Milliarden an Anleihegeldern und ist zugleich der Fondsmanager des Dit Euro Bond Total Return, der 3,8 Milliarden Euro an Fondsvermögen hält.

FINANZWELT: Herr Mather, sollte man jetzt in Aktien oder in Renten investieren?
Mather: Da ich Rentenfondsmanager bin, natürlich in Renten. Aber ernsthaft, bei Aktien gibt es immer noch große Risiken, was die Bewertung angeht. Sicherlich sind diese Bewertungsrisiken nicht mehr so hoch, wie es vor ein paar Jahren der Fall war. Wir sind dennoch noch nicht an einem Punkt angelangt, an dem man sagen kann, Aktien seien billig. Rentenpapiere hingegen sind derzeit fairer bewertet als Aktien und bieten deswegen ein ausgewogeneres Chancen-Risiko-Verhältnis. » Weiter...


Spekulationen über neue Eichel-Steuer!

Wird die Belastung der Zwischengewinne von Aktien heimlich wieder eingeführt?

Der Ehrliche ist der Dumme! Die Benachteiligung ehrlicher Steuerzahler und die nicht ausreichenden Kontrollmöglichkeiten der Finanzämter waren am neunten März dieses Jahres die Begründungen für das „Kippen“ der Spekulationssteuer für die Jahre 1997 bzw. 1998 und somit die Nichtigkeitserklärung der Besteuerung für diesen Zeitraum.

Hastig wies Eichel an, die Steuern für die Jahre ab 1999 möglichst schnell einzutreiben. Hintergrund des Eichel-Eifers war, dass Steuerzahler mit rechtskräftigen Steuerbescheiden bei einem möglichen späteren Verfassungsurteil keine Möglichkeit mehr haben sollten, Geld wieder zurück zu bekommen. Und die Abgabe für die gewinnträchtigen Jahre nach 1998 wackelt, da Finanzrichter ernstliche Indizien für eine Verfassungswidrigkeit sehen. » Weiter...


FINANZWELT sprach mit Bernd Greisinger, Dachfondsmanager der BG-Fonds

Finanzwelt: Herr Greisinger, Sie sind ein passionierter Dachfondsmanager. Worin sehen Sie die Vorteile bei Dachfonds im Vergleich zu Multimanager-Fonds?
Greisinger: Die Qualität eines Fonds misst sich immer in seiner Performance und in der Art und Weise, wie der Fondsmanager diese erzeugt hat. In einem Dachfonds nutzt man das Know-how von vielen überdurchschnittlich guten Zielfondsmanagern. Der Dachfondsmanager ist dazu da, die Asset-Allocation in dem Maße zu steuern, dass ein optimaler Anlageerfolg erzielt wird. So gesehen, kommt es nun auf die Qualität des Dachfondsmanagers an. Wenn er herausragende Leistungen erzielt, wird er grundsätzlich die vergleichbaren Multimanager-Fonds schlagen. Es ist also immer von entscheidender Bedeutung, wie der Dachfondsmanager die Asset-Allocation steuert und die richtige Auswahl der Zielfonds vornimmt.

Finanzwelt: Sie planen die Umstellung Ihrer Dachfonds auf Superfonds. Warum?
Greisinger: Die Umstellung auf Teil-I-Fonds ist zum 15.08.2004 für alle sechs BG-Fonds erfolgt. Die BG-Fonds sind somit inzwischen bereits Superfonds. Durch den Teil-I-Status hat man nun den immensen Vorteil, dass man Futures zur Absicherung von Fondspositionen einsetzen kann, was ein Teil-II-Dachfonds nicht darf. Ein Teil-II-Dachfonds muss, um Verluste zu vermeiden, sich von Fondspositionen trennen. Das wird mit großen Dachfondsvolumen immer schwieriger, da die Fondsindustrie am kurzfristigen Engagement in Zielfonds nicht interessiert ist. Eine Konfrontation mit den Fondsgesellschaften ist also bei wachsendem Dachfondsvolumen und hoher Umschlagshäufigkeit logische Konsequenz. Ein Teil-I-Dachfonds braucht sich nicht von Zielfonds trennen. Er verkauft kongruent passende Futures und ist somit der angenehme Partner der Fondsgesellschaften, da die Investitionsdauer in den Zielfonds sehr lange andauern kann. Es ist einfacher, durch Future-Verkauf auf fallende Märkte zu reagieren, als ein ganzes Dachfondsportfolio zu veräußern. Und es gibt zwei sehr interessante Möglichkeiten, Wertpapiere zu nutzen: Massiv unterbewertete Aktien, die nach starken Kursverlusten gute Erholungschancen bieten sowie Zertifikate, mit deren Hilfe man in überhitzten Märkten an fallenden Kursen partizipieren kann, was einem Teil-II-Dachfonds leider auch verwehrt ist. Mit einem Teil-I-Dachfonds kann man also unbeschwert große Fondsvolumina verwalten. Und genau das haben wir zum Ziel.

Finanzwelt: Kritiker entgegnen zum einen, dass wenn ein Dachfondsmanager jetzt in Einzeltitel investieren kann, er auch so manch böse Überraschung erleben wird, und zum anderen, dass eine Absicherung mit Derivaten recht teuer werden könnte. Was antworten Sie ihnen?
Greisinger: Welche Kritiker? Wer so etwas behauptet, ist entweder ein Nörgler oder Berufspessimist. Ein guter Dachfondsmanager wird - wie der Name es sagt - seinen Schwerpunkt in Fondsinvestitionen belassen. Direktinvestitionen in Einzeltitel bilden in der Regel die Ausnahme. Jeder Fondsmanager kann mit seinen Entscheidungen falsch liegen. Ein guter Fondsmanager zeichnet sich dadurch aus, dass er das Chance-Risiko-Verhältnis seiner Anlageentscheidungen abschätzen kann. Eine Absicherung durch Futures ist für die BG-Fonds zehn Mal günstiger als das Handeln mit Zielfonds. Wer also behauptet, dass der Futurehandel – entgegen der Praxis Fonds direkt zu kaufen bzw. zu verkaufen – die Kosten emporschraubt, hat keine Ahnung, wovon er spricht.


Die Superfonds greifen an

Neue Anlagechancen – bessere Reaktion auf den Markt

Seit dem ersten Januar dieses Jahres gibt es wieder etwas Neues. Die Superfonds wurden geboren. Denn seit diesem Zeitpunkt erlaubt die OGAW III-Richtlinie deutschen Dachfondsmanagern auch in Aktien, Anleihen, Zertifikate und Genussscheinen zu investieren. Damit wurden die bislang gültigen Abgrenzungen der Fondsarten aufgehoben und die Vorgaben der EU-Richtlinie, mit dem Investmentmodernisierungsgesetzes, in deutsches Recht umgesetzt. Zudem erlaubt sie den Fondsmanagern bei fallenden Märkten mögliche Kursverluste durch den Einsatz von Derivaten wie Optionen oder Terminkontrakten gezielt abzusichern.

Bislang konnten die Fondsmanager bei fallenden Märkten nur auf eine höhere Cash-Position ausweichen, um Verluste zu begrenzen. Was jedoch weiter nicht erlaubt ist, sind Leerverkäufe zu tätigen und sich zu verschulden, ein wesentlicher Unterschied zu Hedgefonds. „Wir haben die Anlagerichtlinien des GIP Invest World schon jetzt gemäß der EU-Richtlinie umgestellt, um unsere Anleger so früh wie möglich von den neuen Anlagechancen profitieren zu lassen“, sagt Alfred Werner, Fondsmanger bei GIP Invest S.A. „Dabei setzen wir gezielt auf die neuen Anlagespielräume, um unseren Anlegern bei gleichen Renditemöglichkeiten ein erhöhtes Maß an Sicherheit zu bieten. Unser Ziel ist es, in jeder Marktlage positive Erträge zu generieren. Das heißt, dass wir uns nur bei fallenden Märkten von der Benchmark lösen und bei steigenden Märkten an ihr orientieren. Denn jetzt kann eine Absicherung der Fondspreise mit Derivaten zu vernachlässigbaren Kosten erfolgen“, erklärt Werner weiter.
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Activest agiert auf guter Ausgangsbasis

Fokussierter Universalanbieter

„Activest hat sich unter den großen Asset Managern in Deutschland eine Position im oberen Mittelfeld erobert“, lautet das Ergebnis einer Analyse der Ratingagentur Feri Trust. Activest sei innovativ bei der Umsetzung von Produktideen und die verfolgte Entwicklungslinie erscheine viel versprechend. Zwingend notwendig sei aber nun eine Konsolidierung bzw. Verstetigung der implementierten Prozesse, lautete das Resümee.
FINANZWELT sprach mit Markus Gunter, Mitglied der Geschäftsleitung und Generalbevollmächtigter Marketing & Retail-Vertrieb bei Activest. » Weiter...


Licht und Schatten bei Optionsprogrammen deutscher DAX-Unternehmen

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Laut einer Studie der Fondsgesellschaft Union Investment erreichen weiterhin nur wenige DAX-30 Unternehmen wichtige Mindeststandards bei der Gewährung von Aktienoptionen. Union Investment prüfte die Aktienoptionsprogramme der einzelnen Unternehmen nach fünf Qualitätsmerkmalen und kam zu dem Schluss, dass viele Manager auch dann profitieren, wenn der Aktienkurs ihres Unternehmens nur geringfügig steigt oder die Kurse anderer Unternehmer derselben Branche besser abschneiden. Als Sieger der Umfrage ging die Deutsche Lufthansa hervor. Sieger deswegen, weil die Manager für jede Option ein hohes Eigeninvestment leisten müssen. Das heißt, sie bekommen lediglich einen Rabatt von 20 Prozent auf die Lufthansa Aktie, müssen also einen Anteil von 80 Prozent aus eigener Tasche zahlen. Zudem erhalten sie die zusätzliche Vergütung nur dann, wenn sich die Lufthansa-Aktie besser entwickelt als die Papiere wichtiger Wettbewerber. Ganz im Gegenteil zu SAP, die mit ihrem Vergütungsprogramm auf dem letzten Platz landete. Kritisiert wurde hier die Tatsache, dass schon eine Kurssteigerung von 10 Prozent in fünf Jahren ausreicht, das sind lediglich 1,9 Prozent Kurssteigerung per anno, um Prämien zu kassieren. Zudem orientiert sich die SAP-Aktie an keinem repräsentativen Branchenindex und die Manager müssen überhaupt kein Eigeninvestment tätigen, sind also nicht an möglichen Kursverlusten der Aktie beteiligt. Insgesamt wurden 15 Unternehmen besser bewertet und sieben schlechter als im vergangenen Jahr. Erfreulich das Optionsprogramm von BASF, das Platz zwei belegte. Weniger erfreulich hingegen die Programme von Infineon und Fresenius. Um Optionsprämien zu bekommen reicht bei Infineon eine jährliche Kurssteigerung von 0,7 Prozent, bei Fresenius eine von 2,2 Prozent.


Sauren bewertet erstmals Absolute-Return-Fondsmanager

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Normalerweise muss ein Fonds eine ausreichende Historie vorweisen können, um von Rating-Agenturen nach quantitativen Kriterien beurteilt zu werden. In der Regel sind das drei Jahre. Anders ist es bei der Sauren-Fonds-Research-AG. Sie verfolgt einen personenbezogenen, qualitativen Ratingansatz, um erfolgversprechende Fondsmanager und deren Fonds frühzeitig zu erkennen. Durch viele intensive Gespräche beurteilt Sauren deren Investmentansatz, Strategie und vieles mehr und vergibt dann Auszeichnungen in Form von Goldmedaillen, wobei drei Goldmedaillen die höchste Auszeichnung ist. Jetzt hat sich Sauren einer noch jungen Fondskategorie angenommen, den Absolute-Return-Fonds, die für ein quantitatives Rating noch keine ausreichende Historie besitzen. Bei Absolute-Return-Fonds versuchen deren Fondsmanager weitgehend unabhängig von den Marktbedingungen einen absoluten Ertrag zu erwirtschaften. Im Segment „Absolute Return“, welches viele unterschiedliche Strategien umfasst, wurden folgende Fondsmanager (siehe Tabelle) ausgezeichnet: Mit zwei Goldmedaillen Harald Wengust (Griffin) und Kay-Peter Tönnes (Lupus Alpha) und mit einer Goldmedaille Gerd Rendenbach von Activest sowie Pierre Saulnier und Marc Böttinger als auch Dr. Asoka Wöhrmann von der DWS. Bei den traditionellen Aktienfonds ist nach Meinung Saurens besonders hervorzuheben die Leistung von Sanjiv Duggal (HSBC) im Segment indischer Aktien. Dafür bekam er die Höchstbewertung von drei Goldmedaillen. Eine Hochstufung erfuhren der Value-Spezialist Dr. Hendrik Leber (Acatis) und der Chart-Profi Heinrich Morgen (morgen portfolio). Sie wurden für ihre Leistungen in der Kategorie Global bzw. Deutschland jetzt mit jeweils drei Goldmedaillen ausgezeichnet. Als nächstes will Sauren - der einen Dachhedgefonds plant - Hedgefondsmanager raten. Aktuell werden von der Sauren-Fonds-Research-AG 112 Fondsmanager-Ratings vergeben.


Bush oder Kerry, who cares?

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Wie die Präsidentschaftswahl im November ausgehen wird, weiß keiner. Doch für einen ist die Sache schon gelaufen. Für Ulrich Harmssen, den Geschäftsführer von Fonds Select Worpswede. „Für die Anleger sind die US-Wahlen bereits entschieden“, sagt er. Grund: Keiner der beiden Kandidaten wird kurz- bis mittelfristig eine Besserung der Lage an den US-Börsen herbeiführen. Denn „am US-Aktienmarkt überwiegen derzeit die Risiken. Auf die Börsenweisheit, Wahljahre sind gute Aktienjahre, sollte sich der Anleger deswegen nicht verlassen“, erklärt der Fondsmanager dreier Dachfonds weiter. Dafür gingen die Anleger am US-Aktienmarkt derzeit zu hohe Risiken ein, die in den aktuellen Unternehmensbewertungen bei weitem nicht eingepreist sind. Ferner sei das steigende Zinsniveau und die hohe private Verschuldung sehr problematisch und die beiden Kandidaten hätten kein Medikament gegen die akuten Krankheiten der amerikanischen Wirtschaft: die hohe staatliche wie auch private Verschuldung und die negative Leistungsbilanz. Auch wenn Kerry bei einem Wahlsieg der Demokraten die Hoffnung verbreitet, mittels höherer Steuereinnahmen das Staatsdefizit senken zu können, werden die Republikaner, so Harmssen, ihre Mehrheit im Kongress nutzen, Kerry daran zu hindern, dass er die großzügigen Steuergeschenke, die George W. Bush an die amerikanische Oberschicht gemacht hat, wieder rückgängig macht.

Doch es gibt auch andere Meinungen. So glauben nach der Juli-Umfrage des amerikanischen Meinungsforschungsinstitutes Strategy & Investment 80 Prozent der befragten Fondsmanager, dass Bush im November seine zweite Amtszeit antreten wird. Eine Wendung hat es allerdings bei den 37 befragten Hedgefondsmanagern gegeben. Während im Juni noch alle an Bush geglaubt haben, kippte das Meinungsbild im Juli drastisch. Mittlerweile glauben 53 Prozent der Befragten an Kerry. Vielleicht haben sie ja die neuesten Untersuchungen der Investmentbank Merrill Lynch gelesen, die zum Fazit kommt, dass die Börsengeschichte gegen Bush spricht. So haben die Untersuchungen ergeben, dass die US-Märkte während der Amtszeiten von Präsidenten des demokratischen Lagers im Schnitt um 13,7 Prozent zulegten. Waren Republikaner am Ruder, stiegen die Märkte jedoch lediglich um 11,7 Prozent. Zudem sei ein Präsident auf dem besten Weg einen neuen Minusrekord aufzustellen. Nach Präsident Gerald Ford ist es möglich, dass er der zweite Präsident ist, der seine vierjährige Amtszeit mit einer negativen Börsenbilanz beendet. Sein Name: George W. Bush.


Investmentfonds sind beliebter als Aktien und Zertifikate

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Wie aus einer Umfrage des Düsseldorfer Marktforschungsinstitutes Advanced Market Research (AMR), die im Auftrag von HSBC Trinkaus & Burkhardt durchgeführt wurde, hervorgeht, bevorzugen zwei Drittel der Anleger Fonds, 27 Prozent Aktien und lediglich 12 Prozent setzen lieber auf Zertifikate. Zudem werden Fonds mit zunehmendem Alter der Anleger immer beliebter. Während nur knapp jeder zweite 18-29-Jährige Fonds den Vorzug gibt, sind es bei den über 60-Jährigen rund 70 Prozent. Aktien sind vor allem bei Männern beliebt. So geben knapp ein Drittel der Anleger unter 40 Aktien den Vorrang. Von denen über 40-Jährigen favorisieren jedoch nur noch ein Viertel dieses Investment. Das gleiche Bild bei Zertifikaten. Auch sie werden von den Jüngeren favorisiert. Im Gegensatz zu Aktien sind Zertifikate jedoch bei Frauen (16 Prozent) beliebter als bei Männern (10 Prozent).
Erst neulich kritisierte der BVI, Bundesverband Investment und Asset Management die Zertifikatebranche. Es wurde unter anderem die Preisbildung bemängelt, da Privatanleger nicht beurteilen könnten, ob der vom Emittenten gestellte Kauf- oder Verkaufskurs marktgerecht sei. Zudem kontrolliere keine Aufsichtsbehörde, ob die gestellten Preise angemessen seien.


Koexistenz von Fonds und Zertifikaten

Fondsgedanken

Nicht zum ersten Mal veröffentlichen in diesen Tagen verschiedene Finanzmagazine gehäuft Artikel zum Themenkreis „Zertifikate versus Investmentfonds“. Bedauerlicherweise wird diese Diskussion sehr pauschal geführt und erweckt den Eindruck, der Anleger müsse sich für das eine oder gegen das andere entscheiden. So viel sei vorweg genommen: Es gibt keine „wahre Lehre“! Vielmehr ist es nach meiner Einschätzung so, dass beide Instrumente in einer „friedlichen Koexistenz“ leben und der Einsatz der beiden Kapitalanlageinstrumente sich an den individuellen Wünschen und Zielen der Anleger orientieren sollte.

>Grenzverläufe

Der Grenzverlauf zwischen Investmentfonds und Zertifikaten ist in den letzten Jahren verschwommen. Es gibt heute Investmentfonds, die in Zertifikate investieren, Zertifikate auf Fonds, ja sogar aktiv gemanagte Zertifikate, wie ein von Dr. Jens Ehrhardt verwaltetes Produkt belegt. Der Grenzverlauf zwischen Investmentfonds und Zertifikaten verläuft auch nicht, wie häufig zu hören, zwischen aktiven und passiven Strategieansätzen. Schließlich bieten neben den Zertifikaten auch die Produktpaletten der Kapitalanlagegesellschaften eine Fülle von verschiedenartigen Indexfonds und an Indizes orientierten Fonds. Hinsichtlich der immer wieder diskutierten zeitnahen Partizipation am Marktgeschehen sei angemerkt, dass börsennotierte „Exchange Traded Funds (ETF)“ sogar „intra-day“ gehandelt werden können. Auch die Kostendiskussion wird zu einseitig geführt: Es sollten keine „Äpfel mit Birnen“ verglichen werden! Wenn mit zu hohen Kosten in den Fonds für die Zertifikate argumentiert wird, sollten realistische Vergleiche herangezogen werden. » Weiter...



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